inventur
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Niko
inventur*
und darin ist brot
sauerteig im ofen gebacken
von schwieligen händen geformt
und wieder darin
ein choral der reinen art
schwebend über hängenden aussichten
und darum
ein paket aus postkarten
bunt bedruckt und gestempelt
ein segeltuch über blauem mohn
möcht ich sein
doch in dem gestirnten
blüht ein irrlicht
das vergessen zur frucht
*vorher: ventur
"schwielenden" in "schwieligen" geändert
Zuletzt geändert von Niko am 03.10.2010, 11:20, insgesamt 4-mal geändert.
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Max
Hallo Niko,
das geht mir sehr ähnlich wie Scarlett.
"Ventur" ist zumindest in den mir geläufigen Sprachen kein Wort, stets fehlen so ein bis zwei Vokale.
Jede Strophe für sich erzählt etwas, ist kräftig - aber ich lese auch nur jede Strohe getrennt, weil sich das Bild nicht bis in die nächste Strophe retten lässt ....
Vielleicht täte etwas Lesehilfe gut.
Liebe Grüße
Max
das geht mir sehr ähnlich wie Scarlett.
"Ventur" ist zumindest in den mir geläufigen Sprachen kein Wort, stets fehlen so ein bis zwei Vokale.
Jede Strophe für sich erzählt etwas, ist kräftig - aber ich lese auch nur jede Strohe getrennt, weil sich das Bild nicht bis in die nächste Strophe retten lässt ....
Vielleicht täte etwas Lesehilfe gut.
Liebe Grüße
Max
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Niko
hallo scarlett, hallo max!
danke zunächst mal für eure beschäftigung mit diesem text!
mal gleich zum titel:
ich räume ein, dass der titel dem leser nicht gerade hinweise gibt. und meine ideen bei der titeltaufe sind so verworren, dass ich nicht erwarten kann, dass irgend ein mensch das nachvollziehen kann. ich werde also über die änderung des titels grübeln müssen.
die basis für den titel ist "inventur" das gedicht soll eine bestandsaufnahme eines lyrichs sein. meine von mir aus. aus dem befinden heraus ist das nach innen gekehrte, die sicht nach innen versperrt. die silbe "in" bei "inventur", bzw. das weglassen sollte darauf hinweisen. zudem aber bedeutet "venturus" soviel wie der kommende, ich glaube auch: jüngling. somit wäre wieder hoffnung gesetzt. - aber ich muss einräumen, dass das wohl nicht erkennbar sein kann!
vielleicht wäre mit dem titel "bestandsaufnahme" ein schlüssigeres lesen geschaffen?
es freut mich jedenfalls, dass euch die bilder der strofen gefallen!
liebe grüße: niko
danke zunächst mal für eure beschäftigung mit diesem text!
mal gleich zum titel:
ich räume ein, dass der titel dem leser nicht gerade hinweise gibt. und meine ideen bei der titeltaufe sind so verworren, dass ich nicht erwarten kann, dass irgend ein mensch das nachvollziehen kann. ich werde also über die änderung des titels grübeln müssen.
die basis für den titel ist "inventur" das gedicht soll eine bestandsaufnahme eines lyrichs sein. meine von mir aus. aus dem befinden heraus ist das nach innen gekehrte, die sicht nach innen versperrt. die silbe "in" bei "inventur", bzw. das weglassen sollte darauf hinweisen. zudem aber bedeutet "venturus" soviel wie der kommende, ich glaube auch: jüngling. somit wäre wieder hoffnung gesetzt. - aber ich muss einräumen, dass das wohl nicht erkennbar sein kann!
vielleicht wäre mit dem titel "bestandsaufnahme" ein schlüssigeres lesen geschaffen?
es freut mich jedenfalls, dass euch die bilder der strofen gefallen!
liebe grüße: niko
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Max
Hm, wenn mich mein Latein nicht trügt, kommt Inventur von invenire, was schon im Lateinischen verwirrenderweise finden oder erfinden heißt. Inventur ist also mehr das was man so (er)findet, das Ge- oder Erfundene. bei Ventur ist es ein wenig als schriebest Du "Fundene" in den Titel .. damit hätte ich vermutlich ähnliche schwieriigkeiten gehabt .gif)
.gif)
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scarlett
Lieber Niko,
ja ja, an die Inventur hab ich shcon auch gedacht, klar ... Bestandsaufnahme wär da vielleicht als mögliche Änderung sinnvoll.
Die ersten drei Strophen passen mir denn auch zusammen, die vierte allerdings sehe ich als eigenständiges kleines Gedicht mit großem Inhalt.
In S3 wär vielleicht "drumherum" auch eine Alternative oder wär dir das dann zu klar/einfach?
allerdings dem Paket würd ich unbedingt das "c" klauen, es sei denn, ich versteh hier wieder was nicht ...
Auf jeden Fall, ich lese es immer wieder, irgendwie lässt es mich nicht los.
LG
scarlett
ja ja, an die Inventur hab ich shcon auch gedacht, klar ... Bestandsaufnahme wär da vielleicht als mögliche Änderung sinnvoll.
Die ersten drei Strophen passen mir denn auch zusammen, die vierte allerdings sehe ich als eigenständiges kleines Gedicht mit großem Inhalt.
In S3 wär vielleicht "drumherum" auch eine Alternative oder wär dir das dann zu klar/einfach?
allerdings dem Paket würd ich unbedingt das "c" klauen, es sei denn, ich versteh hier wieder was nicht ...
Auf jeden Fall, ich lese es immer wieder, irgendwie lässt es mich nicht los.
LG
scarlett
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Niko
"packet" ist keiner größeren bedeutung untergeordnet, sondern schlicht ein dreckfuhler...-danke für den hinweis, scarlett! das vierte eigenständige ströphchen soll eigentlich von der sehnsucht erzählen, einer wunschvorstellung, einen traum zu haben, was aber unerreichbar ist. oder unerreichbar scheint?
ich weiß, wie toll es ist, wenn ich ein gedicht lese, was mich so dermaßen fasziniert, dass ich es immer und immer wieder lesen muss. von daher erfüllt mich deine anmerkung diesbezüglich mir größter freude!
liebe grüße: niko
NACHTRAG: habe einen alternativen titel unter die originalversion gepostet
ich weiß, wie toll es ist, wenn ich ein gedicht lese, was mich so dermaßen fasziniert, dass ich es immer und immer wieder lesen muss. von daher erfüllt mich deine anmerkung diesbezüglich mir größter freude!
liebe grüße: niko
NACHTRAG: habe einen alternativen titel unter die originalversion gepostet
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Niko
fliegt ein kuckuck über´s meer, worin ein hai schwimmt. ruft der Hai "kuckuck" und der kuckuck "Hai!"
ne, max....ich sträube mich nicht gegen bestandsaufnahme. es ist für mich ein unterschied, zumindest ein gefühlter. aufnahme eines bestandes - das kann darauf hindeuten, dass man den bestand in sich aufnimmt. rückt also vom gebräuchlichen "bestandsaufnahme" ab, was mehr von auflistung und zählen ausgeht.
liebe grüße: niko
ne, max....ich sträube mich nicht gegen bestandsaufnahme. es ist für mich ein unterschied, zumindest ein gefühlter. aufnahme eines bestandes - das kann darauf hindeuten, dass man den bestand in sich aufnimmt. rückt also vom gebräuchlichen "bestandsaufnahme" ab, was mehr von auflistung und zählen ausgeht.
liebe grüße: niko
Lieber Niko,
auch wenn dies ein Gedicht ist mit Bildern, deren Schlüssel irgendwo in den Büschen liegt (vgl. Renée Lomris' Übersetzungsaufgabe), gefällt es mir allein schon wegen des Themas "bestandsaufnahme" - für das Du meines Erachtens ebenso gut wenn nicht besser "inventur" titeln kannst. Oder Du musst, wenn Dir der fehlende Zugang zum Innen so wichtig ist, eventuell "(in)ventur" schreiben, das "ventur" allein ist so recht nur was, wenn man Deine verwickelte Erklärung kennt.
Ich habe noch ein Problem mit den "schwielenden" Händen. Das Verb "schwielen" ist ein Neologismus. Warum nicht "schwieligen" Händen? Mit Neologismen ist das so eine Sache - ich finde, wenn man sie benutzt, sollte man sie öfter benutzen, sonst schwimmen sie wie ein einziges Fettauge auf dem Text.
Gut gefällt mir, wie Du einen "choral der reinen art" in den Text verpackt hast. Das erinnert mich an das Bachzitat in Alban Bergs Violinkonzert.
Gruß
Quoth
auch wenn dies ein Gedicht ist mit Bildern, deren Schlüssel irgendwo in den Büschen liegt (vgl. Renée Lomris' Übersetzungsaufgabe), gefällt es mir allein schon wegen des Themas "bestandsaufnahme" - für das Du meines Erachtens ebenso gut wenn nicht besser "inventur" titeln kannst. Oder Du musst, wenn Dir der fehlende Zugang zum Innen so wichtig ist, eventuell "(in)ventur" schreiben, das "ventur" allein ist so recht nur was, wenn man Deine verwickelte Erklärung kennt.
Ich habe noch ein Problem mit den "schwielenden" Händen. Das Verb "schwielen" ist ein Neologismus. Warum nicht "schwieligen" Händen? Mit Neologismen ist das so eine Sache - ich finde, wenn man sie benutzt, sollte man sie öfter benutzen, sonst schwimmen sie wie ein einziges Fettauge auf dem Text.
Gut gefällt mir, wie Du einen "choral der reinen art" in den Text verpackt hast. Das erinnert mich an das Bachzitat in Alban Bergs Violinkonzert.
Gruß
Quoth
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.
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