app-ochal
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Niko
app-ochal
inzwischen lebt man android
und mit der welt in der tasche
sie ist einen touch nur
weit entfernt
wer war sielmann
wo starb ghandi
wie komme ich von irgendwo
nach anderswo
man stellt sich
selbst keinen fragen mehr
nur antworten zählen
was offen bleibt
wird weggedrückt
in den paradiesischen apfel beißen
der saftig fruchtigen einsamkeit
beim öffnen der fenster unbemerkt
in einzelhaft verschlossen
und offline wird nur gespielt
Lieber Niko,
ich noch einmal, weil ich unbedingt sagen wollte: Kalkül um zu gefallen wollte ich dir auf keinen Fall unterstellen. Ich finde, du hast dich und deine Schreibweise sehr stimmig beschrieben und es deckt sich absolut mit meinem Eindruck von deinen Texten und auch von dem, was wir an Niko durch das Netz und live entgegenströmt
.
Ich glaube einfach, dass deine intuitive Schreibart ein echtes Geschenk ist, denn starke Bilder brauchen eine Bewegung des Auftauchens, bloß oder gerade Erahnens. Zugleich ist es oft (natürlich nicht immer) so, dass ein starkes Talent in diesem Bereich dazu verführt, zu früh Schluss zu machen mit der Arbeit. Sicher, nicht immer muss es eine quälende Prozedur sein, die man bereit ist zu leisten, aber ich glaube bei so konkreten Themen wie das dieses Gedichts braucht es eben auch die Analyse. Man steckt nur in sehr wenigen Themen so tief drin, dass man aus den Tiefen des Unbewussten und ähnlichen Gebüschen treffsicher zu evozieren vermag. Das kann ich übrigens gleich direkt an mich selbst weitergeben .-).
Soweit,
liebe Grüße
Lisa
PS: dein Spiel mit den unterschiedlichen Perspektiven finde ich übrigens spannend, die Ich-Variante geht wahrscheinlich struktur-logisch nicht, aber interessant ist sie schon, vor allem, wie sie den Text weicher macht für mich
ich noch einmal, weil ich unbedingt sagen wollte: Kalkül um zu gefallen wollte ich dir auf keinen Fall unterstellen. Ich finde, du hast dich und deine Schreibweise sehr stimmig beschrieben und es deckt sich absolut mit meinem Eindruck von deinen Texten und auch von dem, was wir an Niko durch das Netz und live entgegenströmt
. Ich glaube einfach, dass deine intuitive Schreibart ein echtes Geschenk ist, denn starke Bilder brauchen eine Bewegung des Auftauchens, bloß oder gerade Erahnens. Zugleich ist es oft (natürlich nicht immer) so, dass ein starkes Talent in diesem Bereich dazu verführt, zu früh Schluss zu machen mit der Arbeit. Sicher, nicht immer muss es eine quälende Prozedur sein, die man bereit ist zu leisten, aber ich glaube bei so konkreten Themen wie das dieses Gedichts braucht es eben auch die Analyse. Man steckt nur in sehr wenigen Themen so tief drin, dass man aus den Tiefen des Unbewussten und ähnlichen Gebüschen treffsicher zu evozieren vermag. Das kann ich übrigens gleich direkt an mich selbst weitergeben .-).
Soweit,
liebe Grüße
Lisa
PS: dein Spiel mit den unterschiedlichen Perspektiven finde ich übrigens spannend, die Ich-Variante geht wahrscheinlich struktur-logisch nicht, aber interessant ist sie schon, vor allem, wie sie den Text weicher macht für mich
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Hallo, Niko,
ja, die Versuche mit ich, du, wir sind sehr aufschlussreich! Ich finde die wir-Variante gar nicht so schlecht. Für mich hat sie nichts Moralisches, sondern sogar etwas Trauriges. Ein gemeinsames Bedauern über etwas, das verloren ging. Die man-Variante kommt dagegen moquant und distanziert herüber.
Es freut mich, dass du meinen Gedanken von der Hemmschwelle, sich anderen auszusetzen, nun besser verstehen kannst. Natürlich bin ich auch für die Erhaltung kleiner individueller Strukturen statt anonymer Ketten. Aber ich sehe auch die Faktoren, die die andere Entwicklung begünstigen. Es sind überwiegend ökonomische, aber eben nicht nur.
Viele Grüße
fenestra
ja, die Versuche mit ich, du, wir sind sehr aufschlussreich! Ich finde die wir-Variante gar nicht so schlecht. Für mich hat sie nichts Moralisches, sondern sogar etwas Trauriges. Ein gemeinsames Bedauern über etwas, das verloren ging. Die man-Variante kommt dagegen moquant und distanziert herüber.
Es freut mich, dass du meinen Gedanken von der Hemmschwelle, sich anderen auszusetzen, nun besser verstehen kannst. Natürlich bin ich auch für die Erhaltung kleiner individueller Strukturen statt anonymer Ketten. Aber ich sehe auch die Faktoren, die die andere Entwicklung begünstigen. Es sind überwiegend ökonomische, aber eben nicht nur.
Viele Grüße
fenestra
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