übergang
am nussbaum
wachsen früchte
der reife entgegen
vergorene süße
lässt wespen torkeln
die luft summt
am himmel
zieht die sonne
letzte hohe scheitel
du streichst mir falten
aus dem sommerlächeln
und kleidest mich in herbstlicht
©GJ2006
übergang
-
Niko
also gerda,
dein gedicht gefällt mir. dazu stellen sich ne menge bilder ein und mir fällt ne menge ein, was mich mit herbstlichem verbindet. es ist eins der schöneren herbstgedichte, die ich der jahreszeit geschuldet notgedrungen jetzt verhäuft lese.
wo mir aber nix mehr zu einfällt ist beizeiten deine art, rückmeldungen zu kommentieren. siehe hier:
kommentierende leser sind keine schüler, die man zum denken animieren muss, gerda.
sich einfach freuen über jedwede art von rückmeldung wär schonmal was.
ach.......
liebe grüße: niko, den soetwas leider immer wieder ärgert und der die klappe nicht halten kann
dein gedicht gefällt mir. dazu stellen sich ne menge bilder ein und mir fällt ne menge ein, was mich mit herbstlichem verbindet. es ist eins der schöneren herbstgedichte, die ich der jahreszeit geschuldet notgedrungen jetzt verhäuft lese.
wo mir aber nix mehr zu einfällt ist beizeiten deine art, rückmeldungen zu kommentieren. siehe hier:
fällt dir sonst nichts dazu ein?
So eindimensional ist der Text nicht. Nimm die Dinge mal als Metaphern.
kommentierende leser sind keine schüler, die man zum denken animieren muss, gerda.
sich einfach freuen über jedwede art von rückmeldung wär schonmal was.
ach.......
liebe grüße: niko, den soetwas leider immer wieder ärgert und der die klappe nicht halten kann
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pjesma
hi niko...mir fällt was zu ein, ein kleines lob an "zickigkeit"...vielleicht unpassend, dennoch alles "drängt zum ausdruck"...timo "fühlt sich" nähmlich irgendwie nicht "echt", kanns auch nicht glauben... (ein glück das wir hier alle noch höflich sind
---es gibt weitaus unbequemeres... )
zum gedicht: gefällt mir. ein übergang aus verliebtheit in liebe? reifen, dennoch nicht ruhen...? sich neuerfinden in jetztigem zeitabschnitt...überlappung des früheren bildes mit heutigem...vertrauen, zuversicht.
lg, pjesma
---es gibt weitaus unbequemeres... )zum gedicht: gefällt mir. ein übergang aus verliebtheit in liebe? reifen, dennoch nicht ruhen...? sich neuerfinden in jetztigem zeitabschnitt...überlappung des früheren bildes mit heutigem...vertrauen, zuversicht.
lg, pjesma
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RäuberKneißl
Hallo Gerda,
ich las das als einen Selbstbestätigungsversuch, als LI eine gereifte Dame (was a) nicht negativ klingen soll und b) nicht persönlich gemeint ist), die sich in klassischer Form und klassischen Bildern den Übergang ins Alter verschönt.
Mir würde das Gedicht um Klassen besser gefallen, wenn die unterschwellige Verlustangst einen - und sei es auch minimalen - Ausdruck fände, also irgendetwas die glatte Reihe von wohlbekannten Herbst-Chiffren 'stören' würde.
Schöne Grüße
Franz
ich las das als einen Selbstbestätigungsversuch, als LI eine gereifte Dame (was a) nicht negativ klingen soll und b) nicht persönlich gemeint ist), die sich in klassischer Form und klassischen Bildern den Übergang ins Alter verschönt.
Mir würde das Gedicht um Klassen besser gefallen, wenn die unterschwellige Verlustangst einen - und sei es auch minimalen - Ausdruck fände, also irgendetwas die glatte Reihe von wohlbekannten Herbst-Chiffren 'stören' würde.
Schöne Grüße
Franz
Hallo alle,
ich stimme dem Herrn Räuber zu, dass das Gedicht eine Brechung des Vollreife-Gefühls transportieren sollte, aber ich sehe diese Brechung durchaus schon vorhanden: Die Nüsse sind noch nicht mal ganz reif, andere Früchte (ich nehme jahreszeitenbedingt an, dass Pflaumen gemeint sind) sind dagegen schon vergoren und machen die Wespen besoffen ... die Sprecherin steht zwischen den Stühlen, einerseits noch jung und wachsend (man wächst ja ein Leben lang), andererseits wieder überreif; diese Ambivalenz empfinde ich selbst sehr deutlich - ich bin Mitte 50 - und kann sie gut aus dem Gedicht herauslesen. Für mich stimmt es so. Wenn es nicht ganz so glücklich klänge, würde es genau auf mich passen
, aber jedenfalls trifft es das Gefühl an der Schwelle sehr gut.
Grüße von Zefira
ich stimme dem Herrn Räuber zu, dass das Gedicht eine Brechung des Vollreife-Gefühls transportieren sollte, aber ich sehe diese Brechung durchaus schon vorhanden: Die Nüsse sind noch nicht mal ganz reif, andere Früchte (ich nehme jahreszeitenbedingt an, dass Pflaumen gemeint sind) sind dagegen schon vergoren und machen die Wespen besoffen ... die Sprecherin steht zwischen den Stühlen, einerseits noch jung und wachsend (man wächst ja ein Leben lang), andererseits wieder überreif; diese Ambivalenz empfinde ich selbst sehr deutlich - ich bin Mitte 50 - und kann sie gut aus dem Gedicht herauslesen. Für mich stimmt es so. Wenn es nicht ganz so glücklich klänge, würde es genau auf mich passen
, aber jedenfalls trifft es das Gefühl an der Schwelle sehr gut. Grüße von Zefira
Vor der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
(Ikkyu Sojun)
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
(Ikkyu Sojun)
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Gerda
Lieber Räuber,
du hast möglicherweise schon gelesen, was Zefira geschrieben hat. Besser hätte ich es nicht auf den Punkt bringen können. Der Text ist eine Analogie zum nahenden Lebensherbst.
Ich wollte in diesem Gedicht Ambivalenz zeigen und auch, dass eine Beziehung (Liebe, ein Mensch an der Seite) einen durch eben diese Gefühle, die der Lebensherbst zwangsläufig mit sich bringt tragen können. Die letzte Strophe könnte ganz platt heißen: Es ist nicht schlimm, dass ich nicht mehr jung bin, solange du da bist und mich berührst.
Wäre ich den von dir vorgeschlagenen Weg gegangen, wäre es wohl ein ganz anderes Gedicht geworden, der Bruch offensichtlicher, aber das hatte ich in diesem Text nicht beabsichtigt.
Liebe Grüße
Gerda
du hast möglicherweise schon gelesen, was Zefira geschrieben hat. Besser hätte ich es nicht auf den Punkt bringen können. Der Text ist eine Analogie zum nahenden Lebensherbst.
Ich wollte in diesem Gedicht Ambivalenz zeigen und auch, dass eine Beziehung (Liebe, ein Mensch an der Seite) einen durch eben diese Gefühle, die der Lebensherbst zwangsläufig mit sich bringt tragen können. Die letzte Strophe könnte ganz platt heißen: Es ist nicht schlimm, dass ich nicht mehr jung bin, solange du da bist und mich berührst.
Wäre ich den von dir vorgeschlagenen Weg gegangen, wäre es wohl ein ganz anderes Gedicht geworden, der Bruch offensichtlicher, aber das hatte ich in diesem Text nicht beabsichtigt.
Liebe Grüße
Gerda
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Nur lerne ich dennoch immer noch dazu. 