aber es war gesagt
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Niko
aber es war gesagt
dies eine wort nur
dran verschluckt und nicht verdaut
es stemmte sich im magen
stülpte sich in die atemwege
brach durch die stimmbänder
und sprengte die verschlossenen lippen
es war gesagt
und es war stille
diese besondere die erschlägt und bedrückt
das wort vergiftete die atmosphäre
und legte sich zwischen uns auf die lauer
es machte angst mit fletschenden zähnen
drohte es und wäre am liebsten doch geflohen
wie ein waidwunder tiger belagerte es
und verschwand erst in den hinterköpfen
als ich ging
für immer ging
denn es war gesagt
dies eine wort nur
und ließ nie mehr los
.
-
scarlett
das spricht mich sehr an, in weiten teilen finde ich das gedicht auch gelungen, meiner meinung nach aber müsstest du hier nochmal drüber, niko, und streichen, redundanzen streichen, die ihm die dynamik nehmen.
ich bin viel zu müde heute, um dir genau zu zeigen, was ich meine- leider musst du fürs erste damit vorlieb nehmen.
lg
monika
ich bin viel zu müde heute, um dir genau zu zeigen, was ich meine- leider musst du fürs erste damit vorlieb nehmen.
lg
monika
- allerleirauh
- Beiträge: 766
- Registriert: 26.06.2010
- Geschlecht:
hallo niko,
mir gefällt dein text, er erinnert mich inhaltlich an ein gedicht von hilde domin, in dem vom wort die rede ist, das wie ein pfeil abgeschossen wird und eben NICHT zurückgeholt werden kann.
ob die abfolge der bilder glücklich gewählt ist, weiß ich nicht, mir fällt auf, dass du mit den "verdauungs- bzw. atmungsmetaphern" sehr anschaulich in die thematik einsteigst, dann, in strophe zwei, eher abstrahierst (mit dem "legte sich auf die lauer" leitest du vielleicht über) und strophe drei enthält für mich die eindrucksvollsten bilder.
"waidwund" kriege ich persönlich nicht mit einem tiger zusammen, ich assoziiere eher ein reh oder sowas, aber das hat, glaube ich, nur etwas mit mir zu tun.
also: ich würde überlegen, ob ich bei der vielfalt der metaphern bleibe oder mich eher für ein gesamtbild entscheide. wenn alle bilder drinbleiben sollen, würde ich sie vielleicht anders anordnen.
lga
mir gefällt dein text, er erinnert mich inhaltlich an ein gedicht von hilde domin, in dem vom wort die rede ist, das wie ein pfeil abgeschossen wird und eben NICHT zurückgeholt werden kann.
ob die abfolge der bilder glücklich gewählt ist, weiß ich nicht, mir fällt auf, dass du mit den "verdauungs- bzw. atmungsmetaphern" sehr anschaulich in die thematik einsteigst, dann, in strophe zwei, eher abstrahierst (mit dem "legte sich auf die lauer" leitest du vielleicht über) und strophe drei enthält für mich die eindrucksvollsten bilder.
"waidwund" kriege ich persönlich nicht mit einem tiger zusammen, ich assoziiere eher ein reh oder sowas, aber das hat, glaube ich, nur etwas mit mir zu tun.
also: ich würde überlegen, ob ich bei der vielfalt der metaphern bleibe oder mich eher für ein gesamtbild entscheide. wenn alle bilder drinbleiben sollen, würde ich sie vielleicht anders anordnen.
lga
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