Nachtgesang
Der Wind,
dieser alte Nomade, rupft
die Tage von den Bäumen
und baut sich ein Nest
aus welker Zeit.
Morgen zieht
er weiter, wird mich
hinter sich lassen.
Mich und meine
knisternden Träume.
Erstfassung:
Nachtgesang
Der Wind, dieser alte Nomade,
rupfte heute
die Tage von den Bäumen
und baute sich ein Nest
aus welkender Zeit.
Morgen schon
wird er weiterziehen, wird
mich hinter sich lassen.
Mich und meine
knisternden Träume.
Nachtgesang
Hallo, Ihr alle,
erstmal danke für die Beschäftigung mit dem Text. Ich bin jetzt mal wieder selber recht unschlüssig, seufz. Die Rückbindung, Räuber, erfolgt über das "welk", wie Gerda schon andeutet.
Vielleicht müsste ich in der ersten Strophe "uns" statt "sich" schreiben. Warum das "dieser alte Nomade" wichtig ist, überlege ich selber noch: Ich denke, es ist vielleicht eine Art "Ironisierung" , mit der das lyrIch sich aus der drohenden Melancholie holen will. Es weiß ja, wie das Ganze enden wird...
Zur zweiten Strophe ist mir einfach noch nichts Besseres eingefallen, ich überlege noch.
Liebe Grüße
leonie
erstmal danke für die Beschäftigung mit dem Text. Ich bin jetzt mal wieder selber recht unschlüssig, seufz. Die Rückbindung, Räuber, erfolgt über das "welk", wie Gerda schon andeutet.
Vielleicht müsste ich in der ersten Strophe "uns" statt "sich" schreiben. Warum das "dieser alte Nomade" wichtig ist, überlege ich selber noch: Ich denke, es ist vielleicht eine Art "Ironisierung" , mit der das lyrIch sich aus der drohenden Melancholie holen will. Es weiß ja, wie das Ganze enden wird...
Zur zweiten Strophe ist mir einfach noch nichts Besseres eingefallen, ich überlege noch.
Liebe Grüße
leonie
Liebe Leonie, ein schöner Text!
Der Titel gibt den gegenwärtigen Moment an: es ist Nacht
Es sind Nachtgedanken.
Sie kresien um das Gestern (Vergangenheit, 1. Strophe) und das Morgen (2. Strophe, Zukunft) und die Gegenwart liegt zwischen den Strophen.
Der reflektierende Charakter verstärkt sich durch "dieser alte Nomade" noch mehr.
Der Leerraum als Gegenwart ist zwar sehr poetisch, aber für mein Empfinden etwas zu wenig erlebt, was für mich die Unmittelbarkeit der Bilder einschränkt:
Der Wind,
der alte Nomade, rupft
die Tage von den Bäumen
und baut sich ein Nest
aus welker Zeit.
Morgen zieht
er weiter, wird mich
hinter sich lassen.
Mich und die
knisternden Träume.
In diesem Sinne, Carl
Der Titel gibt den gegenwärtigen Moment an: es ist Nacht
Es sind Nachtgedanken.
Sie kresien um das Gestern (Vergangenheit, 1. Strophe) und das Morgen (2. Strophe, Zukunft) und die Gegenwart liegt zwischen den Strophen.
Der reflektierende Charakter verstärkt sich durch "dieser alte Nomade" noch mehr.
Der Leerraum als Gegenwart ist zwar sehr poetisch, aber für mein Empfinden etwas zu wenig erlebt, was für mich die Unmittelbarkeit der Bilder einschränkt:
Der Wind,
der alte Nomade, rupft
die Tage von den Bäumen
und baut sich ein Nest
aus welker Zeit.
Morgen zieht
er weiter, wird mich
hinter sich lassen.
Mich und die
knisternden Träume.
In diesem Sinne, Carl
-
Gerda
Das, was Max schreibt wollte ich eigentlich schon heute Mittag schreiben. Schön dich zu lesen Carl, und dass ich
positiv überrascht bin, wie sehr sich die kleinen Änderungen im Gesamteindruck des Textes niederschlagen.
Ich bin gesapannt darauf, ob leonie sich damit anfreunden kann.
Liebe Grüße an Leonie, Max und Carl.
positiv überrascht bin, wie sehr sich die kleinen Änderungen im Gesamteindruck des Textes niederschlagen.
Ich bin gesapannt darauf, ob leonie sich damit anfreunden kann.
Liebe Grüße an Leonie, Max und Carl.
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