weite wiesen
besonnt
von jakobskrautbestandenen himmeln.
der bauer fürchtet ihr gift -
und lässt doch regenrinder hier grasen.
zugbrücken wachsen
in horizonte.
und das geschrei der wildgänse,
die die deiche überfliegen!
am abend duftet weggarbe an schlafrändern.
sonnenblumenfelder suchst du vergeblich!
in der vorgärten blühen brautmalven und weißschuh.
wir verlassen den hafen als mohnboote sich öffnen im wind.
von wegen van Gogh!
ergänzungen I
-
ecb
Van Gogh zu assoziieren durch die Benennung von Abwesenheit, ist ein interessanter Griff.
Dagegen fallen die Zeilen
der bauer fürchtet ihr gift -
und lässt doch regenrinder hier grasen.
ein wenig ab oder wirken disparat im Zusammenhang mit den recht starken optischen Eindrücke und Perspektiven, die vor meinem geistigen Auge durchaus mit Van Gogh zu tun haben.
Gern gelesen.
LG Eva
Dagegen fallen die Zeilen
der bauer fürchtet ihr gift -
und lässt doch regenrinder hier grasen.
ein wenig ab oder wirken disparat im Zusammenhang mit den recht starken optischen Eindrücke und Perspektiven, die vor meinem geistigen Auge durchaus mit Van Gogh zu tun haben.
Gern gelesen.
LG Eva
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Gerda
Liebe A.,
der Text nimmt mich mit durch die Landschaften des Impressionismus, Ich kann ihn aber auch ganz anders lesen: als Metapher für die Beziehung einers Paaren, das durch diese Landschaft geht. Van Gogh ist weit weg, die Bilder sind Sinnbilder für das, was die beiden verbindet. Ein wenig störend finde ich die Reflexion:
der bauer fürchtet ihr gift -
und lässt doch regenrinder hier grasen.
Andererseits können diese Gedanken in den Bezug zur Realität treten, denn alle anderen Bilder sind schwebend.
Ich kann es nicht begründen, denn das Bild der Zugbrücken trifft zu auf einige van Gogh-Gemälde zu, ich finde es eigentlich auch sehr plastisch, aber die Horizonte, abgesehen davon, dass ich das zu oft schon gelesen habe, empfinde ich nahezu als Wiederholung der (jakobskrautbestandenen) himmel.
Also, einerseits gefällt mir das Bild, andererseits nicht hundertprozentig.
Das Gedicht habe ich sehr gern gelesen, es erzeugt in mir viele Assoziationen.
Liebe Grüße
Gerda
der Text nimmt mich mit durch die Landschaften des Impressionismus, Ich kann ihn aber auch ganz anders lesen: als Metapher für die Beziehung einers Paaren, das durch diese Landschaft geht. Van Gogh ist weit weg, die Bilder sind Sinnbilder für das, was die beiden verbindet. Ein wenig störend finde ich die Reflexion:
der bauer fürchtet ihr gift -
und lässt doch regenrinder hier grasen.
Andererseits können diese Gedanken in den Bezug zur Realität treten, denn alle anderen Bilder sind schwebend.
Ich kann es nicht begründen, denn das Bild der Zugbrücken trifft zu auf einige van Gogh-Gemälde zu, ich finde es eigentlich auch sehr plastisch, aber die Horizonte, abgesehen davon, dass ich das zu oft schon gelesen habe, empfinde ich nahezu als Wiederholung der (jakobskrautbestandenen) himmel.
Also, einerseits gefällt mir das Bild, andererseits nicht hundertprozentig.
Das Gedicht habe ich sehr gern gelesen, es erzeugt in mir viele Assoziationen.
Liebe Grüße
Gerda
Hallo allerleirauh,
auch ich bin gerne durch diese impressionistischen Bilder gegangen bzw. mitgegangen, was du dem Leser auch sehr leicht machst durch deine im wahrsten Sinne des Wortes bildhafte Sprache.
Zu dem
der Passage, die hier aus dem Rahmen springt:
kann es sein, dass du genau dies mit deinem Titel "Ergänzungen" meinst bzw. bezweckst?
Das war so ein Gedanke, der mir kam.
Liebe Grüße
Gabi
auch ich bin gerne durch diese impressionistischen Bilder gegangen bzw. mitgegangen, was du dem Leser auch sehr leicht machst durch deine im wahrsten Sinne des Wortes bildhafte Sprache.
Zu dem
allerleirauh hat geschrieben:der bauer fürchtet ihr gift -
und lässt doch regenrinder hier grasen.
der Passage, die hier aus dem Rahmen springt:
kann es sein, dass du genau dies mit deinem Titel "Ergänzungen" meinst bzw. bezweckst?
Das war so ein Gedanke, der mir kam.
Liebe Grüße
Gabi
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