Sie nahmen sich Zeit

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 29.07.2012, 21:39

Sie nahmen sich Zeit

Sie saßen einander gegenüber
rührten sich Nichtworte in den Kaffee
nippten vom Zuckergebäck der Stille
und lächelten leer

Sie nahmen einander die Zeit
Zuletzt geändert von Amanita am 30.07.2012, 18:17, insgesamt 2-mal geändert.

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 30.07.2012, 18:16

Ja, so finde ich es auch am besten!

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 30.07.2012, 18:18

So, durchgestrichen und - m. E. - fertig!

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birke
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Beitragvon birke » 30.07.2012, 20:05

jaaaa, gut so!
lg, diana
wer lyrik schreibt, ist verrückt (peter rühmkorf)

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Elsa
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Beitragvon Elsa » 30.07.2012, 22:41

knabberten zuckergebäck "in die stille"

würde mir schon gefallen, Amanita. Das bröselige Knacken als Kompensationsversuch.
Mir hat das gesamt gut gefallen mit der kleinen Änderung.

Liebe Grüße
Elsa
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Mucki
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Beitragvon Mucki » 30.07.2012, 23:00

Ööhm, Amanita? Ich muss gestehen, dass Elsas "knabberten Zuckergebäck in die Stille" tatsächlich was hat. Da hört man so richtig das verlegene Knabbern und "sieht", wie sie sich am Gebäck "festhalten".

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 30.07.2012, 23:03

Ja, die Richtung stimmt schon, Elsa und Gabriella ... "Zuckergebäck in die Stille" gefällt mir außerordentlich! Ich knabbere aber noch etwas am Knabbern!

Mucki
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Beitragvon Mucki » 30.07.2012, 23:08

Kauen wäre natürlich ausdrucksstarker, da doppeldeutig, aber dann müsste noch ein Wort oder ein "zer" davor

zerkauten Zuckergebäck in die Stille

da "kauten Zuckergebäck in die Stille" nicht geht. "knabberten" ist aktiver, da ist das Zerbröseln schon drin. Beim "kauen" nicht. Verstehst, was ich meine oder ist das jetzt zu verquer formuliert? ;-)

Edit//
"Knabberten" ist doch eigentlich auch zweideutig, Amanita.
Sie knabberten am Gebäck (und sie knabberten an der Situation, also quasi wie "kauen"), hm?

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 30.07.2012, 23:13

Ja klar, ich versteh' Dich, Gabriella, ich stelle gerade ganz ähnliche Überlegungen an.

Mir ist es zu alltäglich, Zuckergebäck zu knabbern, mir fehlt der Widerhaken.

Mucki
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Beitragvon Mucki » 30.07.2012, 23:14

hat sich gerade überschnitten. Schau mal mein Edit.

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Elsa
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Beitragvon Elsa » 30.07.2012, 23:15

nagten?
Schreiben ist atmen

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 30.07.2012, 23:21

hach, is' ja richtig lebhaft hier!

Elsa, nagen würde mir schon gefallen, geht aber grammatisch nicht; dann müsste es heißen nagen an oder benagen (das sagt aber wohl kein Mensch).

Gabriella, gelesen hatte ich schon alles, ja, danke! Es muss ein etwas "schrägeres" Verb hin, finde ich ... woher nehmen ...

Mucki
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Beitragvon Mucki » 30.07.2012, 23:23

"nagten" ist zu wertend, finde ich. Was den Text hier ausmacht ist ja, dass keine Wertung enthalten ist, alles so harmlos klingt und dadurch diese Trostlosigkeit so stark rüberkommt. Da finde ich "knabberten" genau richtig.

Vielleicht ist es das "Zuckergebäck", das durch ein explizites Gebäck ersetzt werden könnte?

Ach, das ist aber auch verflixt, wie der Deibel im Detail steckt! :blink2:

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 30.07.2012, 23:30

Ich bewege mich gerade weg vom (eigentlichen) Essen, bin bei

brechen oder bröckeln


bröckelten Zuckergebäck in die Stille

Mucki
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Beitragvon Mucki » 30.07.2012, 23:37

Ja, "bröckelten Zuckergebäck in die Stille" passt. "bröselten" ginge auch.
Weißt du was, Amanita? Nimm dir für dein Gedicht "Sie nahmen sich Zeit" doch einfach ein bisschen Zeit und lass es sacken.
Auf jeden Fall finde ich "knabberten" oder "bröckelten" oder "bröselten" in die Stille viel besser, als den ursprünglichen, im Moment gestrichenen Satz.


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