Als ob die Eltern schlafen ...

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Louisa

Beitragvon Louisa » 12.04.2011, 18:18

(Huhu! Ich erwache gerade aus meinem Winterschlaf :sleepy1: ... und würde mich sehr über Verbesserungsvorschläge, etc. freuen! Vor allem über den Titel bin ich noch nicht ganz glücklich. Mir gingen auch andere wie "Sturmfrei" und allerlei Ähnliches durch den Kopf... aber schaut selbst: Merci! :blumen: )



Es ist als ob die Eltern schlafen
und wir brechen ihr Verbot.
Wogend liegt die Welt im Hafen
und ich zieh dich in mein Boot.

Am Strand zerbröckeln Plattenbauten,
die Papageien klingen alt.
Verschlossen sind die Veilchen
in einem Katalog im Wald;

aber ich mag sie dir öffnen
und auf deine Schultern malen.
Merkst du nicht, wir sind so jung,
dass wir noch echte Zähne haben.

Die Zungen sind uns noch sehr frei
und nicht gezwungen - mir blüht
im Magensaft ein Seerosenbouquet
und dir im Kopf Kastanien, die

ihre Früchte in der Augenhöhle tragen.
Das blüht mir und das will ich gerne sagen,
doch ich öffne nur mit einem jungen Zahn
mein Bier an dieser Tanke

und wie ein Seemann fängst du bald
zu saufen an. Ob wir ertrinken?
Ganz egal, es ist gewiss die Zeit,
wo alle Eltern schlafen
.



Änderungen:

1. Aus "Am Strande bröckeln Plattenbauten..." wurde "Am Strand zerbröckeln..."

2. Hinter den "Veilchen" habe ich das Komma gestrichen, damit man nun lesen kann, dass sich die Veilchen im Katalog befinden, welcher wiederum im Wald liegt :smile: (siehe Floras Kritik)

3. Das "Es ist als ob..." im Titel habe ich zu "Als ob" verkürzt.

4. Ich meinte "SeerosenBOUQUET" und nicht -BUCKET, was auch immer letzteres ist...

5. Habe das ""Danke" meinst du" - hinter "Tanke" gestrichen

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Eule
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Beitragvon Eule » 14.04.2011, 17:31

Hallo Louisa, ein frischer, frecher Text mit nachdenklichen Untertönen. Gefällt mir sehr gut und ich habe nicht einmal Einen Kritikpunkt gefunden ... :blink2:
Ein Klang zum Sprachspiel.

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ferdi
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Beitragvon ferdi » 14.04.2011, 20:13

Hallo Louisa!

Was meint hier "Bucket"?! Die Wikipedia-Auswahl scheint mir nicht zielführend: Dämpfer für Blechblasinstrumente, maritime Gründungsart, abstrakte Datenstruktur, umlaufender Ort in einem Teilchenbeschleuniger. Spannende Begriffe, aber... ;-)

Ich mag solche Verse nicht:

Am Strande bröckeln Plattenbauten,

Das Dativ-e solltest du Ältertümlern wie mir überlassen, und außerdem leiert es schlimm - was ein vergleichendes

Am Strand zerbröckeln Plattenbauten,

weit weniger täte. Aber das ist naürlich schwer verallgemeinerbares Meckern über eher nicht so wichtiges. Das Gedicht an sich scheint mir gelungen.

Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)

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leonie
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Beitragvon leonie » 14.04.2011, 20:28

Liebe Louisa,

mir gefällts auch. "Sturmfrei" fände ich als Titel auch gut. Psast doppelt, zum Bootsbild und zu den Eltern.

Das Einzige, was mich ein wenig "raushaut", ist die Tanke, die bringe ich mit dem Rest nicht zusammen...

Feiner Text. Gestern entdeckte ich noch einen von Dir, rate, wo. Herzlichen Glückwunsch dazu!

Liebe Grüße

leonie

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 15.04.2011, 09:11

Hallo Louisa,

ich steh mal wieder auf dem Schlauch. .-) Ich kann gut deine Stimme dazu hören, und es ist bestimmt auch lustig und ernst und hintersinnig, aber wenn ich dann genau hinschaue, ist von den Bildern und rhythmisch, sprachlich so unklar, so dass ich nicht hinterherkomme.
Ich bin mal im Text:

Es ist als ob die Eltern schlafen
und wir brechen ihr Verbot. warum "und" und welches "Verbot", es scheint sich ja auf ein konkretes zu beziehen
Wogend liegt die Welt im Hafen Wenn du hier schreiben würdest "meine Welt" oder "unsere Welt" wäre es für mich eher lesbar. Oder statt "liegt" - "ist", oder "wogend fühlt die Welt sich an im Hafen"? So kann ich mir das schlecht Vorstellen, weil der Hafen ja Teil der Welt ist?
und ich zieh dich in mein Boot. Den Reim Verbot-Boot würde ich versuchen zu vermeiden zumal dann in der nächsten Strophe der "Reim" alt-Wald kommt und es sich dann beim malen-haben ganz verhaspelt und dann für mich klingt, als hätte der Autor seine gewählte Form einfach nicht mehr erfüllen können.

Am Strande bröckeln Plattenbauten,
die Papageien klingen alt.
Verschlossen sind die Veilchen,
in einem Katalog im Wald; Wo kommt denn plötzlich der Wald her? Und warum liegt im Wald ein Katalog, nicht eher anders herum, der Wald im Katalog?

aber ich mag sie dir öffnen
und auf deine Schultern malen. Das ganze Veilchenbild gefällt mir sehr, ich bekomme es nur mit dem Rest nicht zusammen
Merkst du nicht, wir sind so jung,
dass wir noch echte Zähne haben. Hier stolpere ich rhythmisch und auch inhaltlich. Malt LIch mit den Zähnen, oder warum soll er das "merken"? Und was bedeutet das "echte Zähne" haben hier für LIch?

Die Zungen sind uns noch sehr frei
und nicht gezwungen - mir blüht ganz großer rhythmischer Stolperer, hier kann ich mir nicht einmal vorstellen, wie du es liest. Und wann sind Zungen denn gezwungen, wenn man keine echten Zähne mehr hat? Das idealisiert "Jugend" für mich auf eine Weise, die mir zu platt daherkommt.
im Magensaft ein Seerosenbucket Ich vermute du meinst "Bukett"? Das ist mir zu betont ein Blümchenklischee aufbrechen wollend, als ob du schnell den "Ernst" der Veilchenstrophe wieder wegwischen wolltest, ohne dass es mir als Bild etwas sagt. Vor allem passt das Bukett dann auch wieder nicht zum "freien" da es ja arrangiert ist?
und dir im Kopf Kastanien, die

ihre Früchte in der Augenhöhle tragen.
Das blüht mir und das will ich gerne sagen, Ein nettes Sprachspiel, aber wohin zeigt es, was blüht ihr denn? Also doch keine Idealisierung, die Zunge ist auch hier schon gehemmt?
doch ich öffne nur mit einem jungen Zahn
mein Bier an dieser Tanke. "Danke" meinst du Wie kommen sie denn an die Tanke, ich dachte sie sind im Boot? Und Tanke, Danke hatten wir ja erst kürzlich bei Quoths Klingelinggedicht. Heißt LIch Anke? :o)) Das funktioniert auch hier für mich nicht.

und wie ein Seemann fängst du bald
zu saufen an. Ob wir ertrinken? Er fängt zu saufen an, das klingt reichlich desillusioniert und wenig "erotisch", womit ja vermutlich das Gedicht schon spielen will? Und wieso kommt dann die Frage, ob sie ertrinken, ist das reine Sprachspielerei?
Ganz egal, es ist gewiss die Zeit,
wo alle Eltern schlafen Es ist egal, ob sie ertrinken, weil die Eltern schlafen? Am Ende dann der Vorwurf, dass die Eltern ihrer Verantwortung nicht gerecht werden, nicht auf ihre Kinder aufpassen, sie nicht "retten"? Alkoholismus?

Vielleicht muss man das alles auch gar nicht verstehen, oder es liegt an mir, dass ich da einfach kein Gefühl für bekomme und es sich darüber erschließen müsste. Ich sehe allerdings schon ein bisschen die Gefahr, dass man deine Gedichte zu "leicht" nimmt und annimmt. So ein wenig, wie wenn man ein Lied mitträllert und sich manchmal hinterher fragt, was man da denn überhaupt gesungen hat.

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

Niko

Beitragvon Niko » 15.04.2011, 10:56

als ob die eltern schlafen - das fände ich als titel gut, louisa.

mir gefällt dein text. ist frisch und unverbraucht. außer dem "strand-e einwand von ferdi, dem ich mich voll und ganz anschließe, hab ich nix an kleinigkeiten gefunden, was evtl unstimmig wäre oder stören würde. und das wesentliche ist einwandFrei.

liebe grüße: niko

Louisa

Beitragvon Louisa » 15.04.2011, 14:32

Hallo!

Danke für eure Kommentare! Ich muss unbedingt auch welche schreiben... Aber jetzt fangen ja zum Glück die Osterferien an, da habe ich mir Zeit - wie auch immer :smile: ...

Danke an Arne! Wenn du noch lange genug draufschaust entdeckst du bestimmt noch 1000 Fehler :smile: !

Ferdi, deine Vorschläge haben mir sehr geholfen und ich habe gerne alles übernommen. Hihi....ich meinte das "Bouquet" auch "Bukett" geschrieben - eine "harmonische Zusammenstellung von Blumen" :smile:

Hallo Leonie! Danke für dein Kommentar! Ja, über diesen veröffentlichten Text habe ich mich auch sehr gefreut, aber ich hätte gerne andere "Seiten-Nachbarn" gehabt, weißt du :smile: ? Also, dass andere Leute neben mir stehen :smile: ... die meisten anderen Texte in dem Buch finde ich ehrlich gesagt doof *lach*

Nun zu diesem Text: Ich glaube ich lasse den Titel jetzt so (mit der leichten Abkürzung)... Dass dich die "Tanke" raushaut ist schade... aber ich kann auch nicht viel tun als dir das vielleicht nahe zu bringen... Also für mich ist das einfach wie im gesamten Text dieses Zwischenspiel aus idealisierter Traumwelt, die aus einem Strand, Veilchen, Wäldern, dem Meer, einem Hafen, Booten, Seerosen, Kastanien, Jugend, Freiheit, etc. besteht und der tatsächlichen Welt, die doch eher von Plattenbauten, Magensäften, Stürmen, Dunkelheit, Augenhöhlen und eben auch Bier an Tankstellen geprägt ist... Für mich ist das wie ein ständiger Kampf zwischen diesen beiden Welten im Gedicht... Am Ende siegt die Tankstelle :smile:

Also auf jeden Fall vielen Dank für deinen Kommentar!

Hallo Flora!

Puh, das ist ja ein Batzen :smile: ! Aber danke für die viele Mühe und Genauigkeit!

Also - zum Verbot der Eltern:

Naja, findest du nicht auch, dass das eine gewisse Grundstimmung, sozusagen "Ur-Stimmung" ausdrückt? Für mich steht jedenfalls die Zeit aus meiner Kindheit, in der meine Eltern fort waren oder geschlafen haben für einen Zeitraum, in dem praktisch alles erlaubt ist und jegliche Verbote überschritten werden können. Ich weiß wie ich, als meine Eltern auf dem "Elternabend" waren mir wie eine Verrückte Aktenzeichen XY, das Schweigen der Lämmer angeschaut habe, heimlich aus der Weinflasche getrunken habe, eine Zigarre von meinem Vater gekostet habe, mindestens einen Liter Schockoladenpudding gefressen habe und dann stundenlang mit einer Schulfreundin am Telefon gequatscht habe, mit dieser das Radio angerufen habe und mir ein Lied für meinen großen Schwarm, einen Fernsehmoderator gewünscht habe :smile: ... das ist für mich eine unverwechselbare Stimmung voller Freiheit... später setzt man sich ja eher seine eigenen Gewissens- und Anstandsverbote - früher war es noch "das Verbot der Eltern", finde ich. Deshalb "ihr" Verbot.

Zur Welt:

Zu einem Schiff würde man ja auch sagen: Es liegt im Hafen. Deshalb liegt auch die Welt für mich im Hafen. Für mich persönlich, aber das muss man so nicht sehen, ist die Welt hier ein dunkles wellenreiches Meer, dass eben wogend im Hafen liegt. Unergründlich, gefährlich, herausfordernd, geheimnissvoll... genau das, was gut zu einem Verbot passt eben.

Deine Vorschläge dazu sind interessant, geben aber nicht ganz das wieder, was ich mir vorstelle. Ich würde es auch nicht so eng sehen, dass der Hafen Teil der Welt sei - im Grunde sind auch die Menschen, die das da erzählen Teil der Welt oder? Alles ist ja Teil der Welt, aber für mich stellt das Wort "Welt" in diesem Zusammenhang" eher einen Aspekt des Unbekannten, der Freiheit und der Ferne dar.

Ach, bei den Reimen halte ich doch nie lange eine Form durch :smile: ... daran kann man sich glaube ich gewöhnen. Ich finde das ja auch immer ganz lustig... Es ist für mich auch so ein kleines Augenzwinkern den ganz stringenten und klassischen Gedichten gegenüber - was hier noch ziemlich klassisch und geordnet anfängt löst sich dann bald im Chaos auf :smile: ...

Mit dem Katalogproblem hast du Recht. Deshalb habe ich ein Komma nach "Veilchen" gestrichen. Jetzt sind diese im Katalog und der ist immer noch im Wald.

Ähm... die Zähne haben gar nicht so viel mit dem "Malen" zu tun. Es steht nur nebeneinander und der Zusatz "Merkst du nicht..." gehört eher zu dieser Art von Überzeugungskunst dem angesprochenen Gegenüber. Wie eine Verführung zum Unrechten :smile: ...

"Echte Zähne" sind für mich keine künstlichen. :eek: Viele Menschen sagen ja so: "Ich habe noch meine echten!"

Ich sage danach ja nur, dass AUßERDEM unsere Zungen nicht gezwungen sind (ein toller Reim oder :smile: ?) - aber das dies nun aus den echten Zähnen zwangsmäßig folgt - davon steht da ja nichts. Es ist nur eine Aufzählung.

Wenn man jung ist macht es großen Spaß die Jugend zu idealisieren :smile: ... Wenn ich mal alt bin werde ich natürlich über sie meckern und das Alter idealisieren. Nach dem Motto: "Ich möchte ja bloß niemals wieder 17 sein!" - So ein Blödsinn :smile: ! Ich wäre gerne 17 :smile: ! Schon jetzt :eek: !

Aber ich lenke mich gerade selbst ab!

Zurück zu deinen Anmerkungen:

Ja, ich meinte Bouquet/Bukett - mmm... also - ich wollte eigentlich so ein bisschen mit diesen Begriffen wie "Schmetterlinge im Bauch" spielen und einen krassen Kontrast zwischen dieser hübschen Traumebene und der Tristesse einer Wirklichkeit herstellen... ich mag diese Zeilen eigentlich sehr gerne, weil sich vor meinem inneren Auge da abgefahrene Bilder zusammensetzen - wie bei solchen Gemälden:

http://www.reproarte.com/files/images/A ... herbst.jpg

Ob ein Bouquet nun frei ist oder nicht - auf jeden Fall ist es für mich schon traumwandlerisch und "frei" genug, dass es im Magensaft gedeiht :smile: !

Dann meine ich mit dem "Das blüht mir" in gewisser Weise so etwas wie "Das stelle ich mir für die Zunkunft vor" ... natürlich kann man auch hereinlesen "Das wird mir geschehen" - und sie erkennt dann ja letztendlich, dass sie eben doch in ihrer Welt gefangen bleiben und zwischen den Plattenbauten an der Tanke nur schwerlich ein Schiff zum ablegen zu finden ist - OBWOHL sie noch so jung sind.

Wieso es nun um eine Tanke, Bier und das Ertrinken (eher in ihrer tristen Wirklichkeit als tatsächlich) geht, habe ich ja glaube ich schon versucht zu erläutern.

Ach, wenn man meine Gedichte wie Lieder gerne mitträllert habe ich glaube ich schon sehr viel mehr erreicht als die meisten Leonce-und-Lena-Preisträger der letzten Jahre :smile: - Das stört mich nicht.

Demnächst im Repertoire: Anke sagt "danke" mit der Pranke an der Tanke auf der Banke für Kranke mit einer Flanke :smile: ...

Ja, Niko! Danke für deinen Vorschlag für den Titel. HAbe ich gerne übernommen. Freue mich, dass es dir gefällt!

Also, ich hoffe ich konnte euren Kommentaren gerecht werden.

Vielen Dank an alle :blumen:

Liebe Grüße,
l

scarlett

Beitragvon scarlett » 15.04.2011, 20:47

jetzt müsste nur noch der titel grammatisch korrekt gesetzt werden, dann ist das gar nicht übel geworden durch die kleinen änderungen.

scarlett

Max

Beitragvon Max » 15.04.2011, 21:21

Liebe Louisa,

fast alles, was ich sagen wollte, sit schon gesagt (vor allem durch Flora).

Aber ist es in Zeile 2 nicht brächen statt brechen - so als Konjunktiv?

Liebe Grüße
max

Louisa

Beitragvon Louisa » 16.04.2011, 10:45

Hallo Scarlett!

Ich giere danach zu erfahren was genau man am Titel verändern müsste, damit das Gedicht "nicht übel" wird :smile: ! Sonst hätte ich es wahrscheinlich schon getan...

Dankesehr.

Hallo Max!

Interessante Frage.

Ich weiß nicht genau - aber für mich ist das eine "als ob die Eltern schlafen" wie der Ausdruck eines Gefühls und das andere "Brechen das Verbot" erscheint mir eher wie ein tatsächlicher Entschluss.

Ich hätte nie gedacht, dass bei diesem Text so viele Unklarheiten aufkommen könnten :smile: ... Ich finde den total platt :smile:

Liebe Grüße!
l

scarlett

Beitragvon scarlett » 16.04.2011, 11:15

nach als ob ... gehört der konjunktiv.
als ob die eltern schliefen ... oder schlafen würden
und dann in der zweiten verszeile, wie auch max angemerkt hat, ebenfalls.

scarlett

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Beitragvon leonie » 16.04.2011, 13:01

o.T. Louisa, Du Verrückte. Hihi, da geiern Tausende, da rein zu kommen und Du beschwerst Dich über die Nachbarschaft. Da kann Dein Text doch fein glänzen...Ich finde, es sind schon ein paar sehr feine Texte drin, aber mit vielen kann ich auch wenig bis nichts anfangen (wobei ich das immer auf meinen mangelnden Sachverstand schob, es dank Deiner Äußerung aber jetzt auch zumindest teilweise den Texten anlasten kann, kicher).

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ferdi
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Beitragvon ferdi » 16.04.2011, 13:42

Hallo Louisa,

ich glaube nicht, dass du da einen Konjunktiv nehmen musst... Schließlich ist deine "Gedicht-Sprache" ziemlich nahe an der Umgangssprache, und die kommt inzwischen an solchen Stellen sehr gut ohne den Konjunktiv aus ;-)

Andererseits: Wenn du ihn beim ersten Prädikat wählst, kannst du beim zweiten durch Nutzung oder Nicht-Nutzung für etwas Bedeutungsklarheit sorgen:

Es ist als ob die Eltern schliefen
und wir brächen ihr Verbot.


= Es ist, als ob erstens die Eltern schliefen, und wir zweitens ihr Gebot brächen;

Es ist als ob die Eltern schliefen
und wir brechen ihr Verbot.


= Zum einen ist es, als ob die Eltern schliefen, zum anderen brechen wir ihr Gebot.

(Wenn du ganz pingelig wärest, müsstest du ja auch noch zwei Komma setzen... Also erst gar nicht damit anfangen ;-))

Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)

Louisa

Beitragvon Louisa » 20.04.2011, 12:30

@ Scarlett und Ferdi:

Danke! Das ist ja höchstinteressant :smile: ! Ich kann mich bei all diesen Versionen noch nicht so richtig entscheiden... mit der Grammatik habe ich es ja auch nicht so :smile: ... ich finde so wie es ist hört es sich eigentlich am Schönsten an, aber ich werde demnächst wohl doch eine eurer Versionen bevorzugen.

@leonie: Hihi... ach, ich verstehe überhaupt nicht an Hand welcher Kriterien Verlage, Lektoren oder Juroren Literatur bewerten... Mein Verleger hat gestern gesagt: "Und wenn du mal beim Bachmannpreis mitmachen willst, dann musst du nur einen einzigen teilnehmden Lektor kennen, der dich oder dein Buch toll findet. Dann kannst du mitmachen."
Toll :smile: ! Und abgesehen davon werden ja ganz viele Bücher 20 Mal abgelehnt bevor sie ein Bestseller werden dürfen - das bedeutet für mich: Die ganzen Literatur-Fuzis haben doch von nischt ´ne Ahnung :smile: ! Ich mache mein eigenes Jahrbuch :pfeifen: ... hihi ...


Na dann noch allen einen schönen Sonnentag!!!

l am Grill


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