Guten Morgen Nicole,
Nicole hat geschrieben:Hallo Gerda,
nun, auch ich mag die Form des Gedichts nicht. Ich bevorzuge Gedichte, die weniger formal daher kommen. Aber das ist mein persönlicher Geschmack. Ob die gewählte Form nun formvollendet ist, kann ich nicht beurteilen. Mag sein, mag auch nicht sein. Dies sollen andere beurteilen. Ich tue es, wie ich es immer tue, rein aus dem Bauch heraus.
Ja, Nicole es steht dir auch völlig frei diese Form - also das Gedicht nicht zu mögen, dafür bedarf es keinerlei Rechtfertigung.
Etwas ungünstig finde ich hingegen die Art, wie du gleich mit der Tür ins Haus fällst, weil ich so nicht nachvollziehen kann, weshalb du überhaupt kommentierst. Es muss dich ja etwas bewegt haben, denn sonst hättest du ganz sicher keine Zeit in diesen Kommentar investiert und dafür danke ich dir.
Mich kannst du ja damit auch nicht schrecken. allerdings wäre e sinsgesamt immer angebracht zunächst einmal auf
Stärken eines Textes zu reflektieren.
Vorab, ich habe die Kommentare nur überflogen, mir ist die Diskussion ( ist die Kritik persönlich, oder ist sie es nicht, wer hat angefangen mit dem Schippchen schmießen im Sandkasten) ehrlich gesagt zu blöd. Daher mag es sein, das ich nun wiederhole, was schon jemand geschrieben hat...
Macht nichts, ich wiederhole mich wahrscheinlich auch.
Für mich ist der Inhalt des Gedichts der "Leidensweg" eines Lyrikers im Salon (beispielsweise).
Ursächlich intendiert war etwas anderes, eiigentlich eine Art "Halbwertzeit der Worte, deren Verfallsdatum inbegriffen", jedenfalls habe ich den Text nicht auf den Salon "gemünzt", wie ich an anderer Stelle schon schrieb.
Selbstverständlich aber ist dass Gedicht allgemein dahingehend zu lesen und zu interprtieren.
Er pfückt sich Worte und formt daraus ein Gedicht, das er selbst auch gar wunderbar findet. Mag sein, er sieht bereits einige Schwachstellen (gedrückte Stellen, Schrunden) aber er übersieht sie, da er sich selbst an seinem Werk berauscht. Also schreibt er es nieder.
Dann geht es daran, die Ernte zu bewerten - zu wiegen. Damit wären wir hier im Salon (beispielsweise). Und dann wird gewogen, bewertet, der "Krieg" beginnt... Am Ende ist das Werk quasi "vergällt", nun schimmelig und faul.
Könnte es nicht auch sein, dass die Worte eines DUs gepflückt und gewichtet werden?
Unabhängig von der Form fehlt mir hier die Quintessenz. Der Weg wird beschrieben. Der Autor zieht hier kein Resumee, formt keine Erkenntnis. Zumindest keine, die ich den Zeieln entnehmen kann. Von daher bleibt meine Leserwahrnehmung bei "ok, ja. Und weiter?"
Jene Zeiten, in denen Lyriker dem Leser die fertige Erkenntnis formen sind vorbei.
Du widersprichst dir im letzten Teil deines Kommentars.
Die Quintessensz fehlt ja nicht etwa, sondern es wird dem Leser überlassen sein Schlüsse zu ziehen ... auch dazu satgt ich schon, dass es in der Lyrik üblich - ein probates Mittel ist - "Keine Lösungen" zu liefern , sondern diese nur anzureißen.
Quoth hingegen findet im Gegensatz zu dir, dass der Text nichts offen lässt, und das gefällt ihm nicht ...
Nun denn, nichts für dich, heißt ja nicht, dass es nichts ist .
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Herzliche Sonntagsgrüße
Gerda