jeder verlust
wird vor uns begraben
wirft schwere
auf uns
sagt uns
seht hin
hier fällt das schweigen ganz besonders ins gewicht
was bleibt da aus
wer bleibt da aus
die namenlosen verziehen das gesicht
die verlassenen rufen
jedes gewicht dass auf uns fällt
berührt uns
wer fängt es auf
die leere
die
jetzt über der nacht flattert
wie das staunen über das wort
den satz
der bedeutung hat
der nicht umsonst geschrieben steht
oder
der fällt
aus marktstrategischen gründen
(heute verteilen sie preise für ein gutes marketing
heute laufen sie von einem event zum anderen und
sagen
wir sind autoren
wir haben klasse und der rest läuft ihnen hinterher
weil er es nicht besser kann)
er wird fehlen
gewiss
wir werden es ein paar mal sagen
wir
in lumpen gebadet
vergessen wir schon bald
wer die nacht berührt
wer die zeilen fragt
was ist nigeria
was ist die welt
was kostet die stille
wenn wir immer
wenn wir erwachen aufs neue beraubt werden
welchen sinn hat das
wer trägt
die nacht aus dem gedicht
wer sagt
wir sind schon immer gestorben
lange bevor der erste rassist afrika hinter sich herzog
Für Chinua Achebe
-
pjesma
hallo karlchen, ich hätte ausnahmsweiße dieses gedicht etwas entschlackt (ich weißichweiß, es ist dein stil, ich verfalle vielen worten auch oft...aber hier wäre es stärker, denk ich, wenn es etwas esenzieller wäre...es gibt manches was nicht weg darf und es gibt manches was leerlauf ist...)
lg, f..gif)
lg, f.
.gif)
Lieber Estragon,
das ist das erste Gedicht von dir, das ich lese, das nicht deinen typischen mich sofort einnehmenden Klang hat, die Sprache scheint mir schwer und schwergängig und mit dem Sprechen beschäftigt anstatt zu sprechen. Woran das liegt, kann ich kaum sagen, aber der Text erscheint mir weltenfremd.
liebe Grüße
Lisa
das ist das erste Gedicht von dir, das ich lese, das nicht deinen typischen mich sofort einnehmenden Klang hat, die Sprache scheint mir schwer und schwergängig und mit dem Sprechen beschäftigt anstatt zu sprechen. Woran das liegt, kann ich kaum sagen, aber der Text erscheint mir weltenfremd.
liebe Grüße
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Das mit Entschlacken und Kürzen fände ich hier schon passend. Das Erschrecken über die vielen Ungerechtig- und Grausamkeiten kann ich nachvollziehen, auch das Stocken in der Sprache. Aber ich meine auch, all diese Punkte würden durch eine Überarbeitung nicht verlorengehen, sondern vielleicht sogar besser zur Wirkung kommen.
Ein Klang zum Sprachspiel.
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