Sie nahmen sich Zeit
Sie saßen einander gegenüber
rührten sich Nichtworte in den Kaffee
nippten vom Zuckergebäck der Stille
und lächelten leer
Sie nahmen einander die Zeit
Sie nahmen sich Zeit
-
Niko
hallo amanita,
die in den kaffee gerührten nichtworte - das ist bärenstark! gerade auch deswegen finde ich zuckergebäck der stille - zeile zu schwach für deinen text. den titel fände ich eingebunden gehaltvoller.
mir würde es so richtig gut gefallen:
Sie nahmen sich Zeit
saßen einander gegenüber
rührten sich Nichtworte in den Kaffee
und lächelten leer
Sie nahmen einander die Zeit
liebe grüße: niko
PS: Sie nahmen sich die zeit versus sie stahlen sich die zeit...........vielleicht wäre das eine satt abrundende alternative.....????
hey......es gefällt mir wirklich gut, dein gedicht...es sind nur gedanken aus MEINER schreibperspektive. ok?
die in den kaffee gerührten nichtworte - das ist bärenstark! gerade auch deswegen finde ich zuckergebäck der stille - zeile zu schwach für deinen text. den titel fände ich eingebunden gehaltvoller.
mir würde es so richtig gut gefallen:
Sie nahmen sich Zeit
saßen einander gegenüber
rührten sich Nichtworte in den Kaffee
und lächelten leer
Sie nahmen einander die Zeit
liebe grüße: niko
PS: Sie nahmen sich die zeit versus sie stahlen sich die zeit...........vielleicht wäre das eine satt abrundende alternative.....????
hey......es gefällt mir wirklich gut, dein gedicht...es sind nur gedanken aus MEINER schreibperspektive. ok?
Hallo Niko, eigentlich sollte der Titel auch eingebunden sein, ich mochte es aber mit der Fettschrift in diesem Fall nicht.
Ich schreibe die erste Zeile auch normal, ja?
Die Stille muss nicht unbedingt drin sein, mir war es allerdings lieber, sie noch an etwas kauen zu lassen!
Ich schreibe die erste Zeile auch normal, ja?
Die Stille muss nicht unbedingt drin sein, mir war es allerdings lieber, sie noch an etwas kauen zu lassen!
Hallo Amanita,
die Zeile mit dem Zuckergebäck halte ich auch für entbehrlich. Ansonsten finde ich das sehr gelungen, vor allem
dieses "Sie nahmen sich Zeit" und "Sie nahmen einander die Zeit". Auch gefällt mir hier, dass du das "einander" aus der ersten Zeile in die letzte Zeile mitnimmst.
Liebe Grüße
Gabi
die Zeile mit dem Zuckergebäck halte ich auch für entbehrlich. Ansonsten finde ich das sehr gelungen, vor allem
dieses "Sie nahmen sich Zeit" und "Sie nahmen einander die Zeit". Auch gefällt mir hier, dass du das "einander" aus der ersten Zeile in die letzte Zeile mitnimmst.
Liebe Grüße
Gabi
Amanita hat geschrieben:Die Stille muss nicht unbedingt drin sein, mir war es allerdings lieber, sie noch an etwas kauen zu lassen!
Ich finde, dass hier tatsächlich weniger mehr ist. Diese Szene ist ausdrucksstark und bedrückend genug. Da braucht es diese Stille-Zeile gar nicht.
Aber, klar, warte erst mal weitere Meinungen ab.
-
Gerda
ich schlendere vor meinem Urlaub nochmal durch den Salon ... und wollte fragen, Amanita, ob du es dir auch so vorstellen kannst:
Sie nahmen sich Zeit
Sie saßen einander gegenüber
rührten sich Nichtworte in den Kaffee
nippten vom Zuckergebäck der Stille
und lächelten leer
und stahlen sich die Zeit
So ganz fügt sich dein letzter Vers für mich nicht, er wirkt auf mich angehängt. Auch denke ich an "Zeit stehlen" , was ja auch gemeint ist und mir besser gefallen würde, als die Wiederholung. Die Zeile könnte vielleicht lauten: s. o.
Ich hoffe, dass du diese Änderungsvorschläge nicht als übergriffig empfindest.
Liebe Grüße
Gerda
Sie nahmen sich Zeit
Sie saßen einander gegenüber
rührten sich Nichtworte in den Kaffee
nippten vom Zuckergebäck der Stille
und lächelten leer
und stahlen sich die Zeit
So ganz fügt sich dein letzter Vers für mich nicht, er wirkt auf mich angehängt. Auch denke ich an "Zeit stehlen" , was ja auch gemeint ist und mir besser gefallen würde, als die Wiederholung. Die Zeile könnte vielleicht lauten: s. o.
Ich hoffe, dass du diese Änderungsvorschläge nicht als übergriffig empfindest.
Liebe Grüße
Gerda
Nein, Gerda, übergriffig auf keinen Fall!
Nur sind das die Möglichkeiten, die ich schon durchgespielt hatte - und meine Fassung gefiel mir, logisch, am besten.
Stahlen sich die Zeit ... das ist mir schon eine Idee "zuviel", zumal es eigentlich heißt: "Du stiehlst mir die Zeit", also mit viel Vorwurf belastet. "Sich Zeit (füreinander) nehmen" ist ja zunächst ein positiver Ansatz - der hier dezent, aber deutlich ins Gegenteil umschlägt.
Nur sind das die Möglichkeiten, die ich schon durchgespielt hatte - und meine Fassung gefiel mir, logisch, am besten.
Stahlen sich die Zeit ... das ist mir schon eine Idee "zuviel", zumal es eigentlich heißt: "Du stiehlst mir die Zeit", also mit viel Vorwurf belastet. "Sich Zeit (füreinander) nehmen" ist ja zunächst ein positiver Ansatz - der hier dezent, aber deutlich ins Gegenteil umschlägt.
Ich finde, dass gerade die "Beinahe-Wiederholung" am Ende, die genau das Gegenteil vom Beginn ausdrückt, der Clou an diesem Text ist. Außerdem verstärkt / drückt diese Wiederholung auch noch einmal die Monotonie aus, die zwischen den beiden vorherrscht.
Das ist sehr gut, Amanita, ja!
Sagt mir zu!
Ich würde auch allerdings zur Verkürzung tendieren, am Anfang, wie Gerda, aber dann den Schluss doch so belassen, wie du ihn hast, denn die Wiederholung zum Schluss finde ich auch sehr gelungen, sie macht dein Gedicht im Prinzip aus, meine ich. So wäre meine Lesart:
Sie nahmen sich Zeit
Siesaßen einander gegenüber
rührten sich Nichtworte in den Kaffee
nippten vom Zuckergebäck der Stille
und lächelten leer
Sie nahmen einander die Zeit
Liebe sonnige Grüße
Diana
Sagt mir zu!
Ich würde auch allerdings zur Verkürzung tendieren, am Anfang, wie Gerda, aber dann den Schluss doch so belassen, wie du ihn hast, denn die Wiederholung zum Schluss finde ich auch sehr gelungen, sie macht dein Gedicht im Prinzip aus, meine ich. So wäre meine Lesart:
Sie nahmen sich Zeit
Siesaßen einander gegenüber
rührten sich Nichtworte in den Kaffee
nippten vom Zuckergebäck der Stille
und lächelten leer
Sie nahmen einander die Zeit
Liebe sonnige Grüße
Diana
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Niko
ich glaube - rückruder, rückruder - das du am anfang und am ende schreiben kannst: "sie nahmen sich zeit"
also so:
Sie nahmen sich Zeit
saßen einander gegenüber
rührten sich Nichtworte in den Kaffee
und lächelten leer
Sie nahmen sich Zeit
ich glaube, der leser nimmt die wandlung des inhaltes im zweiten "sie nahmen sich zeit" ganz genau mit.
liebe grüße: niko
also so:
Sie nahmen sich Zeit
saßen einander gegenüber
rührten sich Nichtworte in den Kaffee
und lächelten leer
Sie nahmen sich Zeit
ich glaube, der leser nimmt die wandlung des inhaltes im zweiten "sie nahmen sich zeit" ganz genau mit.
liebe grüße: niko
Der Schlusszeile das "einander die" zu nehmen, halte ich nicht für gut.
Auch das "sich" in der Kaffeezeile zu streichen, empfinde ich als Schwächung. Dieses "sich" betont doch, dass die beiden sich die Nichtworte in den Kaffee rühren.
So finde ich es am besten (auch mit der Wiederholung von "Sie" in der zweiten Zeile und den damit 3 "Sie", es verstärkt diese Monotonie und Lethargie zwischen beiden:
Sie nahmen sich Zeit
Sie saßen einander gegenüber
rührten sich Nichtworte in den Kaffee
und lächelten leer
Sie nahmen einander die Zeit
Auch das "sich" in der Kaffeezeile zu streichen, empfinde ich als Schwächung. Dieses "sich" betont doch, dass die beiden sich die Nichtworte in den Kaffee rühren.
So finde ich es am besten (auch mit der Wiederholung von "Sie" in der zweiten Zeile und den damit 3 "Sie", es verstärkt diese Monotonie und Lethargie zwischen beiden:
Sie nahmen sich Zeit
Sie saßen einander gegenüber
rührten sich Nichtworte in den Kaffee
und lächelten leer
Sie nahmen einander die Zeit
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