Die Puppenspieler
Gelbe Ampel.
Du siehst grün.
Sie spielen gut,
mit dir,
die vielen runden Helfer.
Fatales Blind.
Ehrgeiz treibt dich,
den sie schüren,
weiter,
immer weiter.
Preis spielt keine Rolle,
Hauptsache, du machst mit,
als Marionette,
an Fäden gezogen,
hinterhältig bewegt.
Bist gefangen,
mehr,
immer mehr,
bis Ampel auf rot.
Fäden zerschnitten.
Freiheit?
Nein!
Die Puppenspieler siegen.
Flammen lodern auf.
Der Vorhang fällt.
© Gabriella Marten Cortes
24.09.2006
Die Puppenspieler
Lieber Moshe,
eine spanische Wand benutze ich nur, wenn ich in Talkshows auftrete.gif)
So viel buddeln muss man eigentlich nicht. Sicher, ich habe, wie ich das bei Gedichten gerne mache, Metaphern verwendet. Doch, wenn man durch die Zusammenhänge herausfindet, wer denn diese "Helfer" sind, erschließt sich der Text ganz klar und ist auch nicht unnötig verkompliziert, es entsteht dann eine Entwicklung in chronologischer Reihenfolge.
Ich habe diese lyrische Prosa ganz bewusst etwas verschleiert, weil es langweilig gewesen wäre, Wort für Wort genau wiederzugeben, was da passiert. Es hätte null Interpretationsspielraum gegeben.
Dir mal ne Schaufel rüberbeam zum Weiterbuddeln.gif)
Vielleicht kommen ja noch andere Kommentare und Ideen, um was es hier geht. Ich lese hier im Forum viele Gedichte, in denen es sehr viele Interpretationsmöglichkeiten gibt, und das macht es m.E. sehr spannend.
Saludos
Magic
eine spanische Wand benutze ich nur, wenn ich in Talkshows auftrete
.gif)
So viel buddeln muss man eigentlich nicht. Sicher, ich habe, wie ich das bei Gedichten gerne mache, Metaphern verwendet. Doch, wenn man durch die Zusammenhänge herausfindet, wer denn diese "Helfer" sind, erschließt sich der Text ganz klar und ist auch nicht unnötig verkompliziert, es entsteht dann eine Entwicklung in chronologischer Reihenfolge.
Ich habe diese lyrische Prosa ganz bewusst etwas verschleiert, weil es langweilig gewesen wäre, Wort für Wort genau wiederzugeben, was da passiert. Es hätte null Interpretationsspielraum gegeben.
Dir mal ne Schaufel rüberbeam zum Weiterbuddeln
.gif)
Vielleicht kommen ja noch andere Kommentare und Ideen, um was es hier geht. Ich lese hier im Forum viele Gedichte, in denen es sehr viele Interpretationsmöglichkeiten gibt, und das macht es m.E. sehr spannend.
Saludos
Magic
-
DasM
hallo,
finde deinen text aussergewöhnlich stark.
er hinterlässt bei mir ein gefühl des verstehns, worum es geht, ohne das ich eigentlich darauf komme.
nach dem lesen gab mir der text direkt eine gesellschaftliche erklärung.
als ich dann den kommentar von moshe und dir las, habe ich nochmal versucht zu ergründen worum es ging.
das ist mir nicht gelungen, nahm aber auch dem text etwas schönes.
manchmal ist es gut so wie es ist.
michael
finde deinen text aussergewöhnlich stark.
er hinterlässt bei mir ein gefühl des verstehns, worum es geht, ohne das ich eigentlich darauf komme.
nach dem lesen gab mir der text direkt eine gesellschaftliche erklärung.
als ich dann den kommentar von moshe und dir las, habe ich nochmal versucht zu ergründen worum es ging.
das ist mir nicht gelungen, nahm aber auch dem text etwas schönes.
manchmal ist es gut so wie es ist.
michael
Hallo Magic,
wahrscheinlich bin ich jetzt sehr auf dem Holzweg - aber: geht es vielleicht um Medikamente? Tabletten? Mir ist das mit der Ampel dann noch nicht klar...gibt es da einen Fachausdruck, den du zur rot/grün/gelben metapher machst?
Oder geht es um etwas ganz anderes?
Liebe Grüße,
Lisa
wahrscheinlich bin ich jetzt sehr auf dem Holzweg - aber: geht es vielleicht um Medikamente? Tabletten? Mir ist das mit der Ampel dann noch nicht klar...gibt es da einen Fachausdruck, den du zur rot/grün/gelben metapher machst?
Oder geht es um etwas ganz anderes?
Liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Hallo ihr Lieben,
@ Michael: Ja, es geht hier durchaus um etwas, was unsere Gesellschaft betrifft, da...
@ Lisa: es sich tatsächlich um Tabletten handelt und ...
@ Bea, das Thema hier die Sucht ist! Aber nicht um Drogenhändler oder
@ Moshe: Ärzte,
sondern, die Tabletten selbst sind die Puppenspieler.
Saludos
Magic
@ Michael: Ja, es geht hier durchaus um etwas, was unsere Gesellschaft betrifft, da...
@ Lisa: es sich tatsächlich um Tabletten handelt und ...
@ Bea, das Thema hier die Sucht ist! Aber nicht um Drogenhändler oder
@ Moshe: Ärzte,
sondern, die Tabletten selbst sind die Puppenspieler.
Saludos
Magic
-
Gast
Hi Magic,
ich bin keine "Lyrikversteherin", insofern kein Wunder, dass ich deinen Text erst durch die Erklärungen verstand ... hm. Als Erzählgedicht würde ich's zwar eher nicht sehen, aber ... weiß nicht.
Kleine Frage: Brauchtst du die exzessive Interpunktion? Mir scheint, du setzt automatisch Kommata am Zeilenende, auch wenn sie da vom Satzbau her gar nicht hingehören. Das scheint mir ungewöhnlich. Soweit ich bisher las, lassen die meisten eher am Zeilenende die Interpunktion weg.
Nur mal so als Gedankenanstoß.
Rein emotional - ohne nachzudenken was gemeint sein mag - spricht mich dein Gedicht irgendwie an. In etwa so, wie mich ein Lied ansprechen würde, über das ich nicht weiter nachdenke. Vielleicht liegt es am Rhythmus.
LG Mel
ich bin keine "Lyrikversteherin", insofern kein Wunder, dass ich deinen Text erst durch die Erklärungen verstand ... hm. Als Erzählgedicht würde ich's zwar eher nicht sehen, aber ... weiß nicht.
Kleine Frage: Brauchtst du die exzessive Interpunktion? Mir scheint, du setzt automatisch Kommata am Zeilenende, auch wenn sie da vom Satzbau her gar nicht hingehören. Das scheint mir ungewöhnlich. Soweit ich bisher las, lassen die meisten eher am Zeilenende die Interpunktion weg.
Nur mal so als Gedankenanstoß.
Rein emotional - ohne nachzudenken was gemeint sein mag - spricht mich dein Gedicht irgendwie an. In etwa so, wie mich ein Lied ansprechen würde, über das ich nicht weiter nachdenke. Vielleicht liegt es am Rhythmus.
LG Mel
Hallo Mel,
ich habe es unter Erzählgedichte gesetzt, hatte mich vertan, wollte es unter lyrische Prosa setzen. Es ist kein Erzählgedicht. (Vielleicht kann es jemand verschieben???)
Ich habe hier die Interpunktion als auch die Groß- und Kleinschreibung verwendet, etwas, das ich eigentlich sehr selten mache. Normalerweise schreibe ich alles klein und ohne Zeichensetzung. Aber hier, da lyrische Prosa, gehörte sie hinein. Aber m.E. ist die Zeichensetzung schon richtig gesetzt. Fehler sehe ich da keine, wenn ja, nenne sie mir bitte, damit ich es korrigieren kann.
Du sprichst den Rhytmus an. Ich habe den Text bewusst "gehetzt" geschrieben, weil diese Art von Tabletten das LyrIch eben so schnell in diese fatale Sucht treiben, wollte dem Leser deshalb keine Pause gönnen. Es sollte so rüberkommen, atemlos, von Anfang bis zum Schluss. Deshalb auch teilweise diese Whs, wie "weiter, immer weiter" oder "mehr, immer mehr" und auch die Ellipsensätze mit Punkt dahinter.
Saludos
Magic
ich habe es unter Erzählgedichte gesetzt, hatte mich vertan, wollte es unter lyrische Prosa setzen. Es ist kein Erzählgedicht. (Vielleicht kann es jemand verschieben???)
Ich habe hier die Interpunktion als auch die Groß- und Kleinschreibung verwendet, etwas, das ich eigentlich sehr selten mache. Normalerweise schreibe ich alles klein und ohne Zeichensetzung. Aber hier, da lyrische Prosa, gehörte sie hinein. Aber m.E. ist die Zeichensetzung schon richtig gesetzt. Fehler sehe ich da keine, wenn ja, nenne sie mir bitte, damit ich es korrigieren kann.
Du sprichst den Rhytmus an. Ich habe den Text bewusst "gehetzt" geschrieben, weil diese Art von Tabletten das LyrIch eben so schnell in diese fatale Sucht treiben, wollte dem Leser deshalb keine Pause gönnen. Es sollte so rüberkommen, atemlos, von Anfang bis zum Schluss. Deshalb auch teilweise diese Whs, wie "weiter, immer weiter" oder "mehr, immer mehr" und auch die Ellipsensätze mit Punkt dahinter.
Saludos
Magic
-
Gast
Hi, na ich meinte eigentlich nicht so sehr den Unterschied zwischen Erzählgedicht und lyrischer Prosa - ups, verdammt, da komme ich ins Stolpern. Es erschien mir halt eben eher lyrisch. Na, macht nichts.
Den hastigen Rhythmus hab ich erkannt.
Mit den Kommas mag ich mich irren, ich selbst neige dazu, nur da eins zu setzen wo es unbedingt nötig ist und oft nicht mal da :). Vielleicht kann ja jemand was dazu sagen, der sich damit besser auskennt.
Hm, ich muss das dazu in Zeilen umbauen.
"Sie spielen gut, mit dir, die vielen runden Helfer."
Das erste Komma ist unnötig. Falsch? Weiß nicht.
Die restlichen Kommas sind bestimmt nicht falsch, mir schienen sie halt zu viel. Ist vielleicht Geschmackssache.
Liebe Grüße
Mel
Den hastigen Rhythmus hab ich erkannt.
Mit den Kommas mag ich mich irren, ich selbst neige dazu, nur da eins zu setzen wo es unbedingt nötig ist und oft nicht mal da :). Vielleicht kann ja jemand was dazu sagen, der sich damit besser auskennt.
Hm, ich muss das dazu in Zeilen umbauen.
"Sie spielen gut, mit dir, die vielen runden Helfer."
Das erste Komma ist unnötig. Falsch? Weiß nicht.
Die restlichen Kommas sind bestimmt nicht falsch, mir schienen sie halt zu viel. Ist vielleicht Geschmackssache.
Liebe Grüße
Mel
Hallo Mel,
nein, reine Lyrik ist es nicht.
Das Komma vor "mit dir" habe ich anstelle eines Bindestriches gesetzt, um das "mit dir" zu betonen. Ja, das erste könnte man evtl. weglassen, das zweite jedoch nicht, weil es ja weitergeht mit den vielen runden Helfern, als Nachschub, deshalb muss dort ein Komma davor.
Saludos
Magic
nein, reine Lyrik ist es nicht.
Das Komma vor "mit dir" habe ich anstelle eines Bindestriches gesetzt, um das "mit dir" zu betonen. Ja, das erste könnte man evtl. weglassen, das zweite jedoch nicht, weil es ja weitergeht mit den vielen runden Helfern, als Nachschub, deshalb muss dort ein Komma davor.
Saludos
Magic
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