.
die hündin
sucht nach dir
sie weiß noch wie du riechst
läuft unruhig auf dem wunden punkt
... verläuft mein denken sich
geht fremd in ihrem hundeblick
sucht spuren
im schnee von gestern
gräbt tiefer - findet
keinen boden - die erde
innen noch warm
ursprüngliche version:
[tabs][tabs: ]verlassen liebt sichs qualvoll
selbst die hündin sucht nach dir
sie weiß noch wie du riechst
läuft unruhig auf dem wunden punkt
... verlaufen sich gedanken auch
gehn fremd in ihrem hundeblick
suchen spuren
im schnee von gestern
graben tiefer - finden
keinen boden - die erde
innen noch warm[/tabs]
die hündin
-
Gerda
Liebe Poeta,
ich kann das Gefühl sehr gut nachempfinden, was dich möglicherweise dazu bewegt hat, dieses Gedicht zu schreiben.
Allerdings ist mir der Titel viel zu konkret, drückt er doch die Gefühle des Lyrich 1:1 aus. Da fällt dir mit Sicherheit ein besserer ein.
Den Hund miteinzubeziehen, ja, das gefällt mir gut und obwohl ich auch dieses 1:1 lesen kann (ich kenn ees auch eigener länger zurückliegender Erfahrung) finde ich diesen Teil sehr gelungen. Aber ich würde den Passus, "suchen spuren im schnee von gestern" ersatzlos streichen, weil dieser genauso wie der Titel meiner Ansicht nach das Gedicht schwächen. Beim Schnee kommt noch hinzu : viel zu oft gehört, stehende Redewendung.
Soweit meine Gedanken.
Liebe Grüße
Gerda
ich kann das Gefühl sehr gut nachempfinden, was dich möglicherweise dazu bewegt hat, dieses Gedicht zu schreiben.
Allerdings ist mir der Titel viel zu konkret, drückt er doch die Gefühle des Lyrich 1:1 aus. Da fällt dir mit Sicherheit ein besserer ein.
Den Hund miteinzubeziehen, ja, das gefällt mir gut und obwohl ich auch dieses 1:1 lesen kann (ich kenn ees auch eigener länger zurückliegender Erfahrung) finde ich diesen Teil sehr gelungen. Aber ich würde den Passus, "suchen spuren im schnee von gestern" ersatzlos streichen, weil dieser genauso wie der Titel meiner Ansicht nach das Gedicht schwächen. Beim Schnee kommt noch hinzu : viel zu oft gehört, stehende Redewendung.
Soweit meine Gedanken.
Liebe Grüße
Gerda
-
poeta
danke, Gerda,
für deinen hilfreichen kommentar. ich bin wohl ein bisschen aus der übung.
mit dem titel hast du sicherlich recht, auch den schnee zu streichen, kann ich mir durchaus vorstellen. aber meinst du, dass es ganz ohne spurensuche noch immer *funzt*?
as doppete suchen gefiel mir eigentlich, naja . . .
verlassen liebt sichs qualvoll
selbst die hündin,
sucht nach dir
sie weiß noch wie du riechst
läuft unruhig auf dem wunden punkt
... verlaufen sich gedanken auch
gehn fremd in ihrem hundeblick
suchen spuren
im schnee von gestern
graben tiefer - finden
keinen boden - die erde
innen noch warm
Vielen Dank noch mal,
schönen Sonntag wünsch ich dir,
poeta
für deinen hilfreichen kommentar. ich bin wohl ein bisschen aus der übung.
mit dem titel hast du sicherlich recht, auch den schnee zu streichen, kann ich mir durchaus vorstellen. aber meinst du, dass es ganz ohne spurensuche noch immer *funzt*?
as doppete suchen gefiel mir eigentlich, naja . . .
verlassen liebt sichs qualvoll
selbst die hündin,
sucht nach dir
sie weiß noch wie du riechst
läuft unruhig auf dem wunden punkt
... verlaufen sich gedanken auch
gehn fremd in ihrem hundeblick
suchen spuren
im schnee von gestern
graben tiefer - finden
keinen boden - die erde
innen noch warm
Vielen Dank noch mal,
schönen Sonntag wünsch ich dir,
poeta
-
DavidK88
Zustimmung, was den Titel angeht.
Den "schnee" würde ich aber drinlassen, auch in der Redewendung. "Schnee von gestern" ist ja normalerweise eine Anweisung, etwas locker zu nehmen. Das in diesem Kontext zu verwenden, gibt dem Spruch etwas Verbittertes. Ich mag das eigentlich. Ohne den "schnee" fiele auch die Spurensuche weg, wie du schon selber erwähntest, und zudem hat man nicht mehr diesen Warm-Kalt-Kontrast.
Ich habe eher noch Probleme, das alles motivisch zu ordnen. Ich habe gerade in dem Suchen der Hündin schon ein versinnbildlichtes Nachdenken gelesen. Dementsprechend hatte ich Schwierigkeiten, auch noch die Gedanken, die diese Hündin haben soll, einzuordnen. Verstehst du, wie ich meine? Ich werde aber auf jeden Fall noch ein paar Mal lesen. Das nur als ersten Eindruck.
LG David
Den "schnee" würde ich aber drinlassen, auch in der Redewendung. "Schnee von gestern" ist ja normalerweise eine Anweisung, etwas locker zu nehmen. Das in diesem Kontext zu verwenden, gibt dem Spruch etwas Verbittertes. Ich mag das eigentlich. Ohne den "schnee" fiele auch die Spurensuche weg, wie du schon selber erwähntest, und zudem hat man nicht mehr diesen Warm-Kalt-Kontrast.
Ich habe eher noch Probleme, das alles motivisch zu ordnen. Ich habe gerade in dem Suchen der Hündin schon ein versinnbildlichtes Nachdenken gelesen. Dementsprechend hatte ich Schwierigkeiten, auch noch die Gedanken, die diese Hündin haben soll, einzuordnen. Verstehst du, wie ich meine? Ich werde aber auf jeden Fall noch ein paar Mal lesen. Das nur als ersten Eindruck.
LG David
-
poeta
hallo, ihr zwei,
da ihr beiden euch an dem schnee von gestern nicht stört, werde ich ihn wohl behalten. ich hätte mich ohnehin nur sehr ungern von ihm getrennt. aus den von DavidK88 genannten Gründen (spurensuche und kalt-warm-gegensatz) scheint er mir doch wichtig.
@David,
ich danke dir für das plädoyer auch für die etwas schnoddrige wendung "schnee von gestern". dein beitrag hat mir etwas mehr sicherheit bezüglich meiner zeilen gegeben.
oh, gemeint waren die gedanken des LI
ich hoffe mit dieser erklärung kommst du nun besser zurecht.
@pjesma,
ich finde es schön, dass du dich so intensiv mit diesen zeilen beschäftigt hast, auch wenn ich jetz nicht genau nachvollziehen kann, worin im einzelnen die verbesserung liegt, wenn du z.b. die spurensuche nach oben nimmst und die gedanken ganz fallen lässt. ich finde meine stimme in deinem text jedenfalls nicht mehr. den einstieg z.b. "suchen spuren..." finde ich recht unbefriedigend, weil ich mich frage, wer???
um authentizität gehst mir hingegen gar nicht. die szene, wie sie beschrieben wird, ist frei erfunden, geht aber von der beobachtung aus, dass hunde überaus treu sind unter einer trennung oft genauso leiden wie wir menschen. den "treuen hundeblick" empfindet LI als spiegel seiner eigenen befindlichkeit, und wenn es sich in diesem blick verläuft, gleich der hündin auf spurensuche, dass ist LI in dem moment die hündin und gräbt...
ich bin aufgrund eurer anregungen und neuerlichem intensiven nachgrübeln zu folgender version gelangt:
[tabs][tabs: ]die hündin
sucht nach dir
sie weiß noch wie du riechst
läuft unruhig auf dem wunden punkt
... verläuft mein denken sich
geht fremd in ihrem hundeblick
sucht spuren
im schnee von gestern
gräbt tiefer - findet
keinen boden - die erde
innen noch warm[/tabs]
vielen dank euch beiden und
liebe grüße, poeta
da ihr beiden euch an dem schnee von gestern nicht stört, werde ich ihn wohl behalten. ich hätte mich ohnehin nur sehr ungern von ihm getrennt. aus den von DavidK88 genannten Gründen (spurensuche und kalt-warm-gegensatz) scheint er mir doch wichtig.
@David,
ich danke dir für das plädoyer auch für die etwas schnoddrige wendung "schnee von gestern". dein beitrag hat mir etwas mehr sicherheit bezüglich meiner zeilen gegeben.
Ich habe gerade in dem Suchen der Hündin schon ein versinnbildlichtes Nachdenken gelesen. Dementsprechend hatte ich Schwierigkeiten, auch noch die Gedanken, die diese Hündin haben soll, einzuordnen.
oh, gemeint waren die gedanken des LI
ich hoffe mit dieser erklärung kommst du nun besser zurecht.
@pjesma,
ich finde es schön, dass du dich so intensiv mit diesen zeilen beschäftigt hast, auch wenn ich jetz nicht genau nachvollziehen kann, worin im einzelnen die verbesserung liegt, wenn du z.b. die spurensuche nach oben nimmst und die gedanken ganz fallen lässt. ich finde meine stimme in deinem text jedenfalls nicht mehr. den einstieg z.b. "suchen spuren..." finde ich recht unbefriedigend, weil ich mich frage, wer???
um authentizität gehst mir hingegen gar nicht. die szene, wie sie beschrieben wird, ist frei erfunden, geht aber von der beobachtung aus, dass hunde überaus treu sind unter einer trennung oft genauso leiden wie wir menschen. den "treuen hundeblick" empfindet LI als spiegel seiner eigenen befindlichkeit, und wenn es sich in diesem blick verläuft, gleich der hündin auf spurensuche, dass ist LI in dem moment die hündin und gräbt...
ich bin aufgrund eurer anregungen und neuerlichem intensiven nachgrübeln zu folgender version gelangt:
[tabs][tabs: ]die hündin
sucht nach dir
sie weiß noch wie du riechst
läuft unruhig auf dem wunden punkt
... verläuft mein denken sich
geht fremd in ihrem hundeblick
sucht spuren
im schnee von gestern
gräbt tiefer - findet
keinen boden - die erde
innen noch warm[/tabs]
vielen dank euch beiden und
liebe grüße, poeta
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poeta
Liebe Gerda,
nein, ich habe nicht gelöscht. die erstfassung steht unverändert im ausgangspost. ich wollte erst reaktionen abwarten, denke aber dass ich nun genügend sicherheit gewonnen habe, um die direkt darüber stehende version oben einzutragen und den titel zu ändern.
dankeschön für deinen kommi!
liebe grüße,
mona
nein, ich habe nicht gelöscht. die erstfassung steht unverändert im ausgangspost. ich wollte erst reaktionen abwarten, denke aber dass ich nun genügend sicherheit gewonnen habe, um die direkt darüber stehende version oben einzutragen und den titel zu ändern.
dankeschön für deinen kommi!
liebe grüße,
mona
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Gerda
Danke, liebe Mona, jetzt sehe ich, im Kopfposting beide Versionen.
Dein Gedicht hat sehr gewonnen und der Titel macht neugierig ...berechtigterweise.
Liebe Grüße
Gerda
Sag kenne ich dich als "Mona", aus den Anfängen des Salons? Oder handelt es sich lediglich um eine zufällige Namensübereinstimmung?
Dein Gedicht hat sehr gewonnen und der Titel macht neugierig ...berechtigterweise.
Liebe Grüße
Gerda
Sag kenne ich dich als "Mona", aus den Anfängen des Salons? Oder handelt es sich lediglich um eine zufällige Namensübereinstimmung?
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