tief im verkümmerten brotgesang
sah ich notizen allerorten
du
in des kopfes schmerzes
schriebst sinnliche briefe an die reventlow
geschrei gabs viel
auch dort wo es herkam
doch dein gesang war immerda
trotz
luftkanal und körpererwärmung
ganz tief klang unser seelenheil im ganzen
wurden wir immer langsamer
unsere sorgenvollen bewegungen zitterten
es war zum stehen gekommen das dasein
der lichten stellen waren viel
um uns war gott
er trank des licherns exporten
im ganzen vier!
wir lächelten frühlingshaft in den sommer hinein
summten wie es tiere in den comics tun
wir hatten keine namen für das was wir riefen
wir legten uns alleine in unseren schatten und warteten von anfang an darauf
dass die anderen uns begruben
Abendlandschaft mit Zunge
Hallo, Estragon,
dieser Text erinnert mich an Oulipo-Texte, die mit bestimmten Techniken, z.B. durch Aufsuchen bestimmter Seiten im Wörterbuch, erstellt werden. Oder auch mit einem Poesieautomaten. Ich finde so etwas dann oft sehr reizvoll, weil sich ganz neue Assoziationsräume eröffnen. Auch dieser Text, egal wie er erstellt wurde, wirkt auf mich erfrischend wegen seiner logischen Brüche, z.B.:
und seiner eigenartigen Wortkombinationen ("verkümmerter Brotgesang"), auf die man ohne bestimmte Techniken wahrscheinlich nicht kommen würde.
Aus "des kopfes schmerzes" würde ich der Grammatik zuliebe "des kopfes schmerz" machen. Ebenso: des lichern export (übrigens ein sehr leckeres Bier).
immerda > immerdar
Viele Grüße
fenestra
dieser Text erinnert mich an Oulipo-Texte, die mit bestimmten Techniken, z.B. durch Aufsuchen bestimmter Seiten im Wörterbuch, erstellt werden. Oder auch mit einem Poesieautomaten. Ich finde so etwas dann oft sehr reizvoll, weil sich ganz neue Assoziationsräume eröffnen. Auch dieser Text, egal wie er erstellt wurde, wirkt auf mich erfrischend wegen seiner logischen Brüche, z.B.:
geschrei gabs viel
auch dort wo es herkam
und seiner eigenartigen Wortkombinationen ("verkümmerter Brotgesang"), auf die man ohne bestimmte Techniken wahrscheinlich nicht kommen würde.
Aus "des kopfes schmerzes" würde ich der Grammatik zuliebe "des kopfes schmerz" machen. Ebenso: des lichern export (übrigens ein sehr leckeres Bier).
immerda > immerdar
Viele Grüße
fenestra
Hallo Estragon,
ja, egal wie es entstanden ist, oder was der Schreibauslöser war, das Ergebnis empfinde auch ich als erfrischend eigenwillig und reizvoll, auch die Brüche darin, die unerwarteten Wendungen.
Die von Fenestra vorgeschlagenen Änderungen "schmerz" und "export" würde ich nicht nur aus grammatikalischen, sondern auch aus klanglichen Gründen übernehmen.
Liebe Grüße
Flora
ja, egal wie es entstanden ist, oder was der Schreibauslöser war, das Ergebnis empfinde auch ich als erfrischend eigenwillig und reizvoll, auch die Brüche darin, die unerwarteten Wendungen.
Die von Fenestra vorgeschlagenen Änderungen "schmerz" und "export" würde ich nicht nur aus grammatikalischen, sondern auch aus klanglichen Gründen übernehmen.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
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