wo ist gott
der rausch hat mich ergriffen
mein inneres ruptiert
gemeuchelt meine zukunft
riech fordernd übeltier
er brandet voller tücke
erzählt von meinem tod
im schlafe muss mich schützen
sonst nimmt er alles fort
such zweifelnd nach den brücken
halt mir die augen zu
sein spottgesang wird lauter
bringt leiden keine ruh
er brandet voller tücke
erzählt von meinem tod
bewacht von hölzern vögeln
im traum am goldnen ort
die zunge dick geschwollen
mein mund schäumt voller blut
kann nimmer mehr bewegen
die angst sie jagt mich tot
er brandet voller tücke
erzählt von meinem tod
es grünt hysterisch lachen
wo ist er unser gott
bin mäuschenstill ganz leise
noch dieses eine mal
lass darben seine drachen
umringt im vogeltal
© Moonlight 2011
wo ist gott
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Jelena
Hallo moonlight,
das Gedicht erreicht mich in seiner Eindringlichkeit. Aber ich verstehe es nicht.
Wollte ich es verstehen, muss ich die Bedeutung der Worte überdenken. Dann wird "brandete" zu verbrannte. Dann stinkt das "übeltier", weil das verbrannte Fleisch stinkt. Der "rausch" wäre gleichzeitig Rauch.
Oder ist es vielleicht die Geschichte eines Trinkers? Das könnte ja auch sein. Dann passten die Wasserworte doch.
Liest sich wie die Verzweiflung eines, der hingerichtet wird, obwohl er unschuldig ist.
Die Vögel und Drachen habe ich gar nicht verstanden.
Ist nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal, wenn ein Gedicht so unklar bleibt. Aber der Rhythmus hat mich angesprochen, die Sprachmelodie.
LG, Jelena.
das Gedicht erreicht mich in seiner Eindringlichkeit. Aber ich verstehe es nicht.
Wollte ich es verstehen, muss ich die Bedeutung der Worte überdenken. Dann wird "brandete" zu verbrannte. Dann stinkt das "übeltier", weil das verbrannte Fleisch stinkt. Der "rausch" wäre gleichzeitig Rauch.
Oder ist es vielleicht die Geschichte eines Trinkers? Das könnte ja auch sein. Dann passten die Wasserworte doch.
Liest sich wie die Verzweiflung eines, der hingerichtet wird, obwohl er unschuldig ist.
Die Vögel und Drachen habe ich gar nicht verstanden.
Ist nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal, wenn ein Gedicht so unklar bleibt. Aber der Rhythmus hat mich angesprochen, die Sprachmelodie.
LG, Jelena.
Hallo moonlight,
es geht mir wie Jelena. Ich denke, dass hier ein Sterbender sehr intensiv seine letzten Gedanken ausruft, doch verstehe ich den Inhalt bzw. die Figuren, die hier auftauchen, nicht. Bei einigen Zeilen habe ich das Gefühl, dass hier von einem Mythos die Rede ist, doch welcher das sein könnte, verschließt sich mir.
Eindringlich ist dieser Klageruf allemal.
Saludos
Gabriella
es geht mir wie Jelena. Ich denke, dass hier ein Sterbender sehr intensiv seine letzten Gedanken ausruft, doch verstehe ich den Inhalt bzw. die Figuren, die hier auftauchen, nicht. Bei einigen Zeilen habe ich das Gefühl, dass hier von einem Mythos die Rede ist, doch welcher das sein könnte, verschließt sich mir.
Eindringlich ist dieser Klageruf allemal.
Saludos
Gabriella
-
moonlight
Hallo Gabriella,
Herzlichen Dank für deinen Kommentar und du hast recht.......
....Vögel haben auch ansonsten eine große Bedeutung in der finnischen Mythologie. So bringen sie dem Menschen bei seiner Geburt seine Seele und bringen sie beim Tod wieder weg. Um seine Seele im Schlaf zu schützen, musste man eine hölzerne Vogelfigur in seiner Nähe haben. Dieser Seelenvogel, Sielulintu genannt, verhindert, dass die Seele in den Träumen verloren geht....
LG
Moonlight
Herzlichen Dank für deinen Kommentar und du hast recht.......
....Vögel haben auch ansonsten eine große Bedeutung in der finnischen Mythologie. So bringen sie dem Menschen bei seiner Geburt seine Seele und bringen sie beim Tod wieder weg. Um seine Seele im Schlaf zu schützen, musste man eine hölzerne Vogelfigur in seiner Nähe haben. Dieser Seelenvogel, Sielulintu genannt, verhindert, dass die Seele in den Träumen verloren geht....
LG
Moonlight
-
Gerda
Liebe Moonlight,
ein dramatisches Gedicht über den Tod. Hier geht es allerdings offenbar nicht um den natürlichen Vorgang des Lebensendes, des Vergehens, sondern um ein gewaltsames Ende, vor dem sich Lyrich schützen möchte.
Es ist unheimlich auf eine Art und Weise, wie ich als junger Mensch auch "Die Bürgschaft" empfunden habe.
Eine Verständnisschwierigkeit, in der ersten Strophe geht es einerseits um den eigenen "rausch" andererseits um das "übeltier", jedefalls lese ich es nicht eindeutig.
Der Bezug in den Strophen ab Strophe 2 schwankt für mich zwischen dem "rausch" aus Z. 1 und dem "übeltier" aus Z. 4.
Ich bin hin-und hergerissen, wem ich die hauptsächlich unheilvolle kraft zurechnen soll, dem eigenen Ruasch oder dem Übeltier, oder ist beides "Einunddasselbe"?
Liebe Grüße
Gerda
ein dramatisches Gedicht über den Tod. Hier geht es allerdings offenbar nicht um den natürlichen Vorgang des Lebensendes, des Vergehens, sondern um ein gewaltsames Ende, vor dem sich Lyrich schützen möchte.
Es ist unheimlich auf eine Art und Weise, wie ich als junger Mensch auch "Die Bürgschaft" empfunden habe.
Eine Verständnisschwierigkeit, in der ersten Strophe geht es einerseits um den eigenen "rausch" andererseits um das "übeltier", jedefalls lese ich es nicht eindeutig.
Der Bezug in den Strophen ab Strophe 2 schwankt für mich zwischen dem "rausch" aus Z. 1 und dem "übeltier" aus Z. 4.
Ich bin hin-und hergerissen, wem ich die hauptsächlich unheilvolle kraft zurechnen soll, dem eigenen Ruasch oder dem Übeltier, oder ist beides "Einunddasselbe"?
Liebe Grüße
Gerda
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