mich festhalten

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Niko

Beitragvon Niko » 21.05.2012, 22:39




mich festhalten

für eine unbekannte nachwelt
hoffen auf haftung
nur eines gedankens
in einem fremden kopf

und das schlimmste
nie wissen




.

Benutzeravatar
Eule
Beiträge: 2055
Registriert: 16.04.2010

Beitragvon Eule » 23.05.2012, 09:50

Klingt wie ein kleiner Seufzer aus der Welt der Traumgedanken. Das lI versuchst, den Gefühlen Worte zu geben und das gelingt ihm in diesem kurzen Text sehr authentisch und gut.
Zuletzt geändert von Eule am 23.05.2012, 09:52, insgesamt 1-mal geändert.
Ein Klang zum Sprachspiel.

Benutzeravatar
leonie
Beiträge: 8896
Registriert: 18.04.2006
Geschlecht:

Beitragvon leonie » 23.05.2012, 09:52

Lieber Niko,

ich lese den Wunsch nach Spuren, die von einem bleiben. Kann ich sehr gut nachvollziehen!

Liebe Grüße

leonie

Mucki
Beiträge: 26644
Registriert: 07.09.2006
Geschlecht:

Beitragvon Mucki » 23.05.2012, 17:59

Hi Niko,

der erste Teil ist klar, der Wunsch des LI, etwas zu hinterlassen.

Doch hier
Niko hat geschrieben:und das schlimmste
nie wissen

frage ich mich, ob sich das auch auf das "mich festhalten" bezieht, im Sinne von Spuren hinterlassen:
dann wäre es das Schlimmste für das LI, nach seinem Tod nichts hinterlassen zu haben, selbst in fremden Köpfen nicht.

Man kann es aber auch anders lesen:
im Sinne von: Schlimmes, was die Zukunft für das LI bringen könnte, nie zu wissen. Z.B. Schicksalsschläge, Krankheit, etc. Oder hast du es absichtlich so offen gelassen?

Liebe Grüße
Gabi

Niko

Beitragvon Niko » 23.05.2012, 19:28

ja, gabriella, das war schon so gewollt. mag der leser darin finden, was er sucht. ;-)

danke euch allen für die positive resonanz!

liebe grüße: niko


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 5 Gäste