einmal

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Niko

Beitragvon Niko » 16.11.2012, 13:15




einmal
war ich haut
für einen kurzen moment

einmal ließ ich sein
etwas zu sein
und trage es in mir
ewig




.

Mucki
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Beitragvon Mucki » 25.11.2012, 18:34

Hallo Niko,

ich hab dein Gedicht jetzt schon so oft gelesen und versuche, zu erahnen, was du mit "war ich haut" wohl meinen könntest. Denn dies ist ja die Essenz deines Textes.
Da es unter Liebeslyrik steht, könnte man den verschmelzenden Körperkontakt assoziieren, bei dem beide Haut an Haut liegen und LI nicht mehr spürt, wo sein Körper aufhört und der des Partners beginnt.

Aber irgendwie glaube ich, dass du hier etwas anderes meinst. Etwas Spirituelles. Einen sehr speziellen Zustand des LI, vllt. eine "außerkörperliche" Erfahrung, die das LI niemals vergessen wird. Das "ewig" ist mir ein bisschen zu "pastoral".

Saludos
Gabriella

Niko

Beitragvon Niko » 25.11.2012, 19:04

hallo gabriella,

schön, dass du dieses textchen nochmal hervorgekramt hast.

hat "ewig" in der liebe , die ewige liebe nicht etwas pastorales?

"einmal war ich haut" - ich meinte damit, dass es einen moment gab, an dem nur das spüren da war. das fühlen des anderen. natürlich köreperliche berührung. damit kann auch verschmelzen gemeint sein, war aber nicht zwingend das thema.
ein verstehen, eintauchen des einen in den anderen (nein, ich meine nicht sex) .....ach shit..ich kann das so schlecht erklären...

liebe grüße: niko

Mucki
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Beitragvon Mucki » 25.11.2012, 19:29

Hallo Niko,
Niko hat geschrieben:ein verstehen, eintauchen des einen in den anderen

das ist doch gut erklärt und trifft auch das, was ich zuerst schrieb. Auch ich meinte damit keinen Sex, sondern genau diesen ganz speziellen, sehr innigen Moment zwischen zwei Menschen.
Niko hat geschrieben:hat "ewig" in der liebe , die ewige liebe nicht etwas pastorales?

Hm, ich weiß nicht. Dieses "ewig" ist mir nicht geerdet genug. ,-)

Saludos
Gabriella

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Elsa
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Beitragvon Elsa » 25.11.2012, 21:51

Lieber Niko,

ich kann das sooo gut nachspüren! Ein meditativer Zustand von Nähe, Verschmelzen, ohne irgendwelche Absichten (besitzen, begierde, behalten). Das ist etwas, was man ewig behält, so ein Moment ist unglaublich faszinierend, weil er Grenzen überschreitet. Einmal nicht sein müssen,was darstellen, das ist sehr sehr gelungen.

Liebe Grüße
ELsa
Schreiben ist atmen

DavidK88

Beitragvon DavidK88 » 27.12.2012, 19:32

Hallo,

ich grübele hier noch. Bei "haut" kommen natürlich Assoziationen zu körperlicher Nähe, zu Schutz, aber auch zu Verletzlichkeit auf. Da es aber so gänzlich losgelöst vom Rest scheint, ist es mir fast zu offen, hätte mir besser gefallen, wenn dieses Bild noch etwas weitergedacht worden wäre. Die zweite Strophe bildet ja die Essenz des Ganzen, aber in der Form könnte für mich in der ersten Stophe quasi alles stehen, weil ja hier keine Strophe aus der anderen hervorgeht. Könnte mir höchstens vorstellen, dass da eine Ambivalenz zwischen dem Äußeren, also der "haut", und dem Inneren bestehen könnte, aber so richtig kann ich das nicht in Verbindung bringen.

Schwierig. Wenn mir eine Erleuchtung kommt, melde ich mich nochmal.

LG David

Niko

Beitragvon Niko » 27.12.2012, 22:12

danke für euren weiteren kommentare!
die zweite strophe soll kein gegensatz zur ersten sein, sondern eher eine erläuternde weiterführung.
es klingt in elsa's kommentar schon sehr gut an.

liebe grüße: niko

theragrug

Beitragvon theragrug » 03.01.2013, 19:55

Ich habe in "haut" das französische "oben" gelesen...gefiel mir auch gut :)


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