tagebuch

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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Amanita
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Beitragvon Amanita » 12.08.2012, 17:14

zweite, leicht geänderte Version:

tagebuch


jeden tag wort für wort
in die seiten betten
und schichten

sich irgendwann
etwas sagen lassen
ohne zu zählen





tagebuch

täglich ein wort
in die seiten betten
und schichten

sich irgendwann
etwas sagen lassen
ohne zu zählen
Zuletzt geändert von Amanita am 15.08.2012, 16:55, insgesamt 1-mal geändert.

Mucki
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Beitragvon Mucki » 14.08.2012, 15:55

Gerda hat geschrieben:Es ist nicht etwa so, dass ich nicht nachvollziehen könnte, was du meinst.

Das habe ich so verstanden, dass du es verstehst, Gerda. ,-)
Dann habe ich das wohl missverstanden.

Jou, Amanita, sollen sich mal andere äußern, wie sie es verstehen.

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birke
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Beitragvon birke » 14.08.2012, 16:01

Hallo Amanita,

also, ich muss sagen, dass ich auch über das "schichten" gestolpert bin.
Ich lese den Bezug auch eindeutig: "ein wort ... schichten" - und das funktioniert für mich auch nicht.
Du kannst dann schichten, wenn mehrere Worte da stehen, also, wenn das "Schichten" erst nach ein paar Tagen passiert, meinetwegen - oder aber wenn du zwei oder mehrere Worte täglich "bettest und dann schichtest".

So könnte es beispielsweise für mich aussehen:

täglich ein wort
in die seiten betten
irgendwann

schichten und sich
etwas sagen lassen
ohne zu zählen


Verändert den Text natürlich. ;)

Soweit meine Sicht auf diese besagte Stelle. :smile:

Liebe Grüße
Diana
wer lyrik schreibt, ist verrückt (peter rühmkorf)

https://versspruenge.wordpress.com/

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 14.08.2012, 16:20

Hm, gut, dann gehe ich nochmal in mich :)


täglich ein wort
zwischen die seiten legen

mit der zeit
schichten aufspüren

sich etwas sagen lassen
ohne zu zählen

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birke
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Beitragvon birke » 14.08.2012, 16:33

Oh ja, ich finde, das hat was, Amanita!

Idee noch dazu: statt "mit der zeit" - "die zeit"?

LG, Diana
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Mucki
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Beitragvon Mucki » 14.08.2012, 16:39

Ich vermisse das "betten". Es hat so etwas Behutsames, Zartes. Ansonsten finde ich deine neue Idee gut, Amanita.

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 14.08.2012, 17:34

Danke Ihr Zwei, ich muss nochmal "sortieren"!

Diana, die "schichten" sollen sich eigentlich mehr auf die Wörter beziehen als auf die Zeit ...

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 14.08.2012, 17:44

Gabriella, lach, ich habs jetzt also (an der einen Stelle) rückgängig gemacht, so dass es so aussieht:


tagebuch

täglich ein wort
in die seiten betten

mit der zeit
schichten aufspüren

sich etwas sagen lassen
ohne zu zählen





Mir fehlt hier vor "zeit" noch mindestens eine Silbe (daher auch meine Änderung zuvor). Mit der Regenzeit/ Schichten aufspüren ... das wäre für mich rund. Nur passt "Regen" nicht so ganz :)

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birke
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Beitragvon birke » 14.08.2012, 17:48

Jaaa, ich weiß, Amanita, war auch nur so ein Gedanke. :)

Zu deiner "Zeit" - also, wenn du es so schriebest, passte es vielleicht schon?

mit der regen zeit
schichten aufspüren

;)

:-)

LG, Diana
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Amanita
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Beitragvon Amanita » 14.08.2012, 18:06

Nee, nee, das Wort habe ich nur des Klanges wegen hingeschrieben; inhaltlich ist es Quatsch. Es ginge, wenn der Kontext nicht so "streng" wäre ...

Mucki
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Beitragvon Mucki » 14.08.2012, 18:41

tagebuch

täglich ein wort
in die seiten betten

mit der zeit
schichten aufspüren

sich etwas sagen lassen
ohne zu zählen

Das finde ich sehr schön. Warum möchtest du noch eine oder zwei Silben vor "Zeit", Amanita?

im laufe der zeit?

Wäre aber eine kleine Sinnesänderung. Oder:

und mit der zeit
schichten aufspüren

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 14.08.2012, 18:46

Gabriella, mich stört (ein bisschen, nicht sehr schlimm) der Rhythmus der "T"s: seiten - betten - zeit

Ein "und" wäre da irgendwie auch nicht angebracht, meine ich ...

Mucki
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Beitragvon Mucki » 14.08.2012, 23:08

Das "und" finde ich auch nicht so gut. War nur eine adhoc-Idee, weil du eine Silbe mehr andachtest.

Mit dem Rhythmus der "T"s ist mir überhaupt nicht aufgefallen, Amanita.
Auch jetzt nicht, wenn ich es laut lese.

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 15.08.2012, 16:31

Zurück zu den Wurzeln :)




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Mucki
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Beitragvon Mucki » 15.08.2012, 16:40

Hallo Amanita,

damit ginge dieser Aspekt verloren:
Gabriella hat geschrieben:Doch der Reiz hier ist für mich gerade, dass es ein Wort ist, man sich so die langsame aber stetig anwachsende Sammlung der Worte vorstellt, bei der dann dem LI eben irgendwann eine Geschichte erzählt wird aus den einzelnen Worten, die das LI in mühsamer Kleinarbeit jeden Tag in die Seiten gebettet hat.

was ich sehr schade fände.
Aber es ist - klar - dein Gedicht. Und wenn es für dich mit "worte" stimmig ist, dann schreib es so.

Lieben Gruß
Gabi


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