wider alle vernunft

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
poeta

Beitragvon poeta » 13.03.2013, 23:18

gelöscht
Zuletzt geändert von poeta am 04.01.2016, 17:07, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Elsa
Beiträge: 5286
Registriert: 25.02.2007
Geschlecht:

Beitragvon Elsa » 16.03.2013, 12:09

Liebe poeta,

ein Mist, dieses Verlangen, das Träume aufrecht erhält, die nicht mehr halten. Mir gefällt, dass ich deinen Text am Ende auf 2 Arten lesen kann:
1. LI erstickt es mit voller Absicht
2. Es passiert dem LI

2. finde ich fast schöner, denn es treibt die Geschichte weiter im Leserkopf, ich denke nach, wie LI wohl damit umgehen wird?

Mag ich!

Liebe Grüße
ELsa
Schreiben ist atmen

poeta

Beitragvon poeta » 16.03.2013, 22:26

liebe elsa,

ja mist, du sagst es!
ich weiß ja nicht, ob sich so ein verlangen überhaupt vorsätzlich ersticken lässt.
LI scheint zu schwanken, ob nun doch warmhalten oder ersticken, zwischen hoffnung (endlich davon erlöst zu werden) und angst vor der nachfolgenden leere.
vielleicht wärs ein heißer tipp, die tagesdecke wegzulassen!

vielen dank für deine zeilen, deine varianten-überlegungen und das fortspinnen ...
liebe grüße, poeta

Benutzeravatar
Elsa
Beiträge: 5286
Registriert: 25.02.2007
Geschlecht:

Beitragvon Elsa » 16.03.2013, 22:57

*g* ja, liebe poeta, ich würde ja diesen mist in die tagesdecke einpacken und das ganze zeugs wegschmeißen :)

liebe grüße
elsa
Schreiben ist atmen

poeta

Beitragvon poeta » 17.03.2013, 07:59

.

:mrgreen: wenn das so einfach wäre!

liebe grüße, poeta

Benutzeravatar
birke
Beiträge: 5707
Registriert: 19.05.2012
Geschlecht:

Beitragvon birke » 17.03.2013, 22:29

das finde ich – einfach – nur – schön!

hoffnungslose optimistin, die ich bin, lese ich den text nämlich vielmehr so, dass zwar der "tag das verlangen (kurzfristig) erstickt" - aber dass ja auf jeden tag auch eine neue nacht folgt ... ;)

eventuell zwei kleinigkeiten zum überdenken:

die "mondblüten" sind schon für sich ein starkes bild, so dass ich auf das "blau" davor verzichten könnte.
auch könnte /für mich wohlbemerkt/ das "weg" nach schatten "weg-"fallen ;)

sehr gern gelesen!

lg,
birke
wer lyrik schreibt, ist verrückt (peter rühmkorf)

https://versspruenge.wordpress.com/

poeta

Beitragvon poeta » 19.03.2013, 09:28

hi birke,

dass zwar der "tag das verlangen (kurzfristig) erstickt" - aber dass ja auf jeden tag auch eine neue nacht folgt ...

so kann mans natürlich auch sehen :-) !

deinen einwand bezüglich des 'blau' zu den mondblüten kann ich schon irgendwie verstehen, schrammt an der kitschgrenze, nicht? und trozdem, mag ih das blau nicht gern aufgeben, weil es die büten noch weiter in die ferne rückt und kühlt.
auch beim 'wegtrinken' möchte ich gern bleiben, weils mir nicht darum geht, den durst zu löschen, sondern die schatten zu vernichten, was durch das 'weg' , glaub ich, besser zum ausdruck kommt.
es hängt vielleicht mit deiner positiven sicht zusammen, dass du das 'weg' gern weghaben möchtest, nur zu verständlich! :-)

vielen dank dir und liebe grüße, poeta

Benutzeravatar
birke
Beiträge: 5707
Registriert: 19.05.2012
Geschlecht:

Beitragvon birke » 19.03.2013, 09:38

hallo poeta,

ja, das kann ich beides so nachvollziehen, vor allem das mit den "gekühlten" mondblüten. :smile:

das "weg" finde ich dennoch an sich redundant, da logischerweise etwas "weg" ist, nachdem man es (aus)getrunken hat.
aber das ist wohl erbsenzählerei ;) - so oder so mag ich dein gedicht sehr!

liebe grüße,
birke
wer lyrik schreibt, ist verrückt (peter rühmkorf)

https://versspruenge.wordpress.com/

poeta

Beitragvon poeta » 19.03.2013, 22:38

hi birke,

für mich ist ein 'trinken aus gläsern' nicht unbedingt gleich einem 'gläser austrinken'
'schatten aus tälern zu trinken' muss also nicht zwangsläufig heißen, dass sie ganz weg sind, oder seh ich das falsch?

abgesehen davon steckt in diesem 'weg' etwas von 'wegwischen', 'wegzaubern' auf sehr, sehr innige weise mit drin und vor allem, wie oben schon erklärt, die absicht, also nicht trinken allein um des trinkens willen, sondern als zauber gegen die schatten :smile:

nunja, jedenfalls seh ich das so, wenns aber arg störend ist, dann überleg ich mir noch was.

vielen dank, dir, für die neuerliche rückmeldung

liebe grüße, poeta

Benutzeravatar
birke
Beiträge: 5707
Registriert: 19.05.2012
Geschlecht:

Beitragvon birke » 19.03.2013, 22:57

nein, nein, poeta, es stört (mich) nicht!
waren ja nur überlegungen.
die deinen kann ich auch nachvollziehen.
für dich muss es vor allem passen, nech? :smile:
passt!

herzlich,
birke
wer lyrik schreibt, ist verrückt (peter rühmkorf)

https://versspruenge.wordpress.com/

poeta

Beitragvon poeta » 19.03.2013, 23:01

danke, birke. :smile:


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 36 Gäste