natürliche grenzen
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scarlett
im großen und ganzen mag ich den text.
er hat für mich dennoch Unstimmigkeiten, pjesma.
das fängt schon mit dem vorhang an ...
wenn der vorhang aufgeht, dann beginnt etwas und geht nicht zu ende.
ferner: die grammatik stimmt nicht, eine fanfare kann nicht aufgehen ...
so wie du das aneinandergereiht hast - kein vorhang ging auf. keine fanfare - geht es nicht, es fehlt dafür, was du aussagen wolltest, ein verb für die fanfare.
ferner das garn - wenn es ordentlich verknäult in der ecke liegt, ist es logisch, dass kein anfang zu finden ist ... zumindest zunächst. man muss suchen, herumpopeln, bis man einen anfang findet, das "doch" macht es in deinem text widersinnig.
den rest finde ich gut durchgearbeitet, pjesma-like ... und das meine ich als kompliment.
scarlett
er hat für mich dennoch Unstimmigkeiten, pjesma.
das fängt schon mit dem vorhang an ...
wenn der vorhang aufgeht, dann beginnt etwas und geht nicht zu ende.
ferner: die grammatik stimmt nicht, eine fanfare kann nicht aufgehen ...
so wie du das aneinandergereiht hast - kein vorhang ging auf. keine fanfare - geht es nicht, es fehlt dafür, was du aussagen wolltest, ein verb für die fanfare.
ferner das garn - wenn es ordentlich verknäult in der ecke liegt, ist es logisch, dass kein anfang zu finden ist ... zumindest zunächst. man muss suchen, herumpopeln, bis man einen anfang findet, das "doch" macht es in deinem text widersinnig.
den rest finde ich gut durchgearbeitet, pjesma-like ... und das meine ich als kompliment.
scarlett
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Klimperer
Scarletts Bemerkungen finde ich einleuchtend. Vielleicht sagt man einfach: "Kein Vorhang, keine Fanfaren."
Andererseits, nach Fanfaren, womit man eher einen Anfang ankündigt, steht: "Nichts ging sichtlich zu einem Ende" ...
Sonst teile ich die Meinung der Anderen. Ein schönes, erfrischendes Gedicht.
Andererseits, nach Fanfaren, womit man eher einen Anfang ankündigt, steht: "Nichts ging sichtlich zu einem Ende" ...
Sonst teile ich die Meinung der Anderen. Ein schönes, erfrischendes Gedicht.
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pjesma
hallo
ich glaube mich zu erinnern, das unvollständiger satz dieser art wie "keine fanfaren." die ellipse heißt und durchaus als stillmittel benutzt werden kann, ich schätze diese art sätze in lyrik sehr, muss nicht allgegenwertige erscheinung sein. problem enstand wahrscheinlich weil man sich von erstem satz nicht gelöst hat, und auch in zweitem einen werb erwartet...wobei ich grad deshalb in diesem gedicht interpunktion benutzte (was ich sonst vermeide)...
wie auch immer, der satz bleibt. was anfänge und enden angeht, ist mein gedicht-konstrukt auch nicht ahnungsloses zufall, sondern es steckt schon ein system dahinter---nähmlich setze ich bewusst die fanfare am ende, wie ich es später im gedicht auch wiedrhole: auch ein fertigerledigtes job am anfang setze (knäul)...es mag sein dass es verwirrt, aber es geht konform mit der aussage die der taxt transportiert---dass eben die grenzen verwischbar sind, es gibt reiseabschnitte, aber wo die anfänge sind und wo die enden, ist ungewiss. im gefühl, wahrscheinlich. daher beliebig. (danke ecb).
lg, pjesma
ich glaube mich zu erinnern, das unvollständiger satz dieser art wie "keine fanfaren." die ellipse heißt und durchaus als stillmittel benutzt werden kann, ich schätze diese art sätze in lyrik sehr, muss nicht allgegenwertige erscheinung sein. problem enstand wahrscheinlich weil man sich von erstem satz nicht gelöst hat, und auch in zweitem einen werb erwartet...wobei ich grad deshalb in diesem gedicht interpunktion benutzte (was ich sonst vermeide)...
wie auch immer, der satz bleibt. was anfänge und enden angeht, ist mein gedicht-konstrukt auch nicht ahnungsloses zufall, sondern es steckt schon ein system dahinter---nähmlich setze ich bewusst die fanfare am ende, wie ich es später im gedicht auch wiedrhole: auch ein fertigerledigtes job am anfang setze (knäul)...es mag sein dass es verwirrt, aber es geht konform mit der aussage die der taxt transportiert---dass eben die grenzen verwischbar sind, es gibt reiseabschnitte, aber wo die anfänge sind und wo die enden, ist ungewiss. im gefühl, wahrscheinlich. daher beliebig. (danke ecb).
lg, pjesma
liebe pjesma,
yep, "keine fanfaren" ist als nominalsatz völlig in ordnung .-)
was sich mir nicht erschließt, sind die gedankenstriche. um "merkten wir erst im nachhinein" leuchteten mir solche eher ein als um "antwortete der andere".
doch gottseidank irritiert der text auch inhaltlich.
"durch fließende übergänge" wirkt wegen der abgegriffenen formulierung häufig verwendeten wortzusammenstellung ironisch (oder nichtssagend; ich entscheide mich jedoch in zusammenschau mit dem titel für ironie - für eine, auf die man sich nicht 'verlassen' kann - subtil, ohne äußere distanz; die geht durchs innere)
gegen ende, wie eine kapitulation als auflösung, taucht dieser "fremde" auf.
damit ist nun final nichts mehr klar (zu kriegen). das "in dem" bleibt folgerichtig verrätselt.
wenn ich mich darauf einlasse, ist es ein frustrierender, fast deprimierter text.
gern ungern gelesen .~)
yep, "keine fanfaren" ist als nominalsatz völlig in ordnung .-)
was sich mir nicht erschließt, sind die gedankenstriche. um "merkten wir erst im nachhinein" leuchteten mir solche eher ein als um "antwortete der andere".
doch gottseidank irritiert der text auch inhaltlich.
"durch fließende übergänge" wirkt wegen der abgegriffenen formulierung häufig verwendeten wortzusammenstellung ironisch (oder nichtssagend; ich entscheide mich jedoch in zusammenschau mit dem titel für ironie - für eine, auf die man sich nicht 'verlassen' kann - subtil, ohne äußere distanz; die geht durchs innere)
gegen ende, wie eine kapitulation als auflösung, taucht dieser "fremde" auf.
damit ist nun final nichts mehr klar (zu kriegen). das "in dem" bleibt folgerichtig verrätselt.
wenn ich mich darauf einlasse, ist es ein frustrierender, fast deprimierter text.
gern ungern gelesen .~)
pjesma hat geschrieben:kein vorhang ging auf.
keine fanfaren.
nichts ging sichtlich zu einem ende,
nur die nacht.
und es wurde ein dienstag
und es wurde ein mai
und es wurde ein vielleicht feiertag.
es wurde beliebig hell.
keiner erinnerte sich des letzten kusses,
doch einer musste der letzte gewesen sein,
weil ein anderer ihm nicht mehr folgte.
kein schluss.
keine grabrede.
nirgendwo ein tastbarer anfang von etwas
und doch lag das garn ordentlich verknäult in der ecke.
ohne entscheidungen
und trotz entscheidungen
geschahen die veränderungen.
durch fließende übergänge
gelangten wir irgendwohin,
irgendwann-
verhöhnten die grenzsteine
die kartografien.
"hier ist noch gras!"
schrie einer
"aber da ist es ja auch!"-antwortete der andere-
also was soll das nun?
dort, wo der see anfing,
merkten wir erst im nachhinein
sind wir schon eine ganze weile
ahnungslos
in dem des fremden gelaufen.
nur die füße sind auf einmal nass geworden.
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pjesma
hallo aram, danke fürs lesen 
gedankenstriche sind...eine macke von mir. denk sie bitte weg. (in meinem handschriftlichem sind sie sogar pfeile, so eine interpunktion gibts gar nicht---also, ich bereue demutig, gelobe aber wahrscheinlich nur mühsam die besserung, weil es fest sitzt).
bei fließenden übergängen hast du wahrlich den finger in die wunde gesteckt die mich sehr stört---das war die blöde angst, dass es sonst gar nicht verständlich wäre und ich den leser ganz außenvor lasse---sollte jemandem etwas entsprechendes anstat diesen zeilen einfallen, her damit.
gern ungern gelesen kann ich nicht kommentieren, bleibt verrätselt :o) wie auch die gedanken von einem neuem anfang immer nach eine weile entarnt werden als verlängerung des vorhigen und wirklich neues schleicht sich unbemerkt ein. was, worum es genau geht, der geier wirds wissen...oder der skorpion auf dem froschrücken
lg dir

gedankenstriche sind...eine macke von mir. denk sie bitte weg. (in meinem handschriftlichem sind sie sogar pfeile, so eine interpunktion gibts gar nicht---also, ich bereue demutig, gelobe aber wahrscheinlich nur mühsam die besserung, weil es fest sitzt).
bei fließenden übergängen hast du wahrlich den finger in die wunde gesteckt die mich sehr stört---das war die blöde angst, dass es sonst gar nicht verständlich wäre und ich den leser ganz außenvor lasse---sollte jemandem etwas entsprechendes anstat diesen zeilen einfallen, her damit.
gern ungern gelesen kann ich nicht kommentieren, bleibt verrätselt :o) wie auch die gedanken von einem neuem anfang immer nach eine weile entarnt werden als verlängerung des vorhigen und wirklich neues schleicht sich unbemerkt ein. was, worum es genau geht, der geier wirds wissen...oder der skorpion auf dem froschrücken
lg dir
gern ungern gelesen bedeutet, dass mein einlassen auf den text belohnt wurde mit fertiggemacht zu werden -
es spräche nichts dagegen es wahlweise als hohes lob zu archivieren .-)
mercí.
es spräche nichts dagegen es wahlweise als hohes lob zu archivieren .-)
pjesma hat geschrieben:wie auch die gedanken von einem neuem anfang immer nach eine weile entarnt werden als verlängerung des vorhigen und wirklich neues schleicht sich unbemerkt ein.
mercí.
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scarlett
kein vorhang ging auf.
keine fanfaren.
in einer elliptischen konstruktion, und die liegt meines erachtens hier vor, kann nur ein gemeinsames element weggelassen werden- und das ist hier nicht der fall, weil das "gemeinsame" verb keines ist, fanfaren gehen nun mal nicht auf.
damit will ich nicht sagen, dass man in der dichtung nicht frei verfahren "kann", beispiele hierfür gibt es genügend.
hier wird vom leser erwartet, dass er das richtige, ausgesparte verb selbst ergänzt. und die gefahr ist meiner meinung nach recht groß, dass das einfach als grammtische unzulänglichkeit gewertet wird.
liebe grüße,
scarlett
keine fanfaren.
in einer elliptischen konstruktion, und die liegt meines erachtens hier vor, kann nur ein gemeinsames element weggelassen werden- und das ist hier nicht der fall, weil das "gemeinsame" verb keines ist, fanfaren gehen nun mal nicht auf.
damit will ich nicht sagen, dass man in der dichtung nicht frei verfahren "kann", beispiele hierfür gibt es genügend.
hier wird vom leser erwartet, dass er das richtige, ausgesparte verb selbst ergänzt. und die gefahr ist meiner meinung nach recht groß, dass das einfach als grammtische unzulänglichkeit gewertet wird.
liebe grüße,
scarlett
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pjesma
hallo scarlett, ja es mag sein dass es zu verwirrungen bringt. ich empfinde es als zwei getrennte einheiten, hätte ich es so mit komma geschrieben: kain vorhang ging auf, keine fanfaren--- musste noch ein "waren zu hören" dazu geschrieben werden, aber so, mit dem punkt lass ich es mir durchgehen und nehm die kurzfrisstige verdutzen in kauf
, bei der menge meiner grammatischen unzulänglichkeiten fällt manchmal auch das gewollte unterm tisch als eins davon, ein böses schicksal das
))
dank und lg dir !
, bei der menge meiner grammatischen unzulänglichkeiten fällt manchmal auch das gewollte unterm tisch als eins davon, ein böses schicksal das
))dank und lg dir !
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