Meine Großmutter

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Xanthippe
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Beitragvon Xanthippe » 18.01.2013, 10:52

Die Kälte schneidet Wunden in die Erinnerung
unerreichbar wird wer nichts mehr verlangt
(Eine Atempause der Lieblosigkeit)
Seit Jahren schon bewegte sich meine Großmutter nicht mehr
(eine innere Musik ließ sie erstarren)

Eines Abends bei Einbruch der Dunkelheit
klingelte ich an ihrer Tür
Im Rucksack Mineralwasser und zwei Äpfel
Wir durchstreiften die Wälder
und sie spielte Klavier dazu
Am Bach saß einer und lutschte Steine
aber das war nur eine Geschichte
und brachte uns nicht aus dem Rhythmus.

carl
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Beitragvon carl » 18.01.2013, 15:35

Hallo Xanthi,

ist die Parallele zu Rotkäppchen beabsichtigt, oder ist "das... nur eine Geschichte" meiner Fantasie?

LG, Carl

Niko

Beitragvon Niko » 18.01.2013, 20:25

jo..an rotkäppchen dachte ich auch gleich, xanthi!

die erste zeile ist deiner nicht würdig! kälte schneidet wunden in erinnerung....hm....finde ich, ehrlich gesagt ein bisschen platt.
ich fände es saugut, wenn du die erste zeile fallen lassen würdest und die zweite zeile als einstieg nähmest. die zeile fände ich einen genialen einstig!

würde es im leseempfinden wirklich einen eklatanten unterschied machen, wenn die klammern nicht wären? ich empfinde sie als eine mode-marotte und mag sie so rein garnicht. wobei ich gerne ugebe, dass ich mich auch schonmal dazu verleiten ließ.
die letzten drei zeilen finde ich sehr schön, es ergeben sich auch jeweilige bilder, aber in zusammenhang bringe ich sie nicht.

liebe grüße: niko

Klimperer

Beitragvon Klimperer » 19.01.2013, 01:32

"Unerreichbar wird, wer nichts mehr verlangt".

Ich bin derselben Meinung wie Niko.

Xanthippe
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Beitragvon Xanthippe » 19.01.2013, 14:05

erst einmal einen dank an euch drei für eure gedanken und kommentare.
ja, möglicherweise ist die erste zeile nicht so toll. ich schreibe ja oft so drauf los und merke dann nicht wo das warmschreiben aufhört und die richtige beute sich zeigt. ich denke darüber also gerne nach.
über die klammern hingegen nicht. die sind für mich wirklich wichtige stilmittel. ich habe es nicht so mit den zeilenumbrüchen, da sind mir die atem- und sehpausen oft zu lang, meiner lese- und vorleseart entsprechen klammern einfach voll und ganz, weswegen ich nicht darauf verzichten möchte und tatsächlich einen eklatanten unterschied empfinden würde, wären sie nicht da wo sie sind.
und den fehlenden zusammenhang finde ich gut... aber mehr möchte ich noch gar nicht sagen, weil ja vielleicht noch jemand vorbeikommt und seine meinung zurücklässt...

Niko

Beitragvon Niko » 19.01.2013, 15:36

ich schreibe ja oft so drauf los und merke dann nicht wo das warmschreiben aufhört und die richtige beute sich zeigt.

wie ich das kenne!!!!

die sache mit den klammern kann ich schon nachvollziehen. erst recht, wenn es deiner art zu lesen sehr entgegenkommt. ist ein aspekt!

liebe grüße: niko


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