liebe ist

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Klimperer

Beitragvon Klimperer » 10.03.2013, 15:29

sie zu beobachten
wenn sie sich
muskatnuss
über ihre spiegeleier
reibt

Klimperer

Beitragvon Klimperer » 12.03.2013, 09:35

Danke Nera, danke Aram

für eure wohlwollende Worte, für eure Unterstützung.

Ich habe nichts am Text geändert ...

Jetzt, wo ich mich nicht alleine fühle mit diesem Gedichtchen, bekomme ich lust, es seinem Schicksal zu überlassen: HABENT SUA FATA LIBELLI ...

Viele liebe Grüße

Carlos

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Lisa
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Beitragvon Lisa » 12.03.2013, 16:57

Hallo Klimperer,

natürlich stehen Spiegeleier nicht für Brüste - lach, das zeigt schon, dass selbst google kaum etwas dazu auspuckt an Bildmaterial. Aber ich musste halt dran denken, bei mir entstand das Bild.

Pjotr:

Also ich habe nicht gesagt, dass Klimperer den text gut nach dem Muster "Liebe ist ..." gestalten soll, ich habe nur gesagt, dass seine Überschrift mich an diese Sprüche erinnert und ich den ganzen text deshalb schon utner diesem Eindruck lese.

Klimperer,

einen Text zu löschen, nur weil jemand (ich .-) in einem Bild Brüste sieht (noch dazu anscheinend eher unverständlicherweise .-) ) oder eben anderen das Gesamtding nicht aufzugehen scheint, ist doch nicht nötig, also ich meine: hab nicht das Gefühl, dass der Text auf irgendeine Art fehl am Platz oder unangebracht wäre - so meinte ich es gar nicht. Selbst WENN du es so gemeint hättest, wie ich es gelesen hätte, wäre das doch nun auch völlig ok! Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn der Text bleibt :-).

Entschuldige, wenn ich dir mit meinen Beschreibungen ein schlechtes Gefühl gemacht habe, das hatte ich gar nicht im Sinn.

liebe Grüße,
die kuriose Leserin
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.

Mucki
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Beitragvon Mucki » 12.03.2013, 17:03

Hola Carlos,

ich hab überhaupt nicht an Brüste gedacht bei den Spiegeleiern. Ich hab einfach nur Spiegeleier gesehen.

Saludos
Gabriella, die sich Ketchup auf die Spiegeleier kippt :pfeifen: :mrgreen:

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Zefira
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Beitragvon Zefira » 12.03.2013, 17:23

Dan senfe ich auch noch dazu (nein, ich mache keinen Senf auf die Spiegeleier, sondern garnix, nicht mal Salz): Die Assoziation zu Brüsten kam mir auch nicht, mir kam überhaupt keine Assoziation dieser Art. Das einzige, was mir nicht gefällt, ist das Wort "beobachten". Das hat für mich einen Hauch Distanz, vielleicht wegen der Verwandtschaft zu "begutachten", oder weil es etwas von Wissenschaftlichkeit an sich hat, oder warum auch immer ... für mich klingt ein schlichtes "zusehen" liebevoller und freundlicher.

Grüße von Zefira
Vor der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.

(Ikkyu Sojun)

pjesma

Beitragvon pjesma » 12.03.2013, 18:00

ich seh das gedicht auch nicht als ausgesprochene "rote karte". manchmal sind spiegeleier einfach spiegeleier...mich als leser (und erst recht als schreiber) ermüdet manchal diese krampfahfte suche nach symbolik und übertragenem sinn. ich hätt dieses gedicht versucht zu retten: in dem ich das titel nicht *liebe ist* nenne, das wort beobachte entferne und ruhig noch ein paar profanen, alltagsbilder, die zärtlichkeit verursachen einbaue. warum nicht auch ein gedicht der nicht hochstilisiert ist?
lg

Klimperer

Beitragvon Klimperer » 13.03.2013, 00:28

Hallo Lisa, Gabriella, Zefira, Pjesma,

vielen Dank für eure Rückmeldungen.

Am liebsten würde ich einzeln antworten, aber es ist jetzt sehr spät und ich will andererseits doch gleich antworten, so, ich danke euch wirklich für euer Verständnis, für eure Unterstützung.

Ich verstehe sehr gut, zum Beispiel, was Zefira vorschlägt, "zusehen" anstatt beobachten ... Auch den Vorschlag von Pjesma, Titel weg lassen und so.

Mir ist bewusst, dass mein Text nur ein Torso ist, etwas vollkommen Unvollkommenes. Gerade deswegen bin ich geneigt, und weil es doch so viel Aufmerksamkeit erregt hat, es so zu lassen wie es ist ... Wie eine Warnung ... Wie ein zum Schrott gefahrener Wagen am Anfang einer Autobahn.

Es ist ein langwieriger Prozess, zu sich selbst zu finden. Durch dieses Forum komme ich langsam dazu.

Die Arbeit der Moderatoren finde ich sehr gut. Es ist mit Sicherheit nicht einfach, über so Vieles urteilen zu müssen. Ein Mittelweg finden usw.

Ich bin zufrieden.

Ich danke euch

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Pjotr
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Beitragvon Pjotr » 13.03.2013, 03:11

Lisa, ich weiß. Das war an Niko adressiert.

Zefira, Pjesma, "beobachten" würde ich nicht schreiben. Für mich ist die angefachte Stimmung bereits so liebevoll, dass "beobachten" im liebevollen Sinn bei mir ankommt. "Zusehen" hingegen finde ich zu oberflächlich, zu distanziert. Mir klingen auch eher dabei die schlechteren Grundtöne heraus, wie etwa: "Zuzusehen, wie sie hinfällt." "Wenn ich Dir zusehe, wird mir schlecht." "Sieh zu, dass du vorankommst."

"Beobachten" trifft es viel schöner, meine ich, und ja, lass doch ein bisschen wissenschaftliche Akribie durchklingen. Wenn man liebt, erfreut man sich an den kleinsten Details, "beobachten" mit großen zugewandten Augen. Still staunend.


P.

Klimperer

Beitragvon Klimperer » 13.03.2013, 10:12

Hallo Pjotr,

am liebsten liest man natürlich positive Kommentare über die eigenen Sachen ...

Ich danke dir, für das Verweilen über die kleinen Zeilen.

Ich habe den letzten Teil deines Kommentars abgeschrieben, es fasst zusammen, was ich die ganze Zeit versuche auszudrücken:

"Beobachten trifft es viel schöner, meine ich, und ja, lass doch ein bisschen wissenschaftliche Akribie durchklingen. Wenn man liebt, erfreut man sich an den kleinsten Details, beobachten mit großen zugewandten Augen. Still staunend."


Ich danke dir,


Carlos


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