traumich

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
ecb

Beitragvon ecb » 30.01.2014, 16:37

an ein versprechen
hingegeben
wild
aus der haut
zum zerreissen
sind wir in uns
bis auf einen spalt
für das kommende
das hervor
sich tut
mit uns selbst
zum preis
aus jener mächtigen
ruhenden
breite heraus

Mucki
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Beitragvon Mucki » 31.05.2014, 18:39

Hallo Eva,

wie bei deinem Gedicht "Gefäße füllen", stehe ich hier ein bisschen auf dem Schlauch. Beim Titel und "an ein versprechen hingegeben" denke ich an Heirat, evtl. auch Zwangsheirat, aber ist das hier gemeint?

Liebe Grüße
Gabi

ecb

Beitragvon ecb » 01.06.2014, 20:02

Auf deine Lesart von "traumich" bin ich witzigerweise gar nicht gekommen, Gabriella, :mrgreen: selber habe ich an "sich trauen, wagen" gedacht und an "traum-ich".

Und da es nun schon eine Weile her war, mußte ich auch echt erstmal überlegen, wie ich das alles gemeint hatte. :blink2:
Ich möchte das aber nicht so gern aufdröseln, sage nur etwas von ... Wunschbild, vielleicht; dieses Gedicht muß fortan sein eigenes Leben führen. Über ein paar Gedanken des einen oder anderen Lesers dazu würde ich mich freuen.

Vielen Dank für´s Ausbuddeln!
Liebe Grüße
Eva

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 02.06.2014, 20:20

Hallo Eva,

ich steh leider neben Gabriella auf dem Schlauch. .-) Ich bräuchte hier glaube ich entweder mehr oder weniger? Es wirkt sehr unruhig und lose, abgehackt auf mich. Hm, wenn ich das für mich "Sprechende" herauslöse sieht es so aus:

traumich

an ein versprechen
hingegeben
bis auf einen spalt
für das kommende
das hervor
sich tut
aus jener mächtigen
ruhenden
breite heraus


Beim Rest weiß ich (bis jetzt zumindest) nicht so recht, wie ich es für mich lesen, oder entschlüsseln kann. Vielleicht sagt dir die Rückmeldung was. :)

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

ecb

Beitragvon ecb » 02.06.2014, 20:50

Aber da ist doch im ersten Teil eine quasi gegenläufige Bewegung, ein Konflikt - von in-etwas-sein, nämlich der eigenen Haut, und aus ihr herausmüssen, darauf kommt es mir ja gerade an, Flora.

"mit uns selbst/zum preis" - das ist mir auch wichtig, denn es geht mir um beide Bedeutungen von "preis".

Naja, ich möchte mich nicht so gern noch weiter selbst interpretieren, aber mir selbst ist jetzt klarer, daß ich jedes Wort in diesem Gedicht brauche.

Liebe Grüße
Eva

Mucki
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Beitragvon Mucki » 02.06.2014, 21:12

Hallo Eva,

vielleicht liege ich jetzt wieder total daneben mit meiner Assoziation *lach*, aber kann es sein, dass es hier um eine Schwangere geht? Um ihren Körper vor, während und nach der Geburt?

Liebe Grüße
Gabi

ecb

Beitragvon ecb » 02.06.2014, 21:24

:daumen: Gabriella

Und zwar sowohl in ganz konkretem , als auch in mehr übertragenem, mehr philosophischem Sinne - oh, ich freu mich, daß es doch irgendwie zu "lesen" sein muß :banana_1:

Mucki
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Beitragvon Mucki » 02.06.2014, 21:29

Ha! Das freut mich jetzt aber auch! :-)


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