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Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
StefanPollotzky

Beitragvon StefanPollotzky » 08.04.2013, 21:11

Ich habe gerade ein Gedicht geschrieben, aber ich will lieber ein paar Fragen und mögliche Feststellungen in die Runde werfen,
die ich mir hier allein am Schreibtisch stelle, nachdem die Welt sich um mich herum, stetig verändert:

Krallenartige Hände, ziehen langsam vor mir weg. Wie ein angeschossener suche ich nach einen Stift.
Es ist egal, ob wir uns sehen.
Von der Gewichtung her kamen diese Worte einem Amboss gleich, der mir aus 20m Höhe dirket aufs Gesicht fällt.
Ich bin überhaupt nicht daran Schuld.
Das ist niemand!
Du fühlst, was du fühlst. Ob dich jetzt jmd. als Wixer beschimpft, oder sonst etwas.
Du bist der jenige, der es fühlt, also hast du es in der Hand, wer daran schuld ist.

Liebe ist, wenn sich zwei Menschen
in ihrer Einsamkeit finden.

Was sind Freunde, die man verlassen wird? Jetzt schon alte Bekannte? Verurteilt, eine Nichtigleit zu spielen?

Ich habe letzhin ein Gedicht zu den jüngsten Ereignissen in Korea Geschrieben:

Euch gehts gut
Junge, ihr habt glück.
Ihr lebt in Zeiten,
euch gehts gut.
Euch gehts gut.
Es gibt Geld, des was wert is.
Es gibt arbeit.
Und was des wichtigste is,
ihr kennt kein Krieg.
Oh, bis des wieder Krieg gibt.
Des dauert, des dauert! Oh des dauert!
Nein, vielleicht eure Kindes Kinder,
aber nedemol die.
Oh euch gehts gut.
So Zeiten wir mir sie erlebt habbe,
des kennt ihr garned mehr.
Des werdet ihr nie erleben.
Euch gehts gut!
S'hat man ja damals ned ahne könne.
Des middem Krieg.
Man hat halt so vir sich hinglebt.
Hat ja andere Sorgen ghabt.
S'Geld isch ja grad erst wieder verreckt.
Und Schlag auf Schlag war de Krieg da.
Man hats ja schon geahnt,
aber man wollts halt ned wahr habe.
Sowas gibts eh ned mehr.
Ausgschlosse. Euch gehts halt gut!

http://www.artefakt-sz.net/wp-content/u ... x-Mars.jpg

Heine, Heinrich:


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Der neue Alexander
Heinrich Heine

I

Es ist ein König in Thule, der trinkt
Champagner, es geht ihm nichts drüber;
Und wenn er seinen Champagner trinkt,
Dann gehen die Augen ihm über.

Die Ritter sitzen um ihn her,
Die ganze Historische Schule;
Ihm aber wird die Zunge schwer,
Es lallt der König von Thule:

"Als Alexander, der Griechenheld,
Mit seinem kleinen Haufen
Erobert hatte die ganze Welt,
Da gab er sich ans Saufen.

Ihn hatten so durstig gemacht der Krieg
Und die Schlachten, die er geschlagen;
Er soff sich zu Tode nach dem Sieg,
Er konnte nicht viel vertragen.

Ich aber bin ein stärkerer Mann
Und habe mich klüger besonnen:
Wie jener endete, fang ich an,
Ich hab mit dem Trinken begonnen.

Im Rausche wird der Heldenzug
Mir später weit besser gelingen;
Dann werde ich, taumelnd von Krug zu Krug,
Die ganze Welt bezwingen."


II

Da sitzt er und schwatzt, mit lallender Zung',
Der neue Alexander;
Den Plan der Welteroberung,
Den setzt er auseinander:

"Lothringen und Elsaß, das weiß ich längst,
Die fallen uns zu von selber;
Der Stute folgt am End' der Hengst,
Es folgen der Kuh die Kälber.

Mich lockt die Champagne, das beßre Land,
Wo jene Reben sprießen,
Die lieblich erleuchten unsern Verstand
Und uns das Leben versüßen.

Hier soll sich erproben mein Kriegesmut,
Hier soll der Feldzug beginnen;
Es knallen die Pfropfen, das weiße Blut
Wird aus den Flaschen rinnen.

Hier wird mein junges Heldentum
Bis zu den Sternen moussieren!
Ich aber verfolge meinen Ruhm,
Ich will auf Paris marschieren.

Dort vor der Barriere mach ich halt,
Denn vor den Barrierepforten,
Da wird kein Oktroi bezahlt
Für Wein von allen Sorten."


III

"Mein Lehrer, mein Aristoteles,
Der war zuerst ein Pfäffchen
Von der französischen Kolonie,
Und trug ein weißes Beffchen.

Er hat nachher als Philosoph
Vermittelt die Extreme,
Und leider Gottes! hat er mich
Erzogen nach seinem Systeme.

Ich ward ein Zwitter, ein Mittelding,
Das weder Fleisch noch Fisch ist,
Das von den Extremen unserer Zeit
Ein närrisches Gemisch ist.

Ich bin nicht schlecht, ich bin nicht gut,
Nicht dumm und nicht gescheute,
Und wenn ich gestern vorwärts ging,
So geh ich rückwärts heute;

Ein aufgeklärter Obskurant,
Und weder Hengst noch Stute!
Ja, ich begeistre mich zugleich
Für Sophokles und die Knute.

Herr Jesus ist meine Zuversicht,
Doch auch den Bacchus nehme
Ich mir zum Tröster, vermittelnd stets
Die beiden Götterextreme."


Hier der Anfang eines Gedichts, das bis zum Weltuntergang nicht fertig werden wird:

Der wahre Luther

Luther: "Butter!"

"Aber mein Herr,
ihr speißt und lobt
Himmel, Gott
für Wein und Brot.
seht ihr nicht das Chaos und Grauen
das vor den Mauern eurer Burgen tobt?

"Cobi, mein Diener,

dieses Grauen,
das musst du wissen,
ist vom Herrn Gott,
dem Allmächtigen selbst
in die Welt geschissen

früher dachte ich,
ich könne das Leid und die Probleme der Welt verstehen
mit offenen Augen,
die Ängste der Menschen sehen

schrieb darauf die 99 Thesen
musste erkennen,
das Volk kann nicht lesen.

Wurde von den Päpstlichen aufs übelste geschunden.
Hab mich nur mit mühe aus ihren Griffen gewunden.
Habe einen Herzog gefunden.
Hab mich an seinen Hof gebunden.

Und so wurden die Tage langsamer
der eine kommt, der andere geht.
Schon wieder Herbst, die Blätter verweht.
Nach einiger zeit passiert, dass man versteht:

Die Welt

Herby

Beitragvon Herby » 08.04.2013, 22:31

?

ecb

Beitragvon ecb » 09.04.2013, 18:18

?

Niko

Beitragvon Niko » 09.04.2013, 18:42

???

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Eule
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Beitragvon Eule » 01.05.2013, 16:18

Hier wird permutiert und amalgiert, was das Zeugs hält ... ;-)
Zuletzt geändert von Eule am 01.05.2013, 16:25, insgesamt 1-mal geändert.
Ein Klang zum Sprachspiel.

scarlett

Beitragvon scarlett » 01.05.2013, 16:23

was soll das eigentlich?
versteht das einer/eine???

Mucki
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Beitragvon Mucki » 01.05.2013, 16:29

Nein, ich verstehe hier, wie auch die anderen, nicht, worauf Stefan hier hinauswill. Die lauter Fragezeichen als Kommentare sagen es ja. Es liegt nun an Stefan, sich zu den lauter ??? zu äußern, denke ich mal.


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