kurzbesuch

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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Amanita
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Beitragvon Amanita » 02.01.2014, 23:41

kurzbesuch


als schütte der ort
seine farblosigkeit vor mir aus
als hätte er sich überall
seinen schmuck abgerissen
ihn eingelagert
irgendwo hinter erinnerten
lang überklebten namen

Klimperer

Beitragvon Klimperer » 04.01.2014, 21:09

Ein Gedicht, das soviel sagt wie eine ganze Erzählung.
Die Dichterin besucht einen Ort aus der Kindheit.
Meisterhaft.

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 04.01.2014, 21:16

Ach danke, Klimperer - es ist so schön, von Deiner Begeisterung angesteckt zu werden!

ecb

Beitragvon ecb » 05.01.2014, 07:04

Ein Zauber ist abhanden gekommen, unzugänglich geworden.
"Schütten" und "abgerissen" deutet vielleicht auf eine gewaltsame, plötzliche Trennung davon (falls dies nicht der Fall sein sollte, würde ich eher "abgetan" oder dergleichen vorschlagen.)

Liebe Grüße
Eva

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 05.01.2014, 15:33

Doch, doch, da soll etwas Schroffes hinein. (Und danke!)

EMO

Beitragvon EMO » 05.01.2014, 18:13

Hej Amenita,
ich bewundere die Kurzbündigkeit deiner Gedichte, die mit wenigen Worten/Bildern viel sagen.
Wie in diesem Gedicht!

Mvh, EMO

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Beitragvon Amanita » 05.01.2014, 22:13

Danke schön, EMO, das freut mich zu lesen.

wolpertinger

Beitragvon wolpertinger » 10.01.2014, 14:31

Gefällt mir sehr.
Dieses Durchgämgige in Deinen Gedichten mag ich.
Grüße
Wolf

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Beitragvon Amanita » 10.01.2014, 14:48

danke!

Klara
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Beitragvon Klara » 02.02.2014, 16:46

Liebe Amanita,

das sind poetische Worte, die für mich kein Gedicht ergeben, sondern Teil eines Prosa-Textes zu sein scheinen, der wohl nie geschrieben wird.

herzlich
klara

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 02.02.2014, 16:56

danke, Klara, für den Gedankenanstoß.

Natürlich will ich in solchen Augenblicken ein Gedicht schreiben. Aber wenn's keins wird, auch recht: Denn ich bewege mich ständig zwischen irgendwas, in die Malerei baue ich Grafik ein, Grafik übermale ich usw. Also passt es zu mir.

Da aber an anderer Stelle dieselbe Frage entstand, stelle ich sie auch nochmal hier: Was macht ein Gedicht zum Gedicht? Wo ist der sensible Punkt, an dem es geraaaade keins mehr ist? Überhaupt: "ist"? Darf man das sagen? Gibt es mindestens ein Kriterium, wie man das Nichtgedicht vom Dochgedicht unterscheiden kann? Oder heißt es übersetzt vielleicht nur: Ich habe eine andere Vorstellung davon, was ein Gedicht ist?

Und, last not least: Ist es überhaupt wichtig??

Klara
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Beitragvon Klara » 02.02.2014, 17:41

Ja, ich habe Mist erzählt.
Fürchte ich.
Es ist ein Gedicht!
Es ist dadurch ein Gedicht, dass es sich zum Gedicht macht.
Es ist verdichtet.

Ja, was ist ein Gedicht.
Vielleicht ändert sich die Definition mit jeder Dichteirn, mit jedem Vers.
Aber irgendwas ist da doch...

Guck mal, Peter Handke wollte sich schon vor fast genau 44 Jahren über sich/uns/Lyrik/Definitionen lustig machen, als wir noch mehr oder weniger in den Windeln lagen:
http://homepage.univie.ac.at/Gertraude. ... Handke.pdf

Aber vielleicht war er auch einfach ein Fan des 1. FC Nürnberg.

Ja, im Ernst: Dein Gedicht ist ein Gedicht.
Und vielleicht wünschte ich nur, dass so verdichtete Worte nicht als Verse, sondern als Zeilen in mehr Prosa steckten als sie es gemeinhin tun.

herzlich
klara

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 02.02.2014, 18:41

Mir ist es eben gar nicht wichtig, wie das Ding nun heißt, und ich weiß auch, dass ich viele Prosa-Elemente in meinen Gedichten unterbringe. Danke, Klara.

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Pjotr
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Beitragvon Pjotr » 02.02.2014, 18:59

Wann ist ein Bild ein Bild?








Wann ist ein Mann ein Maa aa an?


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