Amanita hat geschrieben:birke, selbstverständlich meintest Du Gerdas Gedicht. Ich wollte nur andeuten, dass Dein Kriterium auch für ganz anderes - was keine literarische Kunstform ist, sein will - zutreffen kann (und daher für mich nur ein "halbes" Argument ist).
Guten Morgen Amanita,
wir benutzen ja auch die selben Wörter wie im normalen Alltag, um Kommentare zu schreiben, oder was willst du eigentlich Diana mitteilen? Für mich ist dieser zitierte Satz schlicht Humbug.
Aber zurück zu meinem Text, den du als tendenziell "kraftlos" empfindest.
Das ist eben das Problem, dass wir alle unterschiedlich empfinden und Qualitätskriterein, die es zwar möglich machen einen literarischen Text als solchen zu erkennen, eben doch ebenso meist subjektiver Natur sind, weil jeder den Schwerpunkt woanders sieht.
Und nicht nur das, ich weiß nicht mehr wo ich es gelesen habe, aber es herrscht wohl eine nicht unmaßgebliche Meinung in literarischen Kreisen vor, dass Autoren, die dasselbe Genre bedienen, in der Regel schlechte Kritiker sind. (Also z. B. wenn ein Lyriker einen anderen Lyriker kritisiert).
Ich dachte bisher, es sei umgekehrt, nämlich dass gerade AutorInnen, die selbst Lyrik schreiben, eben auch die wahrhaftigsten Kommentare schrieben. Vielelicht hast du die Jury beim Bachman-Preis erlebt.
Für mich ist meine Version so wie sie ist, genau richtig: verhalten kraftvoll und ein wenig unsicher noch, zwischen Schreiben, Erfahrung, Denken und Lieben.
Mir morgenfrisch/forschen Grüßen,
herzlich
Gerda