Holzfäller

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Dohle

Beitragvon Dohle » 26.09.2013, 09:33

ich schlug mit meiner holzstimme
sägte an ihren nerven
gesprochenes grün fiel zu boden
als ich meine Fäuste in die Worte presste
bis die Späne flogen

Niko

Beitragvon Niko » 26.09.2013, 18:51

grundsätzlich finde ich das "nicht schlecht", dohle!
"gesprochenes grün fiel zu boden" - eine sehr gute zeile, die man noch schärfer formulieren könnte, denk ich.in der vorletzten zeile ist mir das "die" zuviel. man packt ja beispielsweise "wut in worte". aber zeile zwei finde ich mist.weglassen wäre da besser.
was denkst du?

beste grüße - niko
(Gesendet mit meinem Brain)

Dohle

Beitragvon Dohle » 28.09.2013, 11:00

Hallo Niko, hier Dohle
stiimt, das "die" kann man sich sparen. An Zeile 2 hänge ich aber schon. Das Sägen (sägte an ihren Nerven) ist ja Teil des Spiels mit der Idee, des Ludischen, es gehört mit in das Bild des Baumes als Grundlage des Schreibens, der dafür zerstört werden muss, während sich das zerstörerische Element auf anderer Ebene weiter entfaltet z.B. in der Wut der Worte. Für mich ist das Gedicht sehr verspielt und auch heiter, erst zuletzt musst ich wieder über meine holzstimme schmunzeln...
viele grüße


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