Verständigung
Mit dem Tauben reden, mit den Augen.
Er nur weiß von Sprache tauber Sätze,
zuhört er nur, will verstehen, Schätze,
Wörterbänder ins Begreifen saugen.
Stummes Ringen um das eine Wort,
wissend um Vergeblichkeit der Silben,
nackenwärts die Meute blasser Milben,
jedes Stammeln Bluten, Zungenmord.
Stimmen überschlagen sich im Raum.
Zunicken dann, alte Hasen beide.
Mit den Augen hören: Wörterkreide.
Taube Stumme wir, Verständnis kaum.
Verständigung
Hallo Rita,
das ist für mich so fürchterlich hingebogen auf die Form, dass ich das gar nicht mehr ernst nehmen kann. Und da nützt mir dann auch der Kniff, dass es sich dabei womöglich wiederum selbst auf die Schwierigkeit der Verständigung zwischen Menschen beziehen soll nichts mehr. "Er nur weiß von Sprache tauber Sätze, zuhört er nur"??? Für das und vieles andere in diesem Text muss es bessere Möglichkeiten geben, auch innerhalb der dir selbst vorgegebenen Form. Wobei ich auch inhaltlich viele Fragezeichen in den Augen behalte. Der Text scheint es sich aus meiner Sicht zu leicht zu machen mit dem Wort "Taub/taub".
Mit den Augen hören: Wörterkreide.
Diese Zeile hat mich wohl verlockt zu kommentieren. Sehr schön. Sie könnte auch für sich stehen.
Liebe Grüße
Flora
das ist für mich so fürchterlich hingebogen auf die Form, dass ich das gar nicht mehr ernst nehmen kann. Und da nützt mir dann auch der Kniff, dass es sich dabei womöglich wiederum selbst auf die Schwierigkeit der Verständigung zwischen Menschen beziehen soll nichts mehr. "Er nur weiß von Sprache tauber Sätze, zuhört er nur"??? Für das und vieles andere in diesem Text muss es bessere Möglichkeiten geben, auch innerhalb der dir selbst vorgegebenen Form. Wobei ich auch inhaltlich viele Fragezeichen in den Augen behalte. Der Text scheint es sich aus meiner Sicht zu leicht zu machen mit dem Wort "Taub/taub".
Mit den Augen hören: Wörterkreide.
Diese Zeile hat mich wohl verlockt zu kommentieren. Sehr schön. Sie könnte auch für sich stehen.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
-
Rita
Hallo Flora,
ja, dieses Gedicht ist etwas kompliziert. Du bist frustriert, du verstehst kaum bis gar nichts, das entnehme ich zumindest deinem Kommentar. Nun sind Gedichte nicht zum schnellen Drüberlesen geschrieben, jedenfalls sollten sie das nicht sein. Sie müssen laut gelesen werden, mehrmals, so lange, bis sich Verständnis einstellt. Wie ich schon einmal schrieb, beginnt ein Gedicht erst als Junktim zwischen Autor und Leser zu leben. Wenn der Leser also nicht bereit ist, also "im Flow" ist, kann das Gedicht nicht sprechen. Ich wüsste kaum, was ich dir auf deinen Kommentar antworten sollte als dies.
Lieben Gruß, Rita
ja, dieses Gedicht ist etwas kompliziert. Du bist frustriert, du verstehst kaum bis gar nichts, das entnehme ich zumindest deinem Kommentar. Nun sind Gedichte nicht zum schnellen Drüberlesen geschrieben, jedenfalls sollten sie das nicht sein. Sie müssen laut gelesen werden, mehrmals, so lange, bis sich Verständnis einstellt. Wie ich schon einmal schrieb, beginnt ein Gedicht erst als Junktim zwischen Autor und Leser zu leben. Wenn der Leser also nicht bereit ist, also "im Flow" ist, kann das Gedicht nicht sprechen. Ich wüsste kaum, was ich dir auf deinen Kommentar antworten sollte als dies.
Lieben Gruß, Rita
Hallo Rita,
ich muss dich leider enttäuschen. Weder habe ich nur schnell drübergelesen, noch habe ich versäumt, es laut zu lesen, sogar mehrmals, sonst würde ich auch nicht kommentieren. Vielleicht findet sich ja noch ein Leser, der hier "im Flow" ist, aber vielleicht wäre es auch einfach gut, das Gedicht nochmal selbst unter die Lupe zu nehmen? (*lach* Gerade Pjotrs Kommentar gesehen ... ja, sogar die Tauben habe ich nicht übersehen. :o))) Vielleicht verstehe ich auch tatsächlich kaum bis gar nichts, obwohl ich eigentlich nicht den Eindruck hatte. Du darfst mir gerne auf die Sprünge helfen. Die inhaltlichen Fragezeichen beziehen sich weniger darauf, dass ich meine nicht zu verstehe, was das Gedicht sagt, sondern dass ich das Gesagte/Gezeigte Hinterfrage und es mir nicht schlüssig ausgearbeitet, oder angelegt zu sein scheint.
Liebe Grüße
Flora
ich muss dich leider enttäuschen. Weder habe ich nur schnell drübergelesen, noch habe ich versäumt, es laut zu lesen, sogar mehrmals, sonst würde ich auch nicht kommentieren. Vielleicht findet sich ja noch ein Leser, der hier "im Flow" ist, aber vielleicht wäre es auch einfach gut, das Gedicht nochmal selbst unter die Lupe zu nehmen? (*lach* Gerade Pjotrs Kommentar gesehen ... ja, sogar die Tauben habe ich nicht übersehen. :o))) Vielleicht verstehe ich auch tatsächlich kaum bis gar nichts, obwohl ich eigentlich nicht den Eindruck hatte. Du darfst mir gerne auf die Sprünge helfen. Die inhaltlichen Fragezeichen beziehen sich weniger darauf, dass ich meine nicht zu verstehe, was das Gedicht sagt, sondern dass ich das Gesagte/Gezeigte Hinterfrage und es mir nicht schlüssig ausgearbeitet, oder angelegt zu sein scheint.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Rita hat geschrieben:Du bist frustriert, du verstehst kaum bis gar nichts, das entnehme ich zumindest deinem Kommentar.
Hallo Rita,
wenn ich so eine Aussage zufällig lese, sagt ein Teil in mir, lass sie doch stehen, sie spricht für sich.
(Und wie leicht könnte man sie verwechseln. Spiegeln. Auf den Autor beziehen.)
Der andere. Lass so eine Aussage nicht unkommentiert stehen. Was für ein Schwachsinn.
Ferndiagnosen im Internet über einen Menschen, den man nicht kennt. Super. Toll. Nostradamisch. Wie Eloquent.
Treffsicher wie Schettino an seinem kleinen Riff.
Ja, ich weiss, die Flora stammt aus dem metaphen Afghanistan, ist also einem anderen Kulturkreis angehörig, der nicht richtig zu lesen und nicht richtig zu schweigen gelernt hat, wohl aufgrund ihres geographischen Umfeldes (2.0Web-Längengrad, 17-Zoll-diagonale-Breitengrad) und ihrer soziologischen Herkunft (Langjähriger Aufenthalt im Blauen Salon, unterbrochen nur durch mehrfache kürzere Auslandsaufenthalte in vergleichbaren geistigen Sahelzonen) nicht in der Lage, Tauben von Tauben zu unterscheiden, geschweige denn, sich mit rechts (ohne Netz) in mit Wörterkreide gemalte Bilder hineinzuempathieren,
Ironischerweise stammen alle hier ab und zu aus Afghanistan, Aram bloß mehr aus dem österreichischen Teil und ich aus einem Baumhaus in Eritrea, also gilt auch hier (abgesehen von vereinzelten, patrjotrischen Gesängen), obgleich wir unterschiedlicher nicht sein könnten:
Zitat: "Taube Stumme wir, Verständnis kaum."
Nur das wir verständnisvoller mit uns umgehen.
Floras Einwendungen finde ich völlig berechtigt. Dabei kann ich mich nicht daran erinnern, dass wir sonst so oft deckungsgleiche Ansichten hätten).
Stimmen überschlagen sich im Raum, das kann passieren, wenn Taube reden.
Namaste,
jondoy
ps:
Zitat: Mit den Augen hören: Wörterkreide.
Den Satz fand Flora sehr schön. Diese Zeile hat sie wohl verlockt, zu kommentieren, schreibt sie.
Mich würde an diesem Satz ja diese Aussage stören: Mit den Augen hören. Wer hört schon mit den Augen?
Klingt antonymisch wie: Mit den Ohren sehen: Lautekreide.
@ jondoy: Ich vermute mal (ohne mich hier tiefer einmischen zu wollen), dass sich dieser Satz konkret aufs Von-den-Lippen-Lesen bezieht, also etwas sehen, was andere hören. Darauf bezogen finde ich die Zeile treffend.
Ansonsten habe ich mir Deinen letzten Kommentar fürs Tüpfelchen notiert
Grüße in den Tag
Zefira (aus der igruanischen Ecke von Afghanistan)
Ansonsten habe ich mir Deinen letzten Kommentar fürs Tüpfelchen notiert
Grüße in den Tag
Zefira (aus der igruanischen Ecke von Afghanistan)
Vor der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
(Ikkyu Sojun)
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
(Ikkyu Sojun)
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