Rüstzeug
Liebe…
…die Einlage im Lebensschuh
damit der Tritt federt
und dein melancholischer Plattfuß
die Wanderung
nicht übermäßig erschwert
Natürlich könntest du
auch Barfuß gehen
aber um jeden nackten Zeh
wachsen nachts böse Geschichten
die am Tag zu blöden Vögeln werden
Dann lieber im Leder leben
mit Sohlen
die auf Zuneigung schwimmen
ohne Beinweh
ohne Fersenschmerz
Rüstzeug
-
Sam
Hallo Poeta,
das hat Spaß gemacht, deine Gedanken zu dem Gedicht zu lesen. Wie ich oben schon bemerkte, ist Kopflästigkeit bei meinem Gehversuchen in Sachen Lyrik meistens zu beobachten.
Du schreibst:
Doch, ich finde auch, dass das passt, pragmatisch und eben nicht das Herz, sondern halt der Fuß.
Und auch wenn es nicht unter Satire verbucht wurde, lese ich das Gedicht schon auch mit einem Schmunzeln (ähnlich wie mein "Minima Melancholia", das auch viel "ernster" genommen wurde, als ich es gemeint hatte). Jedenfalls verstehe ich den hier dargestellten Pragmatismus nicht als Abwehrhaltung (oder sie resultiert nicht daraus, weil ich als Person in Verbindung mit dem Thema Liebe jedweder Verbitterung abhold bin), sondern als ein Spiel mit einem Wort, wie ich es bei Flora erklärt habe, das an sich erst einmal alles und somit nichts bedeutet. Anderseits gibt es natürlich auch ernste Aspekte (auch wieder sehr kopflastig). Das geht dann in die Richtung, dass wir gerade beim Thema Liebe ein gewissen romantischen Idealismus scheinbar nicht imstande sind zu überwinden.
Hallo Jelena,
du hattest schon Recht, wenn du den Fersenschmerz in deinem Kommentar mit dem Herzschmerz in Verbindung gebracht hast.
Hallo Flora,
ich habe bei dem Gedicht nicht an eine bestimmte Art von Liebe gedacht. Ich glaube, es passt sogar zu beiden, Elternliebe oder Partnerliebe. Man darf nicht übersehen, dass im Gedicht ein Unterschied besteht zwischen dem Lebensschuh und der Einlage "Liebe". Die Alternative barfuß zu laufen bezieht sich in erster Linie also nicht auf den Verzicht von Liebe, sondern in einem "Lebensschuh" zu sein. Das eröffnet, so glaube ich, noch weitere Perspektiven und macht es nicht notwendig, die Art der Liebe genau zu definieren.
Hallo Niko,
vielleicht wird es beim nächsten Mal wieder etwas komprimierter. Ich habe für mich festgestellt, dass ich mir meine Gedichte irgendwie nicht aussuchen kann..gif)
Euch allen nochmals herzlichen Dank!
Gruß
Sam
das hat Spaß gemacht, deine Gedanken zu dem Gedicht zu lesen. Wie ich oben schon bemerkte, ist Kopflästigkeit bei meinem Gehversuchen in Sachen Lyrik meistens zu beobachten.
Du schreibst:
"dann lieber im Leder leben"
klingt tatsächlich nach dem kleineren übel, sehr pragmatisch und kein bisschen romantisch: lieber mal ausrutschen auf der schleimspur, lieber mal druckstellen vom leder, als immer diese bösen geschichten um die nackten zehen.
nach allem, was ich oben von dir gelesen habe, wars nicht ganz so intendiert, trotzdem finde ich, dass alles zusammenpasst, sollte da unbewusst.... ???
Doch, ich finde auch, dass das passt, pragmatisch und eben nicht das Herz, sondern halt der Fuß.
Und auch wenn es nicht unter Satire verbucht wurde, lese ich das Gedicht schon auch mit einem Schmunzeln (ähnlich wie mein "Minima Melancholia", das auch viel "ernster" genommen wurde, als ich es gemeint hatte). Jedenfalls verstehe ich den hier dargestellten Pragmatismus nicht als Abwehrhaltung (oder sie resultiert nicht daraus, weil ich als Person in Verbindung mit dem Thema Liebe jedweder Verbitterung abhold bin), sondern als ein Spiel mit einem Wort, wie ich es bei Flora erklärt habe, das an sich erst einmal alles und somit nichts bedeutet. Anderseits gibt es natürlich auch ernste Aspekte (auch wieder sehr kopflastig). Das geht dann in die Richtung, dass wir gerade beim Thema Liebe ein gewissen romantischen Idealismus scheinbar nicht imstande sind zu überwinden.
Hallo Jelena,
du hattest schon Recht, wenn du den Fersenschmerz in deinem Kommentar mit dem Herzschmerz in Verbindung gebracht hast.
Hallo Flora,
ich habe bei dem Gedicht nicht an eine bestimmte Art von Liebe gedacht. Ich glaube, es passt sogar zu beiden, Elternliebe oder Partnerliebe. Man darf nicht übersehen, dass im Gedicht ein Unterschied besteht zwischen dem Lebensschuh und der Einlage "Liebe". Die Alternative barfuß zu laufen bezieht sich in erster Linie also nicht auf den Verzicht von Liebe, sondern in einem "Lebensschuh" zu sein. Das eröffnet, so glaube ich, noch weitere Perspektiven und macht es nicht notwendig, die Art der Liebe genau zu definieren.
Hallo Niko,
vielleicht wird es beim nächsten Mal wieder etwas komprimierter. Ich habe für mich festgestellt, dass ich mir meine Gedichte irgendwie nicht aussuchen kann.
.gif)
Euch allen nochmals herzlichen Dank!
Gruß
Sam
Hi Sam,
ich weiß nicht recht... überzeugt mich nicht...
Lebensschuh? Klingt mir gewollt. Die Aussage ist klar, aber irgendwie dann auch zu klar.
Völlig unklar bleibt hingegen, woraus diese Einlage (außer aus federndem Leder) bestehen soll und was die Alternative wäre (außer barfuß laufen (=lieblos? allein? "frei"?), - übrigens barfuß, klein)
Einlagen federn eigentlich nicth, so viel ich weiß.
Und ich versteh die bösen Geschichten um nackte Zehen nicht (warum??)
Bei "Vögeln kann man auch was Anderes denken als Tiere, gerade im Zusammenhang mit Liebe und "du", und dieses Wort verabscheue ich, dann schon lieber "ficken". Das wirst du nicth gemeint haben und kannst auch nichts dafür.
"auf Zuneigung schwimmen" in Bezug auf Ledersohlen in Schuhen - will mir auch nicht recht eingehen.
Auch wenn das Spiel mit Fliegen (wegen der Vögel) und Schwimmen hübsch sein könnte.
Insgesamt bleibt mir irgendwie nur eine Art müder Leere von deinem Text, die so viel mit Liebe (hoffe ich) nicht zu tun hat.
Das nur als Leseeindruck.
Lieber Gruß
Klara
ich weiß nicht recht... überzeugt mich nicht...
Lebensschuh? Klingt mir gewollt. Die Aussage ist klar, aber irgendwie dann auch zu klar.
Völlig unklar bleibt hingegen, woraus diese Einlage (außer aus federndem Leder) bestehen soll und was die Alternative wäre (außer barfuß laufen (=lieblos? allein? "frei"?), - übrigens barfuß, klein)
Einlagen federn eigentlich nicth, so viel ich weiß.
Und ich versteh die bösen Geschichten um nackte Zehen nicht (warum??)
Bei "Vögeln kann man auch was Anderes denken als Tiere, gerade im Zusammenhang mit Liebe und "du", und dieses Wort verabscheue ich, dann schon lieber "ficken". Das wirst du nicth gemeint haben und kannst auch nichts dafür.
"auf Zuneigung schwimmen" in Bezug auf Ledersohlen in Schuhen - will mir auch nicht recht eingehen.
Auch wenn das Spiel mit Fliegen (wegen der Vögel) und Schwimmen hübsch sein könnte.
Insgesamt bleibt mir irgendwie nur eine Art müder Leere von deinem Text, die so viel mit Liebe (hoffe ich) nicht zu tun hat.
Das nur als Leseeindruck.
Lieber Gruß
Klara
-
Sam
Hallo Klara,
vielen Dank für deine Leseeindrücke!
Ich denke nicht, dass ich gegen die müde Leere anargumentieren kann, die dir die Lektüre beschert hat (was ich gerne täte, aber aus Erfahrung weiß, dass sowas ja irgendwie unmöglich ist).
Ob die Aussage so klar ist? Ich weiß nicht. Wie ich schon Flora schrieb, so ist das barfuß laufen nicht gleichbedeutend mit keine Liebe haben oder wollen.
Bei den Vögeln habe ich, wie schon gesagt, überhaupt nicht an das "Vögeln" gedacht, und finde dazu auch keinerlei Anhaltspunkt im Text. Gerade weil das Barfußlaufen eben nicht bedeutet, auf Liebe zu verzichten, sondern auf den Lebensschuh.
Gruß
Sam
vielen Dank für deine Leseeindrücke!
Ich denke nicht, dass ich gegen die müde Leere anargumentieren kann, die dir die Lektüre beschert hat (was ich gerne täte, aber aus Erfahrung weiß, dass sowas ja irgendwie unmöglich ist).
Ob die Aussage so klar ist? Ich weiß nicht. Wie ich schon Flora schrieb, so ist das barfuß laufen nicht gleichbedeutend mit keine Liebe haben oder wollen.
Bei den Vögeln habe ich, wie schon gesagt, überhaupt nicht an das "Vögeln" gedacht, und finde dazu auch keinerlei Anhaltspunkt im Text. Gerade weil das Barfußlaufen eben nicht bedeutet, auf Liebe zu verzichten, sondern auf den Lebensschuh.
Gruß
Sam
Sam, da wird kein Schuh mehr draus.
Zumindest nicht für mich. Wenn du alles an der Liebe aufhängst, diese als Einlage definierst und dann den Schuh ausziehst, ist für mich auch die Einlage weg.
Liebe Grüße
Flora
Zumindest nicht für mich. Wenn du alles an der Liebe aufhängst, diese als Einlage definierst und dann den Schuh ausziehst, ist für mich auch die Einlage weg. Ich glaube das ist eine Schwierigkeit, die sich hier ganz ähnlich wie bei manchen Diskussionen unter deinen Prosatexten (ich erinnere mich noch gut an "Aufwachen") für mich zeigt, dass du von einem Gedanken ausgehst und ihn dann anhand einer Person oder Szene aufzeigen möchtest, ohne jedoch diesen auf den Grund zu gehen, sie "zuendezudenken", auszuloten und nach Motiven zu hinterfragen. Ein Gedankenspiel (nicht negativ gemeint), das sich nur innerhalb dieses Rahmens bewegen soll, ohne die Frage nach dem "warum". Vielleicht etwas, das mehr an Strukturen kratzen will, als selbst welche aufzeigen? Die Definition, oder das Gedicht, der Text scheitern dann für mich aber genau an diesen Unstimmigkeiten, auf die ich stoße. Ich gehe auf die Suche und mir fehlt am Ende eine (oder auch mehrere mögliche) in sich stimmige Geschichte, die ich dahinter entdecken könnte, und die dann für mich wirklich etwas sichtbar werden lassen könnte.Ich bin in meinen Gedanken gar nicht so sehr in Tiefe gegangen, wie du es tust (das LyrI betreffend), sondern habe eigentlich nur versucht, den Begriff Liebe eine gewisse definition zu verleihen (sie auch Kommentar an Flora).
...
ich habe bei dem Gedicht nicht an eine bestimmte Art von Liebe gedacht.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
-
Sam
Hallo Flora,
das ist eine interessante Analyse (nicht nur des Gedichtes, sondern auch einer meiner Schreiberei ansich), und ich glaube, dir noch nicht einmal widersprechen zu können. Natürlich hört sich "nicht zuende gedacht" schlimm an. Gerade weil meinen Texten viel mehr Gedanken, als Gefühle zugrunde liegen. Aber egal, der Leser entscheidet und das ist für mich auch hier der entscheidende Aspekt: die Leseerwartung.
Ich schätze dich als eine "psychologische" Leserin ein, die alle Tiefen und Untiefen einer beschriebenen Person oder Situation ausgelotet sehen möchte. Lücken, Unerklärtes, Widersprüchliches stören dich, da möchtest du automatisch nachfragen, Hintergründe erforschen, jede ungeöffnete Tür im Text aufstoßen, um dahinter noch mehr Antworten zu finden. Und erst wenn alle Fragen geklärt sind, schiebt sich das Bild zusammen und es beginnt der eigentliche Part der Rezeption (in dem Sinne, als dass sich nun die Geschichte als Ganzes, Auserzähltes darstellt).
Vorausgesetzt, ich liege mit meiner Einschätzung richtig, dann ist dein Widerspruch zu vielen meiner Texte verständlich, da ich weder als Leser solche Erwartungen hege, noch sie als Schreiber zu erfüllen imstande bzw. gewillt bin. Meiner Ansicht nach ist gerade die Frage nach dem "Warum" nicht zu beantworten. Weder der Mensch noch die Geschichte ist wirklich auslotbar, auf jede Antwort folgen mindestens zwei Fragen. Es gibt keine Sicherheiten im wirklichen Leben, also warum sollte es sie in Texten geben? Als jemand, der mit dogmatisch vertretenen Denkmustern groß geworden ist, habe ich eine tiefsitztende Skepsis gegenüber letztgültigen Auslegungen. Um im Bild zu bleiben: es gibt immer irgendwo eine Tür, die nicht geöffnet wurde, auch wenn wir meinen, alles stünde uns offen. Warum also in einem Text den Eindruck erwecken, es verhielte sich genau so? Dann gehe ich lieber den umgekehrten Weg, und hinterlassse meine Zwiefel im Geschriebenen. Alles ist und bleibt hinterfragbar. Man kann das mit aller Berechtigung natürlich als nicht zuende gedacht empfinden. Aber nur, wenn man das Ende als wirkliches Ende ansieht, und nicht, wie ich es tue, als den Anfang neuer Fragen.
Gruß
Sam
das ist eine interessante Analyse (nicht nur des Gedichtes, sondern auch einer meiner Schreiberei ansich), und ich glaube, dir noch nicht einmal widersprechen zu können. Natürlich hört sich "nicht zuende gedacht" schlimm an. Gerade weil meinen Texten viel mehr Gedanken, als Gefühle zugrunde liegen. Aber egal, der Leser entscheidet und das ist für mich auch hier der entscheidende Aspekt: die Leseerwartung.
Ich schätze dich als eine "psychologische" Leserin ein, die alle Tiefen und Untiefen einer beschriebenen Person oder Situation ausgelotet sehen möchte. Lücken, Unerklärtes, Widersprüchliches stören dich, da möchtest du automatisch nachfragen, Hintergründe erforschen, jede ungeöffnete Tür im Text aufstoßen, um dahinter noch mehr Antworten zu finden. Und erst wenn alle Fragen geklärt sind, schiebt sich das Bild zusammen und es beginnt der eigentliche Part der Rezeption (in dem Sinne, als dass sich nun die Geschichte als Ganzes, Auserzähltes darstellt).
Vorausgesetzt, ich liege mit meiner Einschätzung richtig, dann ist dein Widerspruch zu vielen meiner Texte verständlich, da ich weder als Leser solche Erwartungen hege, noch sie als Schreiber zu erfüllen imstande bzw. gewillt bin. Meiner Ansicht nach ist gerade die Frage nach dem "Warum" nicht zu beantworten. Weder der Mensch noch die Geschichte ist wirklich auslotbar, auf jede Antwort folgen mindestens zwei Fragen. Es gibt keine Sicherheiten im wirklichen Leben, also warum sollte es sie in Texten geben? Als jemand, der mit dogmatisch vertretenen Denkmustern groß geworden ist, habe ich eine tiefsitztende Skepsis gegenüber letztgültigen Auslegungen. Um im Bild zu bleiben: es gibt immer irgendwo eine Tür, die nicht geöffnet wurde, auch wenn wir meinen, alles stünde uns offen. Warum also in einem Text den Eindruck erwecken, es verhielte sich genau so? Dann gehe ich lieber den umgekehrten Weg, und hinterlassse meine Zwiefel im Geschriebenen. Alles ist und bleibt hinterfragbar. Man kann das mit aller Berechtigung natürlich als nicht zuende gedacht empfinden. Aber nur, wenn man das Ende als wirkliches Ende ansieht, und nicht, wie ich es tue, als den Anfang neuer Fragen.
Gruß
Sam
Hi Sam,
mit den "blöden Vögeln" hatte ich keine Probleme. Wie ich sie verstand, schrieb ich ja oben.
Ich finde es nur schade, dass dein Gedicht nicht so tiefgehend ist, wie ich dachte, weil das "lieber im Leder leben" und der "melancholische Plattfuß" und überhaupt all die Sätze des Gehens doch eigentlich eine wunderbare Ebene für das Thema Liebe bieten.
Saludos
Gabriella
mit den "blöden Vögeln" hatte ich keine Probleme. Wie ich sie verstand, schrieb ich ja oben.
Ich finde es nur schade, dass dein Gedicht nicht so tiefgehend ist, wie ich dachte, weil das "lieber im Leder leben" und der "melancholische Plattfuß" und überhaupt all die Sätze des Gehens doch eigentlich eine wunderbare Ebene für das Thema Liebe bieten.
Saludos
Gabriella
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Sam
Hallo Jelena,
ich hab als Kind gelernt, dass es keine blöden Fragen gibt
Natürlich könnte man die Vögel als Fragen deuten, und tatsächlich dachte ich an so etwas wie Fragen, Gedanken etc, die irre um einen herumflattern. Aber etwas, das man nicht einfangen kann.
Hallo Gabriella,
ob das Gedicht nun tiefgehend ist, muss ja jeder Leser selbst entscheiden. Und deine Lesart muss ja nicht mit meinen Intentionen übereinstimmen.
Aber ob nun zustimmend oder eher ablehnend, ich danke euch allen fürs Lesen und eure Meinung!
Gruß
Sam
ich hab als Kind gelernt, dass es keine blöden Fragen gibt
Natürlich könnte man die Vögel als Fragen deuten, und tatsächlich dachte ich an so etwas wie Fragen, Gedanken etc, die irre um einen herumflattern. Aber etwas, das man nicht einfangen kann.
Hallo Gabriella,
ob das Gedicht nun tiefgehend ist, muss ja jeder Leser selbst entscheiden. Und deine Lesart muss ja nicht mit meinen Intentionen übereinstimmen.
Aber ob nun zustimmend oder eher ablehnend, ich danke euch allen fürs Lesen und eure Meinung!
Gruß
Sam
Hallo Sam,
mir geht da Inhalt und Autorenebene wieder zu sehr durcheinander. Ich merke, wir drehen uns wirklich so ziemlich im gleichen Kreis wie bei "Aufwachen".
So ganz dahinter komme ich immer noch nicht, wie es sich für dich verhält.
Ich möchte wohl zumindest das Gefühl haben, dass sich der Autor auch Gedanken gemacht hat und seiner Geschichte wenigstens so weit nachgespürt hat, wie ich. Sonst bin ich enttäuscht. Gott weiß warum. :o)
Macht jedenfalls Spaß darüber nachzudenken. Bis zum nächsten Text.
Flora
mir geht da Inhalt und Autorenebene wieder zu sehr durcheinander. Ich merke, wir drehen uns wirklich so ziemlich im gleichen Kreis wie bei "Aufwachen".
So ganz dahinter komme ich immer noch nicht, wie es sich für dich verhält. Jein. Ich möchte Tiefen und Untiefen vorfinden und ausloten können, aber sicher nicht alle Fragen im Text geklärt und schon gar nicht erklärt haben. Türen sind etwas wunderbares, solange sie wohin führen. Ich möchte mir die Lücken füllen können, den Faden aufnehmen und weiterspinnen und mich nicht schon in dem, was der Autor mir an die Hand gibt verheddern. Auch Widersprüche und Zweifel und Ungeklärtheiten müssen und können aus der Geschichte heraus stimmig sein.Ich schätze dich als eine "psychologische" Leserin ein, die alle Tiefen und Untiefen einer beschriebenen Person oder Situation ausgelotet sehen möchte. Lücken, Unerklärtes, Widersprüchliches stören dich, da möchtest du automatisch nachfragen, Hintergründe erforschen, jede ungeöffnete Tür im Text aufstoßen, um dahinter noch mehr Antworten zu finden. Und erst wenn alle Fragen geklärt sind, schiebt sich das Bild zusammen und es beginnt der eigentliche Part der Rezeption (in dem Sinne, als dass sich nun die Geschichte als Ganzes, Auserzähltes darstellt).
Ich möchte wohl zumindest das Gefühl haben, dass sich der Autor auch Gedanken gemacht hat und seiner Geschichte wenigstens so weit nachgespürt hat, wie ich. Sonst bin ich enttäuscht. Gott weiß warum. :o)
Ja. Aber wäre der Anfang für neue Fragen nicht eine Antwort und kein Schulterzucken?Aber nur, wenn man das Ende als wirkliches Ende ansieht, und nicht, wie ich es tue, als den Anfang neuer Fragen.
Macht jedenfalls Spaß darüber nachzudenken. Bis zum nächsten Text.

Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
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