das zicklein und der letzte mohikaner

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
pjesma

Beitragvon pjesma » 02.07.2012, 12:07

xxx
Zuletzt geändert von pjesma am 03.08.2016, 02:07, insgesamt 2-mal geändert.

pjesma

Beitragvon pjesma » 03.07.2012, 01:16

so meine lieben, erst mal vielen dank für die kommentare, gefallen oder nicht ganz gefallen. für mich ist es immer sehr spannend was die anderen aus meinen zeilen für sich finden, und ich komme mir dann wie ein spielverderber, wenn ich ganz profane hintergrunde erläutere und verrate. für mich ist eures sehen ein beweiß dass die wirklichkeit, wenn aufgeschrieben, sich zu eine andere wirklichkeit verwandelt, oder auch in viele andere wirklichkeiten, sich wundersam verselbständigt...daher ist nicht unbedingt nötig auf die wahre geschichte dahinter einzugehen...doch ich tue es jetzt, und ich tue es, weil ich der scarlet mit meinem weh- weh getan habe, und sie meinem gefühl unbewusst am nähesten war....<3
als ich aus kro weg ging, war ich 23 jahre alt, jetzt bin ich 46. dass heisst, dass viele nahe verwandten (mein liebevoller schutzmauer während des großwerdens) die ich in blüte ihrer kraft verlassen hatte, sich jetzt der 7-8 lebensjahrzent nähern. in meinen wenigen besuchen habe ich viele nicht mehr gesehen, oder nur kurz, das lebensschwerpunkt ist brd...aber das gefühl, bindung ist sehr stark geblieben, und das was jeder einzelne von den für mich war ist für mich noch stark spurbar.

hier bekam ich nachricht, dass mein lieblingsonkel, mutters jüngster bruder in kroatien die hüfte gebrochen hat und in altersheim in pflege gekommen ist. und da stand ich hilflos und voller trauer, was tun?---dass jemand, bei 3 kinder, 7 enkelkinder und etlcihen urenkelkinder in altersheim kommt, erschüttert mich sehr. dennoch, wer bin ich zu urteilen? ich kann mich nur auf mein besondere beziehung zu ihm berufen, mit einem gedichtlein. anrufen, nutzt nicht. ihn mal besuchen, sind über 1000 kilometer.
der kinder was vorzuwerfen, steht mir nicht zu. ein einzelgänger war er, nicht immer einfach zu seiner familie,und sie hielten mehr zu ihrer mutter. ich hab ihn irgendwie geknackt, wir hatten ein inniges verständniss, und ich vermute---ich hab die sahne haubchen abbekommen, das wärmster teil seiner seele...oft haben mich seine kinder als ich zu besuch war und noch klein war argwöhnisch und eifersüchtig betrachtet, weil ich mich traute (ich wusste nicht dass das *sich trauen* war) ihm einfach umzuarmen, auf der nase küssen, schnurrbart ziehen. ..sie hatten ein unterkühltes und unterschätzendes verhältniss zu ihm...kann die ursachen und will die ursachen jetzt nicht breit ergrunden.
daher ging es mir als ich das nachricht bekommen habe ungefair so wie der scarlet als sie das gedicht gelesen hat.
gern hätte ich mehr tun können, aber ich weiß einfach nicht wie, aus diesem entfernung. und auch was, weiß ich nicht. am liebsten hätt cih kurz hingeflogen, eine zigarette angemacht und sie ihm gehalten, damit er paar züge ziehen kann. was anderes braucht er nicht, tücher, wäsche...hat er. aber eine friedenspfeife :-(...und gern würde ich ihn wissen lassen, bevor er geht, dass er für mich was besonderes war, ist, wenn auch seine eigene kinder ihn so wertvoll nicht sehen können.

ehrlich gesagt, ich hab ziemlich gefürchtet dass ihr das gedicht kitschig findet...weil ich mich da etwas sentimentaler finde als es mir (und vielleicht auch dem gedicht?) gut tut , ich bin weniger spröde als ich es wollte als ich anfing es zu schreiben...vorallem auch, es erreichen mich zur zeit nur solche abschied, baldabschied meldungen...eine ganze generation verschwindet, die meine generation ist "beschäftigt" und die neueste generation kenne ich nicht mal...meine spuren verblassen und ich mutiere (in meinen gedichten mindestens) zu einem wehleidigem ashley willks aus gone with the wind ;-)...
lasst es mich wissen wenn ich übertreibe ;-) (danke, räuber)

liebe grüße an alle, in die vollmondnacht hinein :-)

ps. ziege passte ohne konstruktion diesmal in indianer milieu, ich wurde von ihm liebevoll"meine kleine ziege" genannt..(so in etwa kleine göre, aber in liebgedacht )

Mucki
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Beitragvon Mucki » 03.07.2012, 19:28

...
Zuletzt geändert von Mucki am 30.05.2016, 19:07, insgesamt 1-mal geändert.

scarlett

Beitragvon scarlett » 03.07.2012, 19:40

nein, pjesma, kitschig? niemals!

und ich bleibe dabei, dass das ganze durchkomponiert ist - das zicklien steht da nicht zuföllig, so wie auch nichts sonst ...

ich glaube, ich habe mich entschieden -
dass es gut ist, dein gedicht, war mir von anfang an klar, aber nun füge ich hinzu; ich glaub, ich mag es.

sei herzlich gegrüßt,
scarlett

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birke
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Beitragvon birke » 03.07.2012, 21:17

... für mich ein vor allem grundehrliches und dabei sehr liebevolles, ja, zärtliches Gedicht, das ganz ohne Pathos auskommt.
Ich mag es, sehr.
Liebe Grüße
Diana
wer lyrik schreibt, ist verrückt (peter rühmkorf)

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fenestra
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Beitragvon fenestra » 03.07.2012, 22:00

Ja, auch ich finde, dass es ein sehr schönes, zärtliches Gedicht ist! Die weiten Entfernungen, die Zwänge des eigenen Lebens - es gibt so vieles, was sich heute zwischen Verwandte stellt. Und man ist nicht mehr das Kind von damals und möchte es doch manchmal sein.

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birke
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Beitragvon birke » 09.08.2012, 18:17

hallo pjesma,

etwas irritiert und interessiert mich nun - ein wort wurde hier mehrfach korrigiert und auch in der blauen anthologie nun, und zwar dieses:

(logischeweiße:
in engelsprache)

ich hab es eigentlich als wortneuschöpfung gelesen (logische, weiße, zicklein) - mit anklang an "logischerweise".

ist es wirklich nur ein fehler im text - oder hast du es doch so gemeint, wie es(hier ja auch immer noch dasteht?

lg,
diana
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Mucki
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Beitragvon Mucki » 09.08.2012, 18:22

...
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pjesma

Beitragvon pjesma » 11.08.2012, 14:50

danke für korrektur, ja, ich habs übersehen...
lg, pjesma


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