Zeit des Sandes
formt hügel der erinnerungen
rieselt last ins gestern
ohne vergessen
schafft raum für neues
um
im nabel der zeit
mit altem
zu verschmelzen
endlosschleife
© Gabriella Marten Cortes
Zeit des Sandes
-
Cara
Hallo Magic,
das Alte soll bleiben und zugleich soll Raum da sein für das Neue..
So verstehe ich dein Gedicht.
Ein sehr wichtiger Gedanke ist das und eine gute Grundlage für ein Gedicht, wie ich finde.
Gestatte mir jedoch ein paar kleine Anmerkungen zum Formalen:
1) Für die Überschrift wählst du Großbuchstaben.
In diesem Falle fände ich es passender, wenn auch der übrige Text in Großbuchstaben geschrieben wäre (oder beides mit kleinen Anfangsbuchstaben.
2) Da ich bei dem Wort "last" länger nachdenken musste, was es bedeutet und erst dann auch die Bürde, die Last kam....wäre zwecks Vermeiden solcher Missverständnisse fast die Großschreibung speziell in diesem Gedicht besser.....zumal es vom Inhalt her ja auch das Alte als durchaus beibehaltenswert sieht (*s*).
3)Müsstest du nicht, um im Wort- und Sinnfluss zu bleiben, statt "rieselt last" sagen: "lasst die Last rieseln" (denn das eine Verb ist doch transitiv(formt), das andere intransitiv (rieselt)....so zumindest passt es irgendwie nicht so ganz, finde ich). In diesem Falle allerdings klänge die Redundanz von "lasst" und "last" nicht so gut.....da müsste man noch überlegen.
4)Müsste es in der 4. Zeile nicht auch "ohne zu vergessen" heißen? Oder meintest du hier "Vergessen" als Substantiv? Um das deutlicher zu machen, finde ich, wäre auch wieder die Großschreibung in diesem Gedicht besser.
Ich würde aus meiner Empfindung heraus also in diesem Text die Großschreibung besser finden (zwecks flüssigerem Verstehen) .
Ich grüße dich
Cara
das Alte soll bleiben und zugleich soll Raum da sein für das Neue..
So verstehe ich dein Gedicht.
Ein sehr wichtiger Gedanke ist das und eine gute Grundlage für ein Gedicht, wie ich finde.
Gestatte mir jedoch ein paar kleine Anmerkungen zum Formalen:
1) Für die Überschrift wählst du Großbuchstaben.
In diesem Falle fände ich es passender, wenn auch der übrige Text in Großbuchstaben geschrieben wäre (oder beides mit kleinen Anfangsbuchstaben.
2) Da ich bei dem Wort "last" länger nachdenken musste, was es bedeutet und erst dann auch die Bürde, die Last kam....wäre zwecks Vermeiden solcher Missverständnisse fast die Großschreibung speziell in diesem Gedicht besser.....zumal es vom Inhalt her ja auch das Alte als durchaus beibehaltenswert sieht (*s*).
3)Müsstest du nicht, um im Wort- und Sinnfluss zu bleiben, statt "rieselt last" sagen: "lasst die Last rieseln" (denn das eine Verb ist doch transitiv(formt), das andere intransitiv (rieselt)....so zumindest passt es irgendwie nicht so ganz, finde ich). In diesem Falle allerdings klänge die Redundanz von "lasst" und "last" nicht so gut.....da müsste man noch überlegen.
4)Müsste es in der 4. Zeile nicht auch "ohne zu vergessen" heißen? Oder meintest du hier "Vergessen" als Substantiv? Um das deutlicher zu machen, finde ich, wäre auch wieder die Großschreibung in diesem Gedicht besser.
Ich würde aus meiner Empfindung heraus also in diesem Text die Großschreibung besser finden (zwecks flüssigerem Verstehen) .
Ich grüße dich
Cara
-
Louisa
Hallo Magic!
Den Titel finde ich richtig gut! Das gefällt mir (hat mich auch an "Zeit der Steine" erinnert)!
Caras Anmerkungen möchte ich zustimmen. Ich würde es auch nicht klein schreiben in diesem Fall.
Hier wäre vielleicht:
rieselt lasten ins gestern
-ganz passend?
-hier grüble ich noch. Die Zeit form Hügel, von denen schwere Erinnerungen rieseln.
Aber wie schafft "sie" Neues? Und wie verschmilzt sie? Mit dem "Endlosschleife" kann ich mich anfreunden, weil Du ja sagen willst, dass der Vorgang nie beendet ist.
Aber bei den anderen Zeilen kann ich mir gar nichts vorstellen... Es verwirrt mich ein wenig...Das sind so viele große Wörter ("Nabel der Zeit", "Raum für Neues")...die mich plötzlich wieder von den schönen Hügeln weg führen...
Kannst Du es mir erklären?
Aber sonst ist es eine richtig schöne Idee! Ich mag das Thema sehr gern!
Liebe Grüße, l.
Den Titel finde ich richtig gut! Das gefällt mir (hat mich auch an "Zeit der Steine" erinnert)!
Caras Anmerkungen möchte ich zustimmen. Ich würde es auch nicht klein schreiben in diesem Fall.
Hier wäre vielleicht:
rieselt lasten ins gestern
-ganz passend?
schafft raum für neues
um
im nabel der zeit
mit altem
zu verschmelzen
-hier grüble ich noch. Die Zeit form Hügel, von denen schwere Erinnerungen rieseln.
Aber wie schafft "sie" Neues? Und wie verschmilzt sie? Mit dem "Endlosschleife" kann ich mich anfreunden, weil Du ja sagen willst, dass der Vorgang nie beendet ist.
Aber bei den anderen Zeilen kann ich mir gar nichts vorstellen... Es verwirrt mich ein wenig...Das sind so viele große Wörter ("Nabel der Zeit", "Raum für Neues")...die mich plötzlich wieder von den schönen Hügeln weg führen...
Kannst Du es mir erklären?
Aber sonst ist es eine richtig schöne Idee! Ich mag das Thema sehr gern!
Liebe Grüße, l.
Hallo Cara,
habe mal, versuchsweise mit Großbuchstaben geschrieben, mal sehen, wie es aussieht:
Zeit des Sandes
formt Hügel der Erinnerungen
rieselt Last ins Gestern
ohne Vergessen
schafft Raum für Neues
um
im Nabel der Zeit
mit Altem
zu verschmelzen
Endlosschleife
Hm, grübel, überleg, ist es wirklich besser so?
das Alte soll bleiben und zugleich soll Raum da sein für das Neue..
Ja und nein. Das Alte bleibt, aber nur in der Erinnerung (deshalb "ohne Vergessen").
Müsstest du nicht, um im Wort- und Sinnfluss zu bleiben, statt "rieselt last" sagen: "lasst die Last rieseln" (denn das eine Verb ist doch transitiv(formt), das andere intransitiv (rieselt)....so zumindest passt es irgendwie nicht so ganz, finde ich). In diesem Falle allerdings klänge die Redundanz von "lasst" und "last" nicht so gut.....da müsste man noch überlegen.
Stell dir vor, wie der Sand durch die Finger rieselt, sprich, er bewegt sich, er tut etwas. Ebenso wie "formt" und "schafft".
Was meinst du dazu?
Ich lass mal die Groß- und Kleinschreibung auf mich wirken.
Danke dir für deine Auseinandersetzung, find ich klasse:-)
Saludos
Magic
habe mal, versuchsweise mit Großbuchstaben geschrieben, mal sehen, wie es aussieht:
Zeit des Sandes
formt Hügel der Erinnerungen
rieselt Last ins Gestern
ohne Vergessen
schafft Raum für Neues
um
im Nabel der Zeit
mit Altem
zu verschmelzen
Endlosschleife
Hm, grübel, überleg, ist es wirklich besser so?

das Alte soll bleiben und zugleich soll Raum da sein für das Neue..
Ja und nein. Das Alte bleibt, aber nur in der Erinnerung (deshalb "ohne Vergessen").
Müsstest du nicht, um im Wort- und Sinnfluss zu bleiben, statt "rieselt last" sagen: "lasst die Last rieseln" (denn das eine Verb ist doch transitiv(formt), das andere intransitiv (rieselt)....so zumindest passt es irgendwie nicht so ganz, finde ich). In diesem Falle allerdings klänge die Redundanz von "lasst" und "last" nicht so gut.....da müsste man noch überlegen.
Stell dir vor, wie der Sand durch die Finger rieselt, sprich, er bewegt sich, er tut etwas. Ebenso wie "formt" und "schafft".
Was meinst du dazu?
Ich lass mal die Groß- und Kleinschreibung auf mich wirken.
Danke dir für deine Auseinandersetzung, find ich klasse:-)
Saludos
Magic
Hallo Louisa,
Den Titel finde ich richtig gut! Das gefällt mir (hat mich auch an "Zeit der Steine" erinnert)!
da hast du genau den richtigen Punkt getroffen! Darum geht es hier nämlich. Siehe weiter unten.
hier grüble ich noch. Die Zeit form Hügel, von denen schwere Erinnerungen rieseln.
Nicht vom Hügel rieseln schwere Erinnerungen, sondern der Hügel selbst ist die Summe der Erinnerungen.
Vielleicht sollte ich den Titel umbenennen in "Sand" ??? Aber dann ginge für mich der Faktor "Zeit" verloren, um die es ja im Gedicht geht. Oder ich nenne es "Zeit im Sand" ? Wäre vielleicht auch eine Möglichkeit.
Aber wie schafft "sie" Neues? Und wie verschmilzt sie?
Indem die Erinnerungen (die Last) nicht vergessen werden, jedoch nicht mehr ständig im Kopf herumspucken, somit den Geist frei für Neues machen, aber eben, ohne die Vergangenheit (die Fehler, die Wunden, etc.) zu ignorieren, sondern mitnehmen, aber nur im Hinterkopf sozusagen.
Zum oben angesprochen Stein, stell dir folgende Ketten vor:
Berg, Fels, Stein, Kiesel, Sand
und dann andersherum
Sand, Kiesel, Stein, Fels, Berg.
Für mich ist der Sand deshalb Inbegriff für eine unendlich lange Entwicklung in beide Richtungen, Inbegriff für die Zeit schlechthin, deshalb "Endlosschleife".
Ich hoffe, ich habe mich jetzt zu verwirrend ausgedrückt.gif)
Danke dir für deine Kommentare:-)
Saludos
Magic
Den Titel finde ich richtig gut! Das gefällt mir (hat mich auch an "Zeit der Steine" erinnert)!
da hast du genau den richtigen Punkt getroffen! Darum geht es hier nämlich. Siehe weiter unten.
hier grüble ich noch. Die Zeit form Hügel, von denen schwere Erinnerungen rieseln.
Nicht vom Hügel rieseln schwere Erinnerungen, sondern der Hügel selbst ist die Summe der Erinnerungen.
Vielleicht sollte ich den Titel umbenennen in "Sand" ??? Aber dann ginge für mich der Faktor "Zeit" verloren, um die es ja im Gedicht geht. Oder ich nenne es "Zeit im Sand" ? Wäre vielleicht auch eine Möglichkeit.
Aber wie schafft "sie" Neues? Und wie verschmilzt sie?
Indem die Erinnerungen (die Last) nicht vergessen werden, jedoch nicht mehr ständig im Kopf herumspucken, somit den Geist frei für Neues machen, aber eben, ohne die Vergangenheit (die Fehler, die Wunden, etc.) zu ignorieren, sondern mitnehmen, aber nur im Hinterkopf sozusagen.
Zum oben angesprochen Stein, stell dir folgende Ketten vor:
Berg, Fels, Stein, Kiesel, Sand
und dann andersherum
Sand, Kiesel, Stein, Fels, Berg.
Für mich ist der Sand deshalb Inbegriff für eine unendlich lange Entwicklung in beide Richtungen, Inbegriff für die Zeit schlechthin, deshalb "Endlosschleife".
Ich hoffe, ich habe mich jetzt zu verwirrend ausgedrückt
.gif)
Danke dir für deine Kommentare:-)
Saludos
Magic
-
Cara
Stell dir vor, wie der Sand durch die Finger rieselt, sprich, er bewegt sich, er tut etwas. Ebenso wie "formt" und "schafft".
Hallo Magic,
ja, dass der Sand durch die Finger rieselt, das kann ich mir gut vorstellen.
Nur.....in deinem Gedicht steht doch, dass der Sand Last ins Gestern rieselt.
Er rieselt also hier nicht selber, sondern er transportiert etwas anderes (die Last).....das ist der Punkt, mit dem ich nicht so ganz klar komme.
Ich will aber nicht insistieren, nur dir das rückgemeldet haben.
Liebe Grüße
Cara
Hallo Magic,
ja, dass der Sand durch die Finger rieselt, das kann ich mir gut vorstellen.
Nur.....in deinem Gedicht steht doch, dass der Sand Last ins Gestern rieselt.
Er rieselt also hier nicht selber, sondern er transportiert etwas anderes (die Last).....das ist der Punkt, mit dem ich nicht so ganz klar komme.
Ich will aber nicht insistieren, nur dir das rückgemeldet haben.
Liebe Grüße
Cara
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