Vom Überdruck
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Niko
Vom Überdruck
Die Tage streifen immer gleich durch´s Jahr,
Mal leicht, mal schwerer, doch niemals vollkommen.
Sie sehen nicht, was sein wird und was war
und machen unzufrieden und benommen.
Nur manchmal öffnen sich die Seelenschleusen,
wenn all das wankt, was mir ummauert war.
Dann wollen Herz und Hirn sich mir beweisen
und bauen Überdruck ab - Bar für Bar.
Das Wirken dieser Kräfte birgt Gefahr,
weil es zerstört die Lebensgaukeleien.
Es lehnt sich auf und krümmt mir jedes Haar
und stürmt mein "Ich" mit groben Raufereien.
Und Herz und Hirn sind Schlüssel meines Wesens,
vereint entfesseln sie sich gegenseitig.
Sie sind der Aderlass meines Genesens
und machen sich und mir das Leben streitig.
Doch dann, bevor ich sehe und erkenne
den Schlüsselbund verborgen auf dem Grund,
durchtrenne ich, dass ich mich nicht verrenne,
den unheilvollen Schmerz - und Qualenbund.
Jetzt weicht in eure Käfige zurück,
seid beide einzeln Schale meiner Waage!
Gemeinsam tötet ihr den Blick für´s Glück.
Weicht! Und vereint euch nur, wenn ich es sage!
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