aus der reihe
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Niko
berlin gesundbrunnen kenne ich, klara. u-bahnstation und irgendwie ein knotenpunkt. ich habe immer, wenn ich von moabit irgendwo anders hinwollte in berlin, am gesundbrunnen umsteigen müssen. es fährt auch von da so eine art ring-bahn rund um das zentralere berlin.
mir gefällt dein text. er ist mir ein bisschen lang. aber ich mag die art, wie du schreibst, sehr. "latente epileptiker" stößt bei mir auf ein wenig animosität, da ich selbst mit dieser krankheit zu tun habe. im kontext wirkt es auf mich (als betroffenen) etwas -nennen wir es - nicht gerecht werdend. aber bitte - das ist vielleicht auch nur eine eigene angreifbarkeit.
bericht vom täglichen sterben könnte man deinen text fast nennen. ich finde ihn sehr authentisch und nicht beschönigend. einfach nur das was ist. und es ist ein gemenge aus moloch, siechtum,verrohung und doch blinzelt irgendwo auch ein mögen durch. ganz diffus, nicht an einer zeile festmachbar.
ich mags!
liebe grüße: niko
mir gefällt dein text. er ist mir ein bisschen lang. aber ich mag die art, wie du schreibst, sehr. "latente epileptiker" stößt bei mir auf ein wenig animosität, da ich selbst mit dieser krankheit zu tun habe. im kontext wirkt es auf mich (als betroffenen) etwas -nennen wir es - nicht gerecht werdend. aber bitte - das ist vielleicht auch nur eine eigene angreifbarkeit.
bericht vom täglichen sterben könnte man deinen text fast nennen. ich finde ihn sehr authentisch und nicht beschönigend. einfach nur das was ist. und es ist ein gemenge aus moloch, siechtum,verrohung und doch blinzelt irgendwo auch ein mögen durch. ganz diffus, nicht an einer zeile festmachbar.
ich mags!
liebe grüße: niko
Hallo Klara,
mir ist es auch fast zu viel, ich merke im Mittelteil, dass ich mich zwingen muss, dranzubleiben und nicht querzulesen. Es ist so negativ aufgebau(sch)t, dass es nicht mehr als treffende Kritik bei mir ankommen kann, mich nicht mit(hinein)nimmt, ich keine Zuflucht vor dem Text suchen muss, nicht von ihm angegriffen werde, sondern ich höchstens in eine Gegenposition verfalle ... mir das LIch Leid tut. Natürlich kann Provokation in dieser Ansprache, "wir | Das sind Du und ich und Ersieesihrsie" stecken, aber da das gezeigte Lebens/Stadtbild für mich so eng(sichtig) ist und es so viel anderes und andere Lebens- und Sichtweisen gibt, vermutlich sogar in Berlin, geht sie für mich ins Leere und bleibt eine emotional aufgeladene Behauptung eines Menschen, der sein Weltbild über die Welt der anderen stülpt und darüberhinaus nichts mehr wahrnehmen kann, auch die eigene Sicht nicht mehr hinterfragt. Jeder Wunsch / kein Mensch. Da bleibt kein Raum mehr für anderes. Ich kann das LIch darin betrachten und mir seine Sicht anschauen, was auch interessant ist und sicher auch sprachlich sehr konsequent durchgehalten ist im Gedicht, aber das Inhaltliche, die Kritik geht für mich durch die Flut, die Pauschalisierung und Übersteigerung unter und ich weiß nicht, ob das deine Intention war.
Liebe Grüße
Flora
mir ist es auch fast zu viel, ich merke im Mittelteil, dass ich mich zwingen muss, dranzubleiben und nicht querzulesen. Es ist so negativ aufgebau(sch)t, dass es nicht mehr als treffende Kritik bei mir ankommen kann, mich nicht mit(hinein)nimmt, ich keine Zuflucht vor dem Text suchen muss, nicht von ihm angegriffen werde, sondern ich höchstens in eine Gegenposition verfalle ... mir das LIch Leid tut. Natürlich kann Provokation in dieser Ansprache, "wir | Das sind Du und ich und Ersieesihrsie" stecken, aber da das gezeigte Lebens/Stadtbild für mich so eng(sichtig) ist und es so viel anderes und andere Lebens- und Sichtweisen gibt, vermutlich sogar in Berlin, geht sie für mich ins Leere und bleibt eine emotional aufgeladene Behauptung eines Menschen, der sein Weltbild über die Welt der anderen stülpt und darüberhinaus nichts mehr wahrnehmen kann, auch die eigene Sicht nicht mehr hinterfragt. Jeder Wunsch / kein Mensch. Da bleibt kein Raum mehr für anderes. Ich kann das LIch darin betrachten und mir seine Sicht anschauen, was auch interessant ist und sicher auch sprachlich sehr konsequent durchgehalten ist im Gedicht, aber das Inhaltliche, die Kritik geht für mich durch die Flut, die Pauschalisierung und Übersteigerung unter und ich weiß nicht, ob das deine Intention war.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Lieber Niko,
danke für dein freundliches ausführliches Feedback.
Ich glaube, es ist ein Vorlesetext. Ich glaube, er ist noch ncith ganz fertig (gekürzt?). Bzw. noch nicht ganz rund. Oder muss er so eckig (bleiben)? In der Ecke stehen?
Mal sehen.
Gesundbrunnen ist nicht nur eine U-Bahn-, sondern eine S-Bahn (Ringbahn) und Regionalbahnstation im Berliner Verkerhsnetz. Ein wunderbarer Name, oder? ;) Knotenpunkt und Einkaufshölle ("Gesundbrunnen Center"...)
herzlich
klara
danke für dein freundliches ausführliches Feedback.
Ich glaube, es ist ein Vorlesetext. Ich glaube, er ist noch ncith ganz fertig (gekürzt?). Bzw. noch nicht ganz rund. Oder muss er so eckig (bleiben)? In der Ecke stehen?
Mal sehen.
Gesundbrunnen ist nicht nur eine U-Bahn-, sondern eine S-Bahn (Ringbahn) und Regionalbahnstation im Berliner Verkerhsnetz. Ein wunderbarer Name, oder? ;) Knotenpunkt und Einkaufshölle ("Gesundbrunnen Center"...)
herzlich
klara
Hallo Flora,
danke für deinen Kommentar
und dein Trotzdem-Lesen ;)
Hm. Schade. Warum? Inwiefern aufgebauSCHt? Es ist ein Eindruck, eine Beschreibung.
Es ging mir nicht um Kritik, sondern um Wahrnehmung. Die in diesem Moment, als Gefühl, 'pauschal' gewesen sein mag. Wie jede Sinneswahrnehmung vermutlich 'pauschal' und nicht analytisch, hinterfragend, politisch korrekt, austarierend etc. ist.
Jedenfalls sollte kein politisches Statement oder Konsumbashing werden - und auch keine 'Kapitalismuskritik' ;) Das 'lyrische Ich', wie du so schön schreibst, ist so dreist, sich da am GESUNDbrunnen mit seiner Krankheit hinzustellen, auszustellen mit all seinem Übel(sein), den Gestank zu riechen, die Hektik nicht zu ertragen, die Werbewände nicht zu verstehen, überdrüssig zu fühlen, sich überflüssig zu fühlen - und das dann in den Schreibblock zu notieren, um es vom schreibenden Ich bearbeiten zu lassen.
Vermutlich muss der Text noch ein Weilchen ruhen, ehe ich entscheiden kann, ob ich, Schreiberein, aus 'literarischen' Gesichtspunkten jenem lyrischen Ich gestatten darf, sich so behauptungstapfer ins verengt wahrnehmerische Unrecht zu setzen, ohne all das 'Schöne' seiner Stadt und seines Lebens gleichzeitig mitsagen zu müssen. (Das übrigens ja da ist, im Text, als Abwesendes, als Bedingung, als Fehlen - das ist ja das Schlimme)
herzlich
Klara
PS
danke für deinen Kommentar
mir ist es auch fast zu viel, ich merke im Mittelteil, dass ich mich zwingen muss, dranzubleiben und nicht querzulesen
und dein Trotzdem-Lesen ;)
Es ist so negativ aufgebau(sch)t, dass es nicht mehr als treffende Kritik bei mir ankommen kann, mich nicht mit(hinein)nimmt, ich keine Zuflucht vor dem Text suchen muss, nicht von ihm angegriffen werde, sondern ich höchstens in eine Gegenposition verfalle ...
Hm. Schade. Warum? Inwiefern aufgebauSCHt? Es ist ein Eindruck, eine Beschreibung.
Na sicher, es gibt immer tausend Lebens- und Sichtweisen, und tausend Gedichte für jede, oder mehr :)da das gezeigte Lebens/Stadtbild für mich so eng(sichtig) ist und es so viel anderes und andere Lebens- und Sichtweisen gibt, vermutlich sogar in Berlin
So ist es gemeint und gewollt.bleibt eine emotional aufgeladene Behauptung eines Menschen, der sein Weltbild über die Welt der anderen stülpt und darüberhinaus nichts mehr wahrnehmen kann, auch die eigene Sicht nicht mehr hinterfragt. Jeder Wunsch / kein Mensch. Da bleibt kein Raum mehr für anderes.
das Inhaltliche, die Kritik geht für mich durch die Flut, die Pauschalisierung und Übersteigerung unter und ich weiß nicht, ob das deine Intention war.
Es ging mir nicht um Kritik, sondern um Wahrnehmung. Die in diesem Moment, als Gefühl, 'pauschal' gewesen sein mag. Wie jede Sinneswahrnehmung vermutlich 'pauschal' und nicht analytisch, hinterfragend, politisch korrekt, austarierend etc. ist.
Jedenfalls sollte kein politisches Statement oder Konsumbashing werden - und auch keine 'Kapitalismuskritik' ;) Das 'lyrische Ich', wie du so schön schreibst, ist so dreist, sich da am GESUNDbrunnen mit seiner Krankheit hinzustellen, auszustellen mit all seinem Übel(sein), den Gestank zu riechen, die Hektik nicht zu ertragen, die Werbewände nicht zu verstehen, überdrüssig zu fühlen, sich überflüssig zu fühlen - und das dann in den Schreibblock zu notieren, um es vom schreibenden Ich bearbeiten zu lassen.
Vermutlich muss der Text noch ein Weilchen ruhen, ehe ich entscheiden kann, ob ich, Schreiberein, aus 'literarischen' Gesichtspunkten jenem lyrischen Ich gestatten darf, sich so behauptungstapfer ins verengt wahrnehmerische Unrecht zu setzen, ohne all das 'Schöne' seiner Stadt und seines Lebens gleichzeitig mitsagen zu müssen. (Das übrigens ja da ist, im Text, als Abwesendes, als Bedingung, als Fehlen - das ist ja das Schlimme)
herzlich
Klara
PS
Das verstehe ich nicht. Wie kann einem ein lyrisches Ich LEID TUN? Mitleid finde ich eine ganz falsche Kategorie, die mir, unlyrischem Schreiber-Ich - weh tut. Kann man die wieder weg tun?mir das LIch Leid tut
Ich kenne Berlin-Gesundbrunnen nicht, aber ich finde, die Atmosphäre einer überbordenden, kaputten Großstadt ist hier sehr gut eingefangen.
Eine der Stellen, die mir besonders gut gefallen:
Den Überdruss
werfen wir täglich achtmal
nein wir zählen nicht mit
in den Müll
- so aussagekräftig!
Ich mag die Schilderung von Monotonie bei gleichzeitiger aggressiv aufgeladener Wuseligkeit.
Eine der Stellen, die mir besonders gut gefallen:
Den Überdruss
werfen wir täglich achtmal
nein wir zählen nicht mit
in den Müll
- so aussagekräftig!
Ich mag die Schilderung von Monotonie bei gleichzeitiger aggressiv aufgeladener Wuseligkeit.
Amanita, danke für deinen wohlwollend nach- bzw. mitempfindenden Leseeindruck!
Ist es nur die Großstadt?
Hier links neben mir blinken die Smileys, und ich kann das nicht mehr richtig gut aushalten (technischer Tipp, wie ich das ausmache??), schreibe zurzeit überwiegend per Hand und nicht am Rechner, das Blinken - das tatsächlich gefährlich sein kann für Epileptiker, las ich bei der Bank, für die ich TAN-Nummern online generieren muss mit einem Gerät..., man kann es auch "manuell" machen...
à propos Niko: Natürlich wollte ich keinem Epileptiker zu nahe treten, sondern das latent Epileptische (gemeint: Verkrampfte, sich verkrampfte, unkontrollierte Schäumen und Zucken) aller Hektiker der Welt, der Beschleunigung, der Überdrehung zum Ausdruck bringen.
Das Dumme mit dem Überdruss: Er wandert nicht in die Rote Tonne, bzw. gibt es keine Rote Tonne, weil die Erde ja alles schlucken muss und nicht verdampfen lässt: der Überdruss kommt in die Recycling-Tonne. Mehrwert wird daraus geschöpft. Unser aller Mehrwert ;) Wir haben so viel über, so viel übrig,
Herzlich
klara
Ist es nur die Großstadt?
Hier links neben mir blinken die Smileys, und ich kann das nicht mehr richtig gut aushalten (technischer Tipp, wie ich das ausmache??), schreibe zurzeit überwiegend per Hand und nicht am Rechner, das Blinken - das tatsächlich gefährlich sein kann für Epileptiker, las ich bei der Bank, für die ich TAN-Nummern online generieren muss mit einem Gerät..., man kann es auch "manuell" machen...
à propos Niko: Natürlich wollte ich keinem Epileptiker zu nahe treten, sondern das latent Epileptische (gemeint: Verkrampfte, sich verkrampfte, unkontrollierte Schäumen und Zucken) aller Hektiker der Welt, der Beschleunigung, der Überdrehung zum Ausdruck bringen.
Das Dumme mit dem Überdruss: Er wandert nicht in die Rote Tonne, bzw. gibt es keine Rote Tonne, weil die Erde ja alles schlucken muss und nicht verdampfen lässt: der Überdruss kommt in die Recycling-Tonne. Mehrwert wird daraus geschöpft. Unser aller Mehrwert ;) Wir haben so viel über, so viel übrig,
Herzlich
klara
Hallo Klara,
bei deinem Text geht es mir ähnlich wie Amanita. Ich musste jedoch mehrfach lesen bzw. pausieren, um durchzuhalten, da eine leichte Reizüberflutung bei mir stattfand, ähnlich der Reizüberflutung bei vielem Blinken. ,-)
Ja, kannst du.
Gehe oben auf "Persönlicher Bereich", dann auf "Einstellungen", dort auf "Anzeigeoptionen ändern". Dort kannst du bei "Smileys als Grafiken anzeigen" auf "nein" stellen.
Liebe Grüße
Gabi
bei deinem Text geht es mir ähnlich wie Amanita. Ich musste jedoch mehrfach lesen bzw. pausieren, um durchzuhalten, da eine leichte Reizüberflutung bei mir stattfand, ähnlich der Reizüberflutung bei vielem Blinken. ,-)
Klara hat geschrieben:Hier links neben mir blinken die Smileys, und ich kann das nicht mehr richtig gut aushalten (technischer Tipp, wie ich das ausmache??),
Ja, kannst du.
Gehe oben auf "Persönlicher Bereich", dann auf "Einstellungen", dort auf "Anzeigeoptionen ändern". Dort kannst du bei "Smileys als Grafiken anzeigen" auf "nein" stellen.
Liebe Grüße
Gabi
Hallo Klara,
Warum ist dir das "Wir" hier so wichtig?
Liebe Grüße
Flora
Wenn du dir den Text als Leser, aus etwas Distanz heraus anschaust, empfindest du die beschriebenen Eindrücke nicht als über-, oder hineingesteigert und aufgebauscht? Das ist ja an sich auch keine Kritik am Text, nur eine Rückmeldung, wie es bei mir ankommt und die Frage nach der Intention.Hm. Schade. Warum? Inwiefern aufgebauSCHt? Es ist ein Eindruck, eine Beschreibung.
Dann ist es ja gut. :)So ist es gemeint und gewollt.
Es geht mir nicht darum, dass das Schöne mitgesagt, oder gezeigt werden müsste, sicher können darüber dann andere Texte und Gedichte geschrieben werden. Für mich ist es wahrscheinlich das "Wir", an dem es für mich kippt. Aber diese Diskussion hatten wir hier ja schon öfter, (auch Amanita und ich) das scheint sehr unterschiedlich wahrgenommen zu werden. Für mich wäre hier ein "Ich" ohne behauptendes Duersieesihrsie die bessere Wahl, oder ein Bruch am Ende, vom "Wir" zum "Ich". Wir, das bin ich.Vermutlich muss der Text noch ein Weilchen ruhen, ehe ich entscheiden kann, ob ich, Schreiberein, aus 'literarischen' Gesichtspunkten jenem lyrischen Ich gestatten darf, sich so behauptungstapfer ins verengt wahrnehmerische Unrecht zu setzen, ohne all das 'Schöne' seiner Stadt und seines Lebens gleichzeitig mitsagen zu müssen. (Das übrigens ja da ist, im Text, als Abwesendes, als Bedingung, als Fehlen - das ist ja das Schlimme)
Warum ist dir das "Wir" hier so wichtig?
Das verstehe ich jetzt nicht. Hm, und es tut mir wirklich leid, auch wenn es das vielleicht auch nicht soll, dass dich das verletzt. Warum sollte einem ein LIch nicht leidtun (groß oder kleingeschrieben .-)) können, man kann sich doch auch mit und über ein LIch freuen, ärgern ...? Warum sollte ausgerechnet diese Regung beim Lesen nicht möglich sein?Zitat:
mir das LIch Leid tut
Das verstehe ich nicht. Wie kann einem ein lyrisches Ich LEID TUN? Mitleid finde ich eine ganz falsche Kategorie, die mir, unlyrischem Schreiber-Ich - weh tut.
Die Kategorie? Du meinst, ob ich die Bemerkung aus meinem Kommentar löschen kann, oder fragst du, wie du sie durch eine Veränderung im Text für mich ändern könntest?Kann man die wieder weg tun?
Was würdest du denn darauf an Reaktionen erwarten, oder dir für den Text erhoffen?Das 'lyrische Ich', wie du so schön schreibst, ist so dreist, sich da am GESUNDbrunnen mit seiner Krankheit hinzustellen, auszustellen mit all seinem Übel(sein), den Gestank zu riechen, die Hektik nicht zu ertragen, die Werbewände nicht zu verstehen, überdrüssig zu fühlen, sich überflüssig zu fühlen
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Die Kategorie? Du meinst, ob ich die Bemerkung aus meinem Kommentar löschen kann, oder fragst du, wie du sie durch eine Veränderung im Text für mich ändern könntest?
Als Textbetrachtungskategorie. Wenn mir Mozart "leid tut" in der Novelle von Mörike, ist es etwas Anderes. Aber das lyrische Ich z.B. in Bonhoeffers "Von guten Mächten wunderbar geboren" käme mir die Kategorie 'Leidtun' unangemessen vor. Auch oder gerade weil bekannt ist, unter welchen Bedingungen und Umständen das geschrieben wurde. Damit will ich jetzt keinesfalls in eine Reihe mich stellen mti diesem großen Mann, sondern verständlich machen, warum die Kategorie für mich (nur für mich???) nicht stimmt: Es ist doch der Text, der stimmen muss, nichts anderes, oder? Und der Text, um den es geht. Nicht ein Ich, das ein Wir wird, das dir nicht gefällt, dieses Wir, und ich soll antworten, warum mir das Wir wichtig ist. Aber das muss der Text beantworten. Wenn er es (für dich) nicht tut, ist er nicht gut, nicht gut genug oder schlecht - für dich oder insgesamt.
Was würdest du denn darauf an Reaktionen erwarten, oder dir für den Text erhoffen?
Das ist nicht der Weg, auf dem ich an so einen Text herangehe - weder beim Schreiben noch beim (hier) Einstellen. Deshalb muss ich die Antwort dir schuldig bleiben: Ich wüsste keine.
Bin in Eile, deshalb erstmal so knapp.
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