Beitragvon Quoth » 16.02.2012, 09:12
Hallo Scarlett,
wie Niko bin auch ich am "Schlehenduft der Wiesen" hängen geblieben. Die Rechtfertigung leuchtet mir ein (hier sind alle Wiesen von sog. "Knicks" umgeben, Hecken, die überwiegend aus Hasel, Schwarzdorn/Schlehe und Holunder bestehen), also kommt das schon hin. Aber warum, da der "Geschmack des Waldes" keiner näheren Vergenauerung bedarf (z.B. Pilz- oder Harzgeschmack), braucht es die Schlehe hier überhaupt? Warum nicht einfach "Duft der Wiesen"????
Hinzukommt, dass Schlehe die Frucht des Schwarzdorns ist und keinerlei Duft verströmt, duften tut der Schwarzdorn, wenn er blüht ... Dass der Schwarzdorn vielfach "pars pro toto" als "Schlehe" bezeichnet wird, ist eigentlich unzutreffend. Bei den Obstbäumen machen wir es freilich ebenso, sagen allerdings selten "die Birne blüht", "die Kirsche blüht", sondern setzen dann doch den Baum hinzu.
Mit Gruß
Quoth
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.