bestandsaufnahme oder: ich bin nicht . der ich bin
Hallo Niko,
immer am rand
mit den händen in den taschen
und das herz verstreut
nur links von mir
hab ich mich liegen sehen
Das würde mir für sich genommen sehr gefallen! Ich finde auch die letzten beiden Zeilen genau richtig, weil sie sowohl symbolisch lesbar sind, aber mir auch eine Orientierung geben, und dadurch auch eine Bewegung ins Bild kommt, die man mitgehen kann, es "sichtbarer" wird.
Liebe Grüße
Flora
In den Taschen?immer am rand
mit den händen in der tasche
immer am rand
mit den händen in den taschen
und das herz verstreut
nur links von mir
hab ich mich liegen sehen
Das würde mir für sich genommen sehr gefallen! Ich finde auch die letzten beiden Zeilen genau richtig, weil sie sowohl symbolisch lesbar sind, aber mir auch eine Orientierung geben, und dadurch auch eine Bewegung ins Bild kommt, die man mitgehen kann, es "sichtbarer" wird.
Hier wird es mir persönlich zu groß (@Galaxien) und zu erklärend und nimmt somit dem starken Bild, das ich vor mir sehe, an Kraft, ohne dass es mir etwas hinzugibt. Das betrifft auch den Titel, den ich für sich genommen zwar spannend finde, der mir aber hier zu viel "will", oder den Einstieg zu sehr in den Kopf verlagert. .-)zwischen drei galaxien
ziemlich kopflos mit durchblick
den ich nicht erkenne
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
-
Niko
hallo ihr,
vielen dank für euer kommentieren und auseinandersetzen!
die tasche(n) lass ich jetzt mal außen vor. denn ich glaube, das hat etwas mit (umgangs)sprachgebrauch zu tun. finde ich davon ab auch nicht die erheblichste frage im text.
eure angst vor den galaxien versteh ich nicht. warum? ich meine, wir denken manchmal in solchen unendlichkeiten, dass drei galaxien doch nun wirklich ein klacks ist! ein empfinden zudem, dass andere raumvorstellungen füllt als das "normale denken". find ich jedenfalls.
auf den titel war ich eigentlich ziemlich stolz, denn er birgt viele möglichkeiten in sich. ich sehe das weniger als verkopft. und die bilder nach den galaxien finde ich auch nicht wirklich erklärend. im gegenteil. sie bleiben nach niko´scher manier schön im diffusen.
liebe grüße: niko
vielen dank für euer kommentieren und auseinandersetzen!
die tasche(n) lass ich jetzt mal außen vor. denn ich glaube, das hat etwas mit (umgangs)sprachgebrauch zu tun. finde ich davon ab auch nicht die erheblichste frage im text.
eure angst vor den galaxien versteh ich nicht. warum? ich meine, wir denken manchmal in solchen unendlichkeiten, dass drei galaxien doch nun wirklich ein klacks ist! ein empfinden zudem, dass andere raumvorstellungen füllt als das "normale denken". find ich jedenfalls.
auf den titel war ich eigentlich ziemlich stolz, denn er birgt viele möglichkeiten in sich. ich sehe das weniger als verkopft. und die bilder nach den galaxien finde ich auch nicht wirklich erklärend. im gegenteil. sie bleiben nach niko´scher manier schön im diffusen.
liebe grüße: niko
Hallo Niko,
Liebe Grüße
Flora
Für mich macht es schon einen großen Unterschied, ob ich hier ein LIch mit den Händen in den Hosentaschen vor mir sehe, oder eines, das die Hände in irgendeiner Tasche hat.die tasche(n) lass ich jetzt mal außen vor. denn ich glaube, das hat etwas mit (umgangs)sprachgebrauch zu tun. finde ich davon ab auch nicht die erheblichste frage im text.
Die Galaxien "bringen" mir hier einfach nichts, sondern überlagern und verstellen durch ihre Größe, Übersteigerung und Unvorstellbarkeit nur das Eigentliche, lenken ab. Vielleicht denke ich aber auch einfach in kleineren Maßstäben. .-)eure angst vor den galaxien versteh ich nicht. warum? ich meine, wir denken manchmal in solchen unendlichkeiten, dass drei galaxien doch nun wirklich ein klacks ist! ein empfinden zudem, dass andere raumvorstellungen füllt als das "normale denken". find ich jedenfalls.
Viele Möglichkeiten heißt für mich meist aber schon, dass der Kopf zu arbeiten anfängt und erst mal daran hängenbleibt? Ich mag das ja selbst auch gern, fürchte aber, dass am Ende oft für den Leser eben kein "mehr" daraus entsteht und auch nicht die gleiche Freude an den Interpretationsmöglichkeiten aufkommt, die man vielleicht selbst beim Schreiben hatte.auf den titel war ich eigentlich ziemlich stolz, denn er birgt viele möglichkeiten in sich. ich sehe das weniger als verkopft.
Erklären bedeutet ja leider auch nicht zwangsläufig, dass es dadurch besser verstanden wird. .-) Es entsteht an der Stelle für mich einfach ein Druck, ähnlich wie beim Titel, der für mich ganz persönlich nicht zum Rest des Gedichtes passt.und die bilder nach den galaxien finde ich auch nicht wirklich erklärend. im gegenteil. sie bleiben nach niko´scher manier schön im diffusen.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Ich hatte den Titel als Wechselspiel zwischen Inhalt und Interpunktion verstanden. Ein Punkt beendet oder trennt oft Sätze Inhalte, Sachverhalte und - ja, auch Menschen. Galaxien, ein positives, vielfältiges, aber nicht festgelegtes Bild. Dieses Experiment gefällt mir sehr gut.
Zuletzt geändert von Eule am 31.03.2011, 21:43, insgesamt 1-mal geändert.
Ein Klang zum Sprachspiel.
-
Niko
danke, arne - ich freue mich, dass dir mein experiment geglückt ist!
liebe flora - wenn ich die tasche nehme, dann endert sich nichts dadurch, dass ich einen plural daraus mache. gut: dann sind es "die taschen" - aber aufschluss ob hosen - oder handtasche gibt es immer noch nicht.
wenn für dich ein "druck entsteht" nach den galaxien, dann kann ich damit wenig anfangen. was für ein druck? fühlst du dich in die enge getrieben? versteh ich nicht...
liebe grüße: niko
liebe flora - wenn ich die tasche nehme, dann endert sich nichts dadurch, dass ich einen plural daraus mache. gut: dann sind es "die taschen" - aber aufschluss ob hosen - oder handtasche gibt es immer noch nicht.
wenn für dich ein "druck entsteht" nach den galaxien, dann kann ich damit wenig anfangen. was für ein druck? fühlst du dich in die enge getrieben? versteh ich nicht...
liebe grüße: niko
Hallo Niko,
Liebe Grüße
Flora
Vielleicht so: an den Stellen nehme ich den Autor, die Konstruktion, also die Schreibebene wahr, was mich aus dem Gedicht rauswirft und den Eindruck entstehen lässt, dass ich als Leser interpretieren soll, weil der Autor sich schließlich etwas dabei gedacht hat. Besser kann ich es leider gerade nicht erklären.wenn für dich ein "druck entsteht" nach den galaxien, dann kann ich damit wenig anfangen. was für ein druck? fühlst du dich in die enge getrieben? versteh ich nicht...
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 7 Gäste
