Skizze/ Septembersamstag

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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Amanita
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Beitragvon Amanita » 11.09.2012, 12:07

Septembersamstag

Sommer brennt noch einmal auf
vielleicht ein letzter
wenn Morgentöne einer Stadt
vor weißen Mauern
blauen Himmeln blitzen

auf Schlossparkwegen das Geröll
noch tanzt unter Touristenschritten

und erste Blätter dazu spärlichgelb
in Schattenzeiten fliegen
Zuletzt geändert von Amanita am 15.09.2012, 19:49, insgesamt 2-mal geändert.

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ferdi
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Beitragvon ferdi » 15.09.2012, 10:40

Hallo Amanita,

das ist mir eigentlich zu glatt, zu unverbindlich. Ganz bestimmt kein schlechtes Gedicht, aber doch eben eins, das auf so folgsame Weise alles richtig macht, was ein Gedicht der Jetzt-Zeit so richtig machen muss: dass es meine Leser-Aufmerksamkeit nicht halten kann.

Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)

Niko

Beitragvon Niko » 15.09.2012, 10:55

ein septembersamstag im sonntagsgewand, amanita. da schließe ich mich ferdi an. es ist ein "heileweltseptembersamstag", mit weißen mauern und blauem himmel, schlosspark und touristen. ich weiß, du wirst sagen - solche tage gibt es im spätsommer/frühherbst. aber ich halte dagegen, das schöne normalität nicht aufmerksamkleit erzeugt und inhalte vermittelt.
sequenzen wie: "morgentöne einer stadt" "in schattenzeiten fliegen", die mir persönlich die einzigen wirklich vermittelnden bilder sind im text, fangen das nicht auf. es ist ein schönes gedicht. punkt.

liebe grüße: niko

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birke
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Beitragvon birke » 15.09.2012, 10:59

Hallo Amanita,

schon länger schleiche ich um deinen Text - und also, ja, mir geht es ein wenig wie den Vorschreibern … hm, hier fehlt mir irgendwie eine tiefere Ebene … du beschreibst mit durchaus treffenden Bildern das letzte Aufblitzen des Sommers, aber gehst dann nicht weiter, nicht tiefer, bleibst beim bloßen Beschreiben, verstehst du, wie ich das meine?

In der ersten Strophe schreibst du, dass „ein letzter Sommer aufbrennt“ – aber warum ein letzter? Nicht eher – zum letzten Mal in diesem Jahr /vielleicht/?

Auch kann ich den Titel nicht so recht einordnen - warum ausgerechnet ein "Samstag"?

Am besten gefallen mir die letzten beiden Zeilen, die haben etwas, das ahnen lässt.

Soweit meine Gedanken hierzu … :smile:

Liebe Septembersamstagsgrüße
Diana
wer lyrik schreibt, ist verrückt (peter rühmkorf)

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 15.09.2012, 15:33

Danke Euch Dreien. Ich skizziere gern mit Worten. Sitze auf einer Bank und schreibe den Moment auf. So wie ein Zeichner seine Umgebung mit seinen Zeichenstrichen einfängt. Er weiß, dass er (mit hoher Wahrscheinlicheit) keine große Kunst macht, sondern bisweilen Etüdenhaftes, etwas, was ("nur") Spaß macht. Ohne höhere Ebene.

Genauso ist dieses Gedicht entstanden.

birke, ja, ich könnte schreiben "vielleicht ein letzter".

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birke
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Beitragvon birke » 15.09.2012, 16:41

ja, so würde mir die stelle schlüssiger erscheinen.

und - wie wäre es denn, wenn du das wort "skizze" mit in den titel fließen lassen würdest?
ich denke, dann würde man von vornherein anders an den text herangehen.
als explizite skizze gefällt mir das nämlich durchaus gut ...

lg,
diana
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Amanita
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Beitragvon Amanita » 15.09.2012, 17:11

Ja, liebe Diana, das wäre vielleicht der richtige Wink

Skizze/ Septembersamstag


???

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birke
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Beitragvon birke » 15.09.2012, 17:24

ja, zum beispiel.
oder einfach "septemberskizze"
oder "skizze eines septembertags"

... wichtig erscheint mir jedenfalls, dass die "skizze" mit enthalten ist. :daumen:

lg, diana
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