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Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Gerda

Beitragvon Gerda » 13.08.2012, 13:37

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Zuletzt geändert von Gerda am 15.08.2012, 08:53, insgesamt 2-mal geändert.

pjesma

Beitragvon pjesma » 14.08.2012, 13:00

ein schönes, sinnliches gedicht :-)
nicht sommerbrieseleicht sondern sommerlustbeschwert :-)
ich würde die drei verlegenheits pünktchen auslassen, liebe gerda...es muss nicht sein, für mein empfinden. es ist wie es ist, kann man sich denken was man will ;-)

lg, pjesma

Gerda

Beitragvon Gerda » 15.08.2012, 07:16

Guten Morgen nach "Orschel", liebe Pjesma.

Es freut mich total, dass ich dich für das Gedicht begeistern kann. Herzlichen Dank für die Rückmeldung.
Die Pünktchen sind im Nu eliminiert. ;-)

Herzlich
Gerda

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 15.08.2012, 08:25

Hallo Gerda, ich würde mir das Gedicht noch mehr als "Holzschnitt", noch rustikaler etc. wünschen. Deshalb stört mich auch jedesmal die Zeile

gepudert die luft mit dem duft des heus

das Wort "gepudert" passt m. E. überhaupt nicht. Es wirkt zum einen viel zu fein, auch "vornehm" - auf dem Land pudert(e) man sich eher nicht -, zum zweiten führt Puder in der Luft zum Ersticken. (Oder willst Du genau das sagen? Dass die Luft so voll ist vom Heuduft, dass man husten muss und die Tränen kommen)?

Gerda

Beitragvon Gerda » 15.08.2012, 08:52

Ja, genau, Amanita, dieses Trockene, Staubige ist gemeint, an das ich mich sehr gut erinnere. Es ist immer ein Wackeltanz bei solchen Texten ... ich habe schon versucht im Ton zu bleiben und bei dieser Stelle zigmal überlegt, wie ich den Staub unterbringe und "dieluft staubig vom heu" ist nicht mal die Hälfte dessen, was ich ausdrücken möchte und passt auch von der sprachmelodie überhaupt nicht.

Es handelt sich um einen alten Text, an dem ich jetzt auch nichts merh geändert habe. (Sieh Datum).
Ich weiß noch wie ich gerungen habe, etwas zu finden, was die staubige Atmosphäre gleichermaßen wie die erotisch aufgeladene transportiert ...

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Beitragvon Amanita » 15.08.2012, 09:17

Ich weiß nicht, ob es in diesem Fall den Staub überhaupt braucht. Wenn, dann würde ich - ist das so gemeint? - wohl eher das "Elektrisierende" betonen.

Gerda

Beitragvon Gerda » 15.08.2012, 09:23

Ja, schon ... aber der trockene Duft im Staub (als Gegensatz)eben auch ... ich werde noch einmal überlegen, aber eigentlich ist es für mich rund ...

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Beitragvon Amanita » 15.08.2012, 09:29

Der Kontrapunkt ist m. E. nicht deutlich genug, er hat für mich keine Funktion (außer dass er feststellt, dass es "so" war).

Gerda

Beitragvon Gerda » 15.08.2012, 09:32

Dankeschön für den Tipp.

poeta

Beitragvon poeta » 15.08.2012, 09:59

hallo Gerda,

huch - gefällt mir, diese fahrt auf dem heuwagen, eine gelungene mischung, ein verschmelzen von mensch und umgebung, von kindlich er unbekümmertheit und erdiger sinnlichkeit, das alles hoch oben - auf dem gipfel des sommers sozusagen.
ich weiß ja nicht, wie sehr du an dem duft-luft-binnenreim hängst, aber auch für mich ist dieser vers nicht ganz stimmig, etwas zu affektiert durch "gepudert" und "duft". du schreibst, dass dieses schon ein älteres gedicht ist und du nicht mehr ändern möchtest. ich kann auch sehr gut nachvollziehen, dass du dieses staubig-trockene des heus atmosphärisch drinbehalten möchtest, trotzdem möchte ich dir meine unfertigen gedanken als anregung dalassen:

[gepudert die luft mit dem duft des heus
der] heustaub(ge)kitzel(n) steigt mir zu kopf und über mich hinaus ---- ?

oder etwas in der art. vielleicht denkst du doch noch mal darüber nach. :smile:


liebe grüße, poeta

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Beitragvon birke » 15.08.2012, 10:09

Hallo Gerda,

ich gebe etwas zu bedenken ... wobei ich nicht weiß, ob du das vielleicht intendiert hast?

"pudern" hat ja noch eine etwas andere Bedeutung ... bezogen auf den Geschlechtsverkehr.
Genau so erinnern mich die "wicken" an ein anderes (unschönes, wie ich finde) Wort dafür. :mrgreen:

Verzeih ... ich schlich schon um den Text herum und hab überlegt, ob und wie ich was dazu sage ...
Ohne diese Assoziationen (die ja vielleicht nur ich hab??) würde mir der Text besser gefallen.

Liebe Grüße,
Diana
wer lyrik schreibt, ist verrückt (peter rühmkorf)

https://versspruenge.wordpress.com/

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Beitragvon Amanita » 15.08.2012, 10:15

Ach so, ja, pudern kannte ich dafür nicht. Dann hätte es seine Berechtigung, auch wenn mir das alles zu heftig ist (mit den Wicken ging mir das auch schon so, im Zusammenhang mit den Lenden usw. - wollte mich dazu aber nicht outen :).

Mucki
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Beitragvon Mucki » 15.08.2012, 12:32

Liebe Gerda,

kurioserweise hab ich das "gepudert" gar nicht mit staubiger, trockener Luft assoziiert, sondern als vom Heuduft geschwängerte Luft gelesen. Daher finde ich poetas Idee mit dem "heustaubkitzeln steigt mir zu kopf ..." gut.

Liebe Grüße
Gabi

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Beitragvon Zefira » 15.08.2012, 12:38

Hallo Gerda,
das "gepudert" habe ich ähnlich wie Gabriella gar nicht mit Staub assoziiert.
Muss allerdings zugeben - und jetzt traue ich mich, das zu schreiben -, dass ich beim geduckten Männertreu und wilden Wicken auch erstmal sehr punktuell gelesen und entsprechend assoziiert habe ...
Dass es anscheinend nicht nur mir so geht, erleichtert mich :mrgreen:
Es gab ja auch mal einen recht bekannten Sketch von Otto Waalkes, in dem es um "Blumensprache" ging, u.a. hatte er auch Wicken im Strauß.
Wenn Du diese Assoziation nicht wünschst, solltest Du vielleicht die Wicken durch etwas anderes ersetzen; es geht bestimmt vielen Lesern so.

Liebe Grüße von Zefira, die das Gedicht sehr schön findet!
Vor der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.
Nach der Erleuchtung: Holz hacken, Wasser holen.

(Ikkyu Sojun)


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