Nach dem Brand

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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Amanita
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Beitragvon Amanita » 21.01.2012, 08:37

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Xanthippe
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Beitragvon Xanthippe » 21.01.2012, 10:41

Kein Licht mehr auf der Lichtung, alles ist schwarz ausgemalt. In einem Wald aus schmelzender Masse und sperrigen Ästen drei Stuhlskelette. Bis dahin sehe ich ein Bild, ein bedrohliches Bild, ein Bild nach einer gewaltsamen Veränderung.
Die folgende Strophe erzählt was geschehen ist, "das Fensterglas, (das) in die Russwogen platzte und erläutert was dieses Geschehen bewirkt hat. Sprengt also das Bild, macht eine erzählende Ebene auf.
In der nächsten Strophe kommt ein lyrisches Ich ins Spiel, das handelt, "noch einmal schreite ich unten durchs Tor" und sich mit den Geschehnissen auseinandersetzt, von ihnen empfangen wird (die Kleider finde ich überflüssig, wenn der Giftgeruch das lyrische Ich empfängt ist es selbstverständlich, dass auch die Kleider davon betroffen sind, außer du wolltest betonen, dass das Ich nicht nackt ist, oder du wolltest damit ein Bild bemühen, dafür, dass dieser Geruch länger haften bleiben wird, aber ich denke das funktioniert hier nicht, denn viel länger als in den Kleidern wird der Geruch im Ich verbleiben).
Der letzte Vers; noch einmal eine Erklärung, was das alles zu bedeuten hat.

So meine Leseart. Ich kann mir vorstellen, dass die Beschränkung auf eine reine Beschreibung, wie zu Anfang des Gedichtes, sehr viel eindringlicher wirken würde.
(Aber vermutlich bist du noch viel zu nah dran an den Geschehnissen, um diesen Abstand zu haben. Vielleicht wolltest du es Dir nur von der Seele schreiben, dann entschuldige ich mich für meine Klugscheißerei ;-))

Xanthi

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 21.01.2012, 11:34

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pjesma

Beitragvon pjesma » 21.01.2012, 12:15

hallo amanita,
ein interessantes experiment wäre es ein parallelgedicht zu schreiben, kurz nach dem du das ort des geschehens besichtigst, nur um zu vergleichen was dich eschütterte in gedanken und was in direktem erleben (kann mich eines brandes erinnern in dem vieles kostbares meines zur asche wurde, und anstatt danach zu trauern hängte ich mich auf an meinem rechtem liblingsschuh,trug das rum und nörgelte wütend dass die linke wohl spurlos verbrannte, warum nicht beide, warum keine...bla)

lg

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 21.01.2012, 12:32

Liebe pjesma, genauso habe ich es auch vor.


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