metamorphosen, ein herbstzyklus (III)
Zuletzt geändert von birke am 07.02.2013, 16:05, insgesamt 1-mal geändert.
Hallo birke, hier fällt mir spontan die überwiegend gelbe Herbstfärbung der Birkenblätter ein, so dass ich wohl besser die Holzfärbung eines gefällten Baumes zum Bildbezug denke. Damit bekommt die Schilderung des Jahresendes eine positive Wendung und der Text liest sich für mich als ein ungewönliches und zärtliches Liebesgedicht.
Ein Klang zum Sprachspiel.
-
DavidK88
Schön finde ich das.
In der ersten Strophe frage ich mich, wenn ich denn beide Lesarten berücksichtige, zu was sich denn das "wort" "verwandelt". In der zweiten Strophe braucht es das "silben-" m.E. nicht, auch wenn es diese Doppelbedeutung in der ersten Strophe formal reflektiert.
LG David
In der ersten Strophe frage ich mich, wenn ich denn beide Lesarten berücksichtige, zu was sich denn das "wort" "verwandelt". In der zweiten Strophe braucht es das "silben-" m.E. nicht, auch wenn es diese Doppelbedeutung in der ersten Strophe formal reflektiert.
LG David
danke euch!
(@david - ich denke, die "silben" brauch ich hier nicht zuletzt wegen der silben ;) (-anzahl), sprich wegen des rhythmus - aber nicht nur.)
lg, birke
(@david - ich denke, die "silben" brauch ich hier nicht zuletzt wegen der silben ;) (-anzahl), sprich wegen des rhythmus - aber nicht nur.)
lg, birke
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poeta
hi birke,
mir gefällt an deinen metamorphosen, die achtsamkeit, mit der du die worte so setzt, dass verschiedene bedeutungsebenen neben- und miteinander erhalten bleiben. ich habe, da es sich um einen zyklus handelt, natürlich auch die beiden 'vorgänger' gelesen und sehe auf einer ebene eine art biographie (einer liebe?) beginnend mit dem sommer oder eigentlich seinem ende, aufs lebensalter übertragen: fortgeschrittene mitte, schon 'etabliert', einigermaßen 'gefestigt' aber auch gelangweilt, ermüdet und/oder gefordert bis an den rand der überforderung, da setzt ein nachdenken, überdenken, resümieren und schließlich finden des 'blaubeerwortes' ein, das alles das, was hier zur reife gelangt ist, wohlschmeckend, farbintensiv... zusammenfasst.
aus diesem ursprünglich einen wort entsteht ein 'gemälde in blau', nachsinnend ein bisschen melancholisch, auch immer noch romantisch, ein gemälde, das noch so gut gemacht, doch nicht dem echten, wahren leben im hier und jetzt entspricht (die sonne trägt beinah)
hier setzt nun dieses dritte gedicht an, ein 'du' kommt ins spiel. wird da jemand angesprochen, oder ists doch ein imaginäres selbstgespräch? dieses du, infolge als eine frau angesprochen, die an die hand nimmt, ein sehr lebendiger (immerroter) teil des ich, eine freundin, die mit ihrer vitalen ausstrahlung verwandelt? jedenfalls kommt es zur intensiven 'auseindersetzung' mit dem winter (alter / altern / tod?) im 'silbensturm', der gedichte tanzen lässt, und wenn ich die mal ganz wörtlich nehme, dann könnte ich in der 'frau' auch die poesie, die lyrik in ihrer personifizierung sehen, aber natürlich nicht nur, die im ich wurzeln schlägt, zur nahen vertrauten und freundin, passion und liebe wird...
ich konnte hier nicht umhin, auch die beiden vorgänger zu betrachten und einzubeziehen. vielleicht wäre es eine idee zur besseren übersicht, die teile 1 und 2 direkt unter diesem 3. zu verlinken. was meinst?
darf ich fragen, ob du mit noch einem, mehreren weiteren gedicht/en dieses zyklus' schwanger gehst, ob ich mich auf noch mehr davon freuen darf?
mir hat das bisher gelesen ausnehmend gut gefallen und ich hoffe, ich bin dir mit meinen interpretationsansätzen nicht zu nahe getreten. ich selbst finde es immer sehr schön, wenn ich etwas über die blickwinkel anderer erfahre, dann wenn es sich einigermaßen mit meiner intention deckt, aber auch wenn es darüber hinausgeht, viel mehr und anderes erfasst, als ich meine hineingelegt zu haben.
liebe grüße, poeta
ps.: mir erschienen die 'silben' nicht als ein zuviel. gerade der 'silbensturm' gefiel mir sehr sozusagen als anstrum kreativen potentials, das nicht danach fragt, obs gerade passt (jedenfalls kenn ich das so), das mich inmitten von was auch immer, zu stift und zettel greifen lässt...
mir gefällt an deinen metamorphosen, die achtsamkeit, mit der du die worte so setzt, dass verschiedene bedeutungsebenen neben- und miteinander erhalten bleiben. ich habe, da es sich um einen zyklus handelt, natürlich auch die beiden 'vorgänger' gelesen und sehe auf einer ebene eine art biographie (einer liebe?) beginnend mit dem sommer oder eigentlich seinem ende, aufs lebensalter übertragen: fortgeschrittene mitte, schon 'etabliert', einigermaßen 'gefestigt' aber auch gelangweilt, ermüdet und/oder gefordert bis an den rand der überforderung, da setzt ein nachdenken, überdenken, resümieren und schließlich finden des 'blaubeerwortes' ein, das alles das, was hier zur reife gelangt ist, wohlschmeckend, farbintensiv... zusammenfasst.
aus diesem ursprünglich einen wort entsteht ein 'gemälde in blau', nachsinnend ein bisschen melancholisch, auch immer noch romantisch, ein gemälde, das noch so gut gemacht, doch nicht dem echten, wahren leben im hier und jetzt entspricht (die sonne trägt beinah)
hier setzt nun dieses dritte gedicht an, ein 'du' kommt ins spiel. wird da jemand angesprochen, oder ists doch ein imaginäres selbstgespräch? dieses du, infolge als eine frau angesprochen, die an die hand nimmt, ein sehr lebendiger (immerroter) teil des ich, eine freundin, die mit ihrer vitalen ausstrahlung verwandelt? jedenfalls kommt es zur intensiven 'auseindersetzung' mit dem winter (alter / altern / tod?) im 'silbensturm', der gedichte tanzen lässt, und wenn ich die mal ganz wörtlich nehme, dann könnte ich in der 'frau' auch die poesie, die lyrik in ihrer personifizierung sehen, aber natürlich nicht nur, die im ich wurzeln schlägt, zur nahen vertrauten und freundin, passion und liebe wird...
ich konnte hier nicht umhin, auch die beiden vorgänger zu betrachten und einzubeziehen. vielleicht wäre es eine idee zur besseren übersicht, die teile 1 und 2 direkt unter diesem 3. zu verlinken. was meinst?
darf ich fragen, ob du mit noch einem, mehreren weiteren gedicht/en dieses zyklus' schwanger gehst, ob ich mich auf noch mehr davon freuen darf?
mir hat das bisher gelesen ausnehmend gut gefallen und ich hoffe, ich bin dir mit meinen interpretationsansätzen nicht zu nahe getreten. ich selbst finde es immer sehr schön, wenn ich etwas über die blickwinkel anderer erfahre, dann wenn es sich einigermaßen mit meiner intention deckt, aber auch wenn es darüber hinausgeht, viel mehr und anderes erfasst, als ich meine hineingelegt zu haben.
liebe grüße, poeta
ps.: mir erschienen die 'silben' nicht als ein zuviel. gerade der 'silbensturm' gefiel mir sehr sozusagen als anstrum kreativen potentials, das nicht danach fragt, obs gerade passt (jedenfalls kenn ich das so), das mich inmitten von was auch immer, zu stift und zettel greifen lässt...
hallo poeta,
was soll ich sagen?
ich freu mich riesig über deinen kommentar, darüber, dass du so eingetaucht bist in meine verse, dich darauf eingelassen hast - und darüber, was du alles herausliest, was sich dir für bilder und assoziationen eröffnen.
aber ja, es ist für mich sehr spannend, was (m)ein text bei anderen, beim leser, bewirkt, aber unbedingt.
deiner interpretation mag ich gar nicht mehr viel hinzufügen.
ich finde sie wunderbar!
und ja - vieles von dem, was du hier ansprichst, steckt /auch von meiner schreibposition aus betrachtet/ darin.
ach, ich hatte schon vor, hier noch weiter zu schreiben- abgeschlossen ist das für mich jedenfalls noch nicht. ich hatte nur zu der zeit, als diese drei teile entstanden sind (ich verlinke die anderen texte oben noch, gute idee!), keine inspiration, oder profan gesagt, keine lust mehr, daran weiter zu schreiben.
aber - dein kommentar sei mir ansporn! ;)
ich denke, es könnte hier durchaus beizeiten noch weiter gehen, ja.
herzlichen dank & liebe grüße,
birke
was soll ich sagen?
ich freu mich riesig über deinen kommentar, darüber, dass du so eingetaucht bist in meine verse, dich darauf eingelassen hast - und darüber, was du alles herausliest, was sich dir für bilder und assoziationen eröffnen.
aber ja, es ist für mich sehr spannend, was (m)ein text bei anderen, beim leser, bewirkt, aber unbedingt.
deiner interpretation mag ich gar nicht mehr viel hinzufügen.
ich finde sie wunderbar!
und ja - vieles von dem, was du hier ansprichst, steckt /auch von meiner schreibposition aus betrachtet/ darin.
ach, ich hatte schon vor, hier noch weiter zu schreiben- abgeschlossen ist das für mich jedenfalls noch nicht. ich hatte nur zu der zeit, als diese drei teile entstanden sind (ich verlinke die anderen texte oben noch, gute idee!), keine inspiration, oder profan gesagt, keine lust mehr, daran weiter zu schreiben.
aber - dein kommentar sei mir ansporn! ;)
ich denke, es könnte hier durchaus beizeiten noch weiter gehen, ja.
herzlichen dank & liebe grüße,
birke
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