hallo niko,
auch mir gefallen diese bilder und die art, wie du sie sprachlich umgesetzt hast, wirklich sehr. sie klingen, klingen auch in mir nach, erzählen von widersprüchen und den versuchen, zwischen reflexion ('... hinter mich zu blicken') und (neu)aufbruch ('an einem morgen ging ich ...') zur eigenen mitte zu finden, und einer sehnsucht, die in den lauten schreien der möwen dringlicher wird.
ich finde dieses 'noch' so zwischen die strophen gestellt auch sehr einsam, vielleicht zu einsam wie flora, meine aber, dass es schon etwas hervorgehoben werden darf um es beiden gerecht werden zu lassen, dem 'gefällt mir heute noch' und 'noch bin ich geblieben'
nur eine überlegung, die zugegeben nicht sehr ausgereift ist, vielleicht könnte man das heute da hinüberziehen, etwa so:
an einem morgen
ging ich den pilgerweg
fand nie ein ziel
aber der weg
gefällt mir
heute noch
bin ich geblieben
in trondheim bei mir
am fjord
die möwen schreien
in letzter zeit so laut
oder
an einem morgen
ging ich den pilgerweg
fand nie ein ziel
aber der weg
gefällt mir
heute noch
bin ich geblieben
in trondheim bei mir
am fjord
die möwen schreien
in letzter zeit so laut
letztlich ist das aber wohl eine recht persönliche entscheidung, je nach gewichtung, die du natürlich für dich treffen musst.
liebe grüße, poeta