matrjoschka

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
scarlett

Beitragvon scarlett » 12.02.2012, 19:49

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Eule
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Beitragvon Eule » 12.02.2012, 20:11

Hallo scarlett, mir gefällt dieser Text, v.a. wegen der überraschenden Wende in den letzten drei Strophen. Plötzlich bekommen da die Bilder Farben und Töne. Klasse ! Herzliche Grüße !
Ein Klang zum Sprachspiel.

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 12.02.2012, 22:44

Wunderschön! Für mich ist da - anders als für Eule - keine überraschende Wende drin, sondern es ist eine Art "Zoomen", immer kleiner und konzentrierter werdend, bis man dann wieder in die Weite denkt. Ich kann so gut mitgehen ... ein Text, der mich also sehr berührt.

scarlett

Beitragvon scarlett » 13.02.2012, 08:35

oh wie mich das freut!

und ja ja ja ... genau, um dieses zoomen, wie du es genannt hast, amanita, darum ging es mir.
daher auch die idee mit dieser russischen puppe, die zwar jetzt für mich persönlich nicht DIE bedeutung hat, weil der kontext für mich persönlich ein anderer ist, aber das ist unerheblich, für das gedicht allemal.
es ging mir um dieses bewahren, und das, was bewahrt werden soll, musste so klein gemacht werden, um es überhaupt ungesehen mitnehmen zu können ...

habt dank!

scarlett

Mucki
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Beitragvon Mucki » 13.02.2012, 14:16

Sehr fein, liebe Monika!

Vor allem - surprise surprise *lach* - gefällt mir, abgesehen vom Rein- und Rauszoomen, das dir trefflich gelungen ist, hier das "schmugglerherz". Das trifft es so wunderbar und darauf muss man erst mal kommen!

Liebe Grüße
Gabi

scarlett

Beitragvon scarlett » 13.02.2012, 14:23

hey gabi, wie schön, dass es dir zusagt. danke fürs kundtun.

und was das schmugglerherz anbelangt - lach - als ehemalige hinter dem eisernen vorhang lebende musste ich mir ja was einfallen lassen, nech? ... :blink1:

guten wochenstart dir und liebe grüße,
monika

Niko

Beitragvon Niko » 13.02.2012, 14:26

hallo scarlett!

ein starker text wieder einmal von dir! was mich - als gärtner - etwas irritiert, ist der "schlehenduft der wiesen". ntürlich ahne ich, was du meinst. aber wiesen riechen erstmal doch nicht nach schlehen? hm....nuja......vielleicht eher ne aufzählung? "den schlehenduft, die wiesen"?

nix desto trotz: super text! :hut0039:

liebe grüße: niko

scarlett

Beitragvon scarlett » 13.02.2012, 14:30

hallo niko,

schön dich hier zu lesen.
danke für deine rückmeldung.

und ja, natürlich hast du nicht ganz unrecht mit deinem kleinen einwand, man muss sich das so vorstellen, dass die ränder der wiesen gesäumt waren mit schlehenbüschen/sträuchern und deren duft lag förmlich überall in der luft ... d. h man muss gar nix, aber allein so macht es sinn und so gibt es das auch tatsächlich. es kommt halt auf die landschaft drauf an.

liebe grüße,
scarlett

Gerda

Beitragvon Gerda » 14.02.2012, 09:35

Liebe Monika,

hier erweist sich wieder einmal mehr, in einem deiner Texte, dass sie "Herz" haben dürfen. ;-)
Das "Schmugglerherz" gefällt mir hier ganz besonders. Es hat etwas Geheimnisvolles, "riecht" nach Abenteuer und Gefahr.
Das "Fetzenherz" ... was sich in Stücke reißt, ist ebenso außergewöhnlich und treffend zu nennen.
Dem "Zoom" kann ich gut folgen, wobei ich finde, es handle sich eher um einen "Schwenk" der Dichter-Kamera, weswegen mir der Titel auch fremd ist. (Ich kenne diese Puppen).
Für mich, sehr gelungen. :daumen:

Liebe Grüße
Gerda
Zuletzt geändert von Gerda am 16.02.2012, 09:16, insgesamt 1-mal geändert.

scarlett

Beitragvon scarlett » 14.02.2012, 14:28

liebe gerda,

*schmunzel* bzgl "herz".

herzlichen dank für deine rückmeldung, hat mich sehr gefreut!

was du zum zoom und schwenk schreibst, versteh ich nicht so ganz, aber egal, hauptsache, du konntest folgen - und mit dir natürlich auch andere leser, wie ich hoffe.

liebe grüße,
monika

Quoth
Beiträge: 1853
Registriert: 15.04.2010
Geschlecht:

Beitragvon Quoth » 16.02.2012, 09:12

Hallo Scarlett,
wie Niko bin auch ich am "Schlehenduft der Wiesen" hängen geblieben. Die Rechtfertigung leuchtet mir ein (hier sind alle Wiesen von sog. "Knicks" umgeben, Hecken, die überwiegend aus Hasel, Schwarzdorn/Schlehe und Holunder bestehen), also kommt das schon hin. Aber warum, da der "Geschmack des Waldes" keiner näheren Vergenauerung bedarf (z.B. Pilz- oder Harzgeschmack), braucht es die Schlehe hier überhaupt? Warum nicht einfach "Duft der Wiesen"????
Hinzukommt, dass Schlehe die Frucht des Schwarzdorns ist und keinerlei Duft verströmt, duften tut der Schwarzdorn, wenn er blüht ... Dass der Schwarzdorn vielfach "pars pro toto" als "Schlehe" bezeichnet wird, ist eigentlich unzutreffend. Bei den Obstbäumen machen wir es freilich ebenso, sagen allerdings selten "die Birne blüht", "die Kirsche blüht", sondern setzen dann doch den Baum hinzu.

Mit Gruß
Quoth
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.

Gerda

Beitragvon Gerda » 16.02.2012, 09:21

Vielleicht ginge "Schwarzdornduft", der tatsächlich äußerst intensiv im Frühjahr über Wiesen, an Waldrändern in der Luft liegen kann, sodass man ihn nicht vergisst, wenn man ihn einmal wahrgenommen hat ...

Zwischengrüße
Gerda

scarlett

Beitragvon scarlett » 16.02.2012, 10:16

hallo quoth,

warum ich die schlehe hier brauche?
na ja, es ist das herbe, bittere der frucht im gegensatz zum süßen duft der blüte ...
ich fand das zur beschriebenen situation passend ...
darum ist es hier das detail und bei den wäldern nicht.

hab dank für deine rückmeldung, ich hab mich gefreut, dich hier zu lesen.

liebe gerda,

der schwarzdornduft - ja ja ... aber denkt dann noch jemand an die frucht, die bittere schlehe?

liebe grüße euch,
scarlett

Gerda

Beitragvon Gerda » 16.02.2012, 11:37

... da sieht man/frau auch - ;-) mal wieder, wie achtsam man hinter und durch die worte hindurch lesen muss ...

Liebe Monika,
ich finde es einleuchtend, was du schreibst.

Liebe Grüße
Gerda


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