efeupilz

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
pjesma

Beitragvon pjesma » 11.02.2013, 15:33

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Zuletzt geändert von pjesma am 03.08.2016, 01:24, insgesamt 2-mal geändert.

RäuberKneißl

Beitragvon RäuberKneißl » 11.02.2013, 16:22

das scheint mir ziemlich sehr gelungen, pjesma. Einzige Stelle an der ich zögere ist das "oder / so" - ich las eine Zäsur nach oder, aber ich würde überlegen, ob eins der beiden (entweder das oder oder das so) verzichtbar ist - jedenfalls würde ich das tonal zu flappsig nahe 'oder so' vermeiden.
Aber sonst, eins der schönsten hier seit langer Zeit (für mich).
Grüße
Franz

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 11.02.2013, 16:23

Hallo pjesma, das Titel-Wort hat mich sehr interessiert, aber irgendwie bin ich vom Text ein bisschen enttäuscht - was ich "biologisch" erklären kann: Der Pilz wuchert (mit seinem Mycel) ja ähnlich wie das Efeu, daher ist mir nicht ganz klar, warum Du das Efeu überhaupt "brauchst". Das eine ist halt unterirdisch, das andere bestens sichtbar - und auf diesen Gegensatz war ich gespannt. Im Text finde ich aber nicht viel davon, außer dass noch die Luftwurzeln ins Spiel kommen - die aber wiederum weder Pilz noch Efeu besitzen, soweit ich weiß.

pjesma

Beitragvon pjesma » 11.02.2013, 17:51

hallo franz, vielen dank...das "oder" hast du enttarnt, das hab ich noch zum schluß hineingequetscht, obwohl es tatsächlich nicht benötigt...kommt gleich weg!
hallo amanita, meines wissens haben efeuranken sehr wohl die luftwurzeln, dadurch "bewegt" sich die planze, nach oben, nach unten, erreicht die weiten. auch pilz sehe ich nicht als etwas unterirdisches, es gibt schon viele obenauf. jedenfalls für mich besteht hier der gegensatz in vergleich vom statischen eines pilzes und "bewegung" des efeus...wie könnte ich bloß älter werden ohne alt zu werden, runterkommen ohne zenit ganz zu verlassen, mich an der tal anpierschen und mich mit dem tal versöhnen ohne hinein zu stürzen...naja. oder so ;-)
lg, pjesma

Klimperer

Beitragvon Klimperer » 12.02.2013, 11:19

Hallo Pjesma,

den ganzen Tag habe ich mich gestern mit deinem Gedicht beschäftigt, während die Massen draußen "helau" ausgerufen haben ...

Heute morgen wusste ich es plötzlich: es handelt sich um eine Allegorie!
Der Mensch oben auf dem Berg (Elfenbein-Turm?) ist das lyrische Ich. Es braucht nur auf die Nacht zu warten, um die Sterne (die Illusionen) am Himmel leuchten zu sehen.

Zuerst steht es, dann sitzt, am Ende liegt es, und es sind auf einmal keine Sterne zu sehen, nur Dämmerung, Dunkelheit ...

Das Ich muss zum Tal, zur prosaischen Welt zurück. Verwandelt in Efeu, in Efeupilz "oder so" ...

Die erste Lektüre wirkte auf mich wie auf RäuberK., ich teile seine Meinung.

Gegen Ende des Gedichts komme ich ins Schleudern, ich habe das Gefühl, da fehlt irgendwie ein Verb.

Vale

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nera
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Beitragvon nera » 12.02.2013, 15:19

hi pjesma
ich mag deinen text auch sehr . die diskussion von wegen luftwurzeln hat mich dazu verleitet nachzustöbern, weil ich unsicher war: luftwurzeln oder haftfäden???? des rätsels lösung: haftwurzeln....also wurzeln die zum haftwerkzeug umgebildet werden/können. allerdings habe ich noch sehr viel anderes erlesen. efeu steht in der frühen christlischen symbolik für ewiges leben und man hat gläubige verstorbene auf efeu beerdigt. die pflanze kann auch bis zu 450 jahre alt werden. weil sie einen "haftgrund " braucht, steht sie auch für freundschaft und treue und weil sie die pflanze von osiris, bacchus und dionysos war steht sie auch für geselligkeit und heiterkeit.
auch sehr interessant finde ich, dass sie als eine sehr eher seltenen pflanzen im herbst blüht.
und wenn ich nun den "hügel" nicht als elfenbeiturm nehme, sondern als mitte des lebens, passt für mich diese metapher des efeus sehr schön. wenn ichs recht im kopf habe, wächst ein pilz vorallem unterirdisch, oder vielleicht besser "überlebt" unterirdisch. ich schätze, du wolltest dieses außen und innen (luft und erde) auch in deinen verben: stand/ saß/ lag darauf hinweisen.
dass du den letzten satz nicht vollendest, deutet auf eine endloseschleife hin: es geht weiter, es ist noch nicht zu ende.....
(nach dem zweiten "als ich 40 war" könntest du meiner meinung nach das "und " streichen.
:)
liebe grüße

pjesma

Beitragvon pjesma » 12.02.2013, 19:13

xxx


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