nach osten

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
scarlett

Beitragvon scarlett » 10.07.2013, 18:21

Verstecken ist aktiviert
Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein.
Zuletzt geändert von scarlett am 24.07.2013, 08:21, insgesamt 4-mal geändert.

pjesma

Beitragvon pjesma » 10.07.2013, 22:19

hallo scarlett, das gedicht hat etwas leichtes, sonniges, wäscheduftendes, vernetztes, gefällt mir sehr. "das grüne kleid bemooster quellen" irritiert mich ein bisschen, aber da ich kein lösungs/änderungsvorschlag habe ... ;-)
lg, pjesma

scarlett

Beitragvon scarlett » 12.07.2013, 19:42

wenn das gedicht trotz schwere leichtigkeit transportiert, dann nehme ich das als kompliment.

über das grüne kleid ließe sich philosophieren ... meine ich.
dass es nicht zufällig gewählt wurde, versteht sich von selbst.

hab dank, pjesma.

lg,
scarlett

Mucki
Beiträge: 26644
Registriert: 07.09.2006
Geschlecht:

Beitragvon Mucki » 12.07.2013, 21:00

Liebe Monika,

sehr fein verwebst du hier das kurze Aufleuchten des LIs, während es weiterhin im Netz der Spinne gefangen bleibt. LI erinnert sich an Mutter und Vater, beides sehr ambivalente Erinnerungen. Vor allem die Strophe mit dem Vater klingt für mich sehr desolat. Und für das LI ist der Sommer noch immer "angekettet", weil LI zu viele dunkle Erinnerungen plagen. Faszinierend ist für mich hier die tragende Rolle der Spinne. Einerseits fesselt sie das LI, andererseits sorgt sie auch für die kleinen, freien Momente des LI. So wird der Schluss schön offen lesbar, denn die Spinne lese ich hier am Schluss auch für die Möglichkeit, die Zeit immer weiter und freier für das LI werden zu lassen.
So meine Lesart und was ich da lese, gefällt mir sehr.

Liebe Grüße
Gabi

scarlett

Beitragvon scarlett » 12.07.2013, 22:02

fein fein, liebe gabi, was ich da lese und das gefällt mir gut!

die spinne - sie "spinnt", hin und wieder zumindest :smile: aber sie fädelt auch die zeit, sie macht sie dünn wie die fäden, durch die man einerseits schauen kann, andrerseits wird das gesehene immer dünner, verblasst ... bleibt vieles ausgespart, verschwindet es allmählich im nebulösen, spinnigen des netztes.
gefangen sein ist somit ambivalent- die Verbindung bleibt ja dennoch bestehen. noch.

hab dank und herzliche grüße,
monika

Klimperer

Beitragvon Klimperer » 13.07.2013, 09:31

"nach osten" ...

Zur Sonne hin, also. Das Wort Hoffnung erscheint nicht, um so mehr spürt man sie.

scarlett

Beitragvon scarlett » 14.07.2013, 19:52

danke, carlos.
und ja, zur sonne hin, dorthin, wo sie aufgeht ...

abendgruß,
scarlett

scarlett

Beitragvon scarlett » 19.07.2013, 20:09

ich habe eine bitte:

könnte jemand nochmal über diesen text schauen, ich würde gerne etwas ändern, bin mir aber nicht schlüssig, ob das nun gut oder verschlimmbessert wäre.

es sind nur kleinigkeiten, dennoch wüsste ich gern, wie das dann ohne diese "füllsel" wirkt ...



Verstecken ist aktiviert
Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein.


was meint ihr?

dankesgrüße,
scarlett

Benutzeravatar
Pjotr
Beiträge: 6845
Registriert: 21.05.2006

Beitragvon Pjotr » 19.07.2013, 20:22

Hallo,

ich bin da nicht so kompetent, aber nach mehrmaligem Lesen und Abwägen finde ich auch, dass diese "Füllsel" entfernt werden können. Ohne hats mehr Rhythmus, und dass die Spinne weiterfädelt, ist nicht notwendig ein Gegensatz zur vorausgehenden Szene, oder?


Ahoi

P.

Mucki
Beiträge: 26644
Registriert: 07.09.2006
Geschlecht:

Beitragvon Mucki » 19.07.2013, 20:32

Huhu Monika,

bin kursiv im Text.

Liebe Grüße
Gabi

Verstecken ist aktiviert
Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein.

scarlett

Beitragvon scarlett » 19.07.2013, 20:33

oh, Pjotr, hab dank für die schnelle antwort.

ja, ich sehe es mittlerweile auch so, dass das nur füllsel sind und am schluss, hast du wohl recht, mit dem weiter spinnen der spinne, ich meine, damit bleibt es auch ein wenig offener, oder?

und die kompetenzfrage- die erörtern wir mal lieber nicht, ok? das passt schon ...

herzlichen dank,
scarlett

scarlett

Beitragvon scarlett » 19.07.2013, 20:38

ok, liebe gabi, das komma zwischen überstunden inklusive kann wirklich weg. ja.

dieses während - eigentlich mag ich es ja nicht so sehr, am liebsten hätte ich ja hier ein "und", aber dann sinds insgesamt gesehen zu viele ...
aber um dieses paradoxe, ja darum ging es mir schon ...
ich fühlte mich da an einen text von wecker erinnert, da hab ich die idee ein wenig geklaut, geb ich zu, wenn auch ganz anderer zusammenhang, versteht sich ...
also ich seh schon, das muss ich noch gut berlegen ...

ich danke dir, gabi, ich hatte ja gehofft, dass du auch was dazu sagst, da du ja shcon kommentiert hattest ...
mal sehen, ob und was noch kommt ...

der text ist mir sehr wichtig ...

ich ändere dann mal im kopfposting, was ich schon hab bzw. bestärkt von euch übernehme ...

liebe abendgrüße,
monika

Mucki
Beiträge: 26644
Registriert: 07.09.2006
Geschlecht:

Beitragvon Mucki » 19.07.2013, 20:47

Verstecken ist aktiviert
Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein.


Nochmal kurz als weitere Denkhilfe:
Das "während" verstärkt für mich nicht nur das Paradoxe hier, sondern erfüllt auch noch eine weitere Funktion: Die ersten beiden Zeilen sind ziemlich düster. Durch das "während", also das Gleichzeitige hier, wird die Abmilderung im Folgenden noch weicher gezeichnet, weiter abgefedert. Es ensteht eben kein erneuter "Flächenbrand". Diese Strophe ist für mich bezeichnend für die Ambivalenz der Gedanken des LIs.

Liebe Grüße
Gabi

scarlett

Beitragvon scarlett » 19.07.2013, 20:53

guter hinweis von dir, gabi, ein mal mehr -
ja, das werde ich bedenken, weil es für den text /und für mich ja auch, aber das ist zweitrangig/ wichtig ist.

danke!

lg
monika


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 17 Gäste