Rüstzeug
Liebe…
…die Einlage im Lebensschuh
damit der Tritt federt
und dein melancholischer Plattfuß
die Wanderung
nicht übermäßig erschwert
Natürlich könntest du
auch Barfuß gehen
aber um jeden nackten Zeh
wachsen nachts böse Geschichten
die am Tag zu blöden Vögeln werden
Dann lieber im Leder leben
mit Sohlen
die auf Zuneigung schwimmen
ohne Beinweh
ohne Fersenschmerz
Rüstzeug
Hi Sam,
klasse Metaphern, z.B. "dein melancholischer Plattfuß" und "lieber im Leder leben" samt hier feiner Alliteration hast du gefunden.
Die letzten beiden Zeilen
erscheinen mir jedoch wie ein unnötiges Anhängsel, das ich streichen würde.
Gern gelesen!
Saludos
Gabriella
klasse Metaphern, z.B. "dein melancholischer Plattfuß" und "lieber im Leder leben" samt hier feiner Alliteration hast du gefunden.
Die letzten beiden Zeilen
Sam hat geschrieben:ohne Beinweh
ohne Fersenschmerz
erscheinen mir jedoch wie ein unnötiges Anhängsel, das ich streichen würde.
Gern gelesen!
Saludos
Gabriella
-
Sam
Hallo Gabriella,
vielen Dank für deine schnelle Antwort!
Was die letzten beiden Zeilen angeht: Da möchte ich gerne noch etwas warten, ob es einen Leser gibt, der sie als passend für das Gedicht befindet. Wenn nicht, dann erkläre ich gerne, warum mir gerade die letzte Zeile im Hinblick auf die ganze Thematik unentbehrlich erscheint.
Gruß
Sam
vielen Dank für deine schnelle Antwort!
Was die letzten beiden Zeilen angeht: Da möchte ich gerne noch etwas warten, ob es einen Leser gibt, der sie als passend für das Gedicht befindet. Wenn nicht, dann erkläre ich gerne, warum mir gerade die letzte Zeile im Hinblick auf die ganze Thematik unentbehrlich erscheint.
Gruß
Sam
Sam hat geschrieben:ohne Fersenschmerz
Ich denke hier an den Spruch "Fersengeld geben", also flüchten und vermute, dass du hiermit den Schmerz einer Trennung meinst, hier speziell die Angst vor einer Trennung.
Im Kontext dazu ist natürlich das
Sam hat geschrieben:Dann lieber im Leder leben
mit Sohlen
die auf Zuneigung schwimmen
zu sehen. Entscheidend ist hier für mich das Wort "schwimmen". Sprich, die Zuneigung steht nicht auf festen Füßen, sondern schwimmt "nur". Und für das LI genügt dies, aus Angst oder, weil es sich selbst nicht vertraut.
Somit ist dieses "Rüstzeug" der "Sohlen", des "im Leder leben" ein Ausweichen, um sich der wahren Liebe, (die vom LI selbst 'behindert' wird durch seinen melancholischen Charakter, durch seine Schatten der Nacht, die sich tagsüber wieder auflösen) nicht mit "nacktem Zeh" hinzugeben.
LI hat Angst, auch nur einen Zeh von sich zu entblößen. Deshalb braucht es diesen Panzer.
Wenn du es so intendiert hast, würde ich nur die vorletzte Zeile streichen und "ohne Fersenschmerz" drin lassen.
Aber klar, erst mal schauen, wie andere das lesen.
-
Jelena
Hallo Sam,
ich lese dein Gedicht ein bisschen wie eine Version mit dem Titel "Fuß aufs Herz." Statt Heimweh und Herzschmerz Beinweh und Fersenschmerz? Nachts hemmungslos vögeln, am Tag mit dem Strom schwimmen, d.h. gehen und wandern, und nett über die alltäglichen Wehwehchen und Widrigkeiten klagen, z.B. über müde Füße und schmerzende Knie.
Die Blödheit der Vögel ist mir etwas salopp zu lesen. Natürlich sofort ans Vögeln gedacht, aber warum muss das blöd sein? Da gehe ich ein Glück nicht mit, ähem. Bin ich deshalb blöd?
Ganz lustig dein Gedicht, für mehr Begeisterung reicht es bei mir nicht, weil es mehr ne Kopf- und versteckte Zeigefingernummer für mich ist. Es hat eine Prise zu viel Wertung drin.
LG, Jelena.
ich lese dein Gedicht ein bisschen wie eine Version mit dem Titel "Fuß aufs Herz." Statt Heimweh und Herzschmerz Beinweh und Fersenschmerz? Nachts hemmungslos vögeln, am Tag mit dem Strom schwimmen, d.h. gehen und wandern, und nett über die alltäglichen Wehwehchen und Widrigkeiten klagen, z.B. über müde Füße und schmerzende Knie.
Die Blödheit der Vögel ist mir etwas salopp zu lesen. Natürlich sofort ans Vögeln gedacht, aber warum muss das blöd sein? Da gehe ich ein Glück nicht mit, ähem. Bin ich deshalb blöd?

Ganz lustig dein Gedicht, für mehr Begeisterung reicht es bei mir nicht, weil es mehr ne Kopf- und versteckte Zeigefingernummer für mich ist. Es hat eine Prise zu viel Wertung drin.
LG, Jelena.
-
RäuberKneißl
Hallo Sam,
der Eingang ist mit dem 'Lebensschuh' erklärungsüberladen - da ist das Gedicht für mein Gefühl schon ruiniert. Die Klammer der Wanderung wirkt dazu etwas prosaisch (zu viel 'tell' statt 'show'), vielleicht deshalb der Eindruck, dass die Lösung eines schmerzlichen Problems durch unästhetische Mittel (die rüstige Wandrerin mit Einlage im Gesundheitsschuh...) hier lyrisch als Transportfahrzeug benutzt wird.
Den Mittelteil halte ich für sehr gelungen und denke, dass man in diesem Ton etwas draus machen könnte. Hoffentlich muss ich mir nicht Sorgen um meine Libido machen, denn die Vögelei-Assoziation stellte sich bei mir nicht ein ...
Grüße
Franz
der Eingang ist mit dem 'Lebensschuh' erklärungsüberladen - da ist das Gedicht für mein Gefühl schon ruiniert. Die Klammer der Wanderung wirkt dazu etwas prosaisch (zu viel 'tell' statt 'show'), vielleicht deshalb der Eindruck, dass die Lösung eines schmerzlichen Problems durch unästhetische Mittel (die rüstige Wandrerin mit Einlage im Gesundheitsschuh...) hier lyrisch als Transportfahrzeug benutzt wird.
Den Mittelteil halte ich für sehr gelungen und denke, dass man in diesem Ton etwas draus machen könnte. Hoffentlich muss ich mir nicht Sorgen um meine Libido machen, denn die Vögelei-Assoziation stellte sich bei mir nicht ein ...
Grüße
Franz
Hallo Sam,
den "melancholischen Plattfuß" find ich klasse, aber mit dem Rest tu ich mir schwer. Es schwankt so zwischen Zaunlatte und seltsamen Assoziationen.
Der Trommelwirbelauftakt erinnert mich an diese "Liebe ist..." Figuren mir den klugen Kalendersprüchen. Da hat die Idee der "Einlage im Lebensschuh" dann für mich keine Chance mehr selbst zu wirken, sondern steht nur noch als provokatives Kontrastprogramm.
Unangenehm, wie in meiner Leseweise die entgegengebrachte Liebe hier gesehen und gebraucht wird im doppelten Sinn und zugleich als abstoßend empfunden wird, weil sie dem Erzähler seine empfundene Schwäche vor Augen führt.
Der Fersenschmerz steht am Ende. Meine Assoziation: Er wird Fersengeld geben. Ganz ohne Herzschmerz.
Liebe Grüße
Flora
den "melancholischen Plattfuß" find ich klasse, aber mit dem Rest tu ich mir schwer. Es schwankt so zwischen Zaunlatte und seltsamen Assoziationen.
Der Trommelwirbelauftakt erinnert mich an diese "Liebe ist..." Figuren mir den klugen Kalendersprüchen. Da hat die Idee der "Einlage im Lebensschuh" dann für mich keine Chance mehr selbst zu wirken, sondern steht nur noch als provokatives Kontrastprogramm.
"Dann lieber" hört sich für mich an, als wäre sie auch eine schlechte Wahl. Auch "im Leder leben" hört sich eher abstoßend und einengend an. "Sohlen, die auf Zuneigung schwimmen" hat auch etwas Abschätziges für mich, eine Schleimspur. Der Kontakt mit dem festen Boden fehlt.Dann lieber im Leder leben
mit Sohlen
die auf Zuneigung schwimmen
ohne Beinweh
ohne Fersenschmerz
Unangenehm, wie in meiner Leseweise die entgegengebrachte Liebe hier gesehen und gebraucht wird im doppelten Sinn und zugleich als abstoßend empfunden wird, weil sie dem Erzähler seine empfundene Schwäche vor Augen führt.
Der Fersenschmerz steht am Ende. Meine Assoziation: Er wird Fersengeld geben. Ganz ohne Herzschmerz.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
-
Sam
Hallo Gabriella,
interessante Interpretation. Und ja, wenn man es so liest, könnte man das Beinweh streichen. Ich bin in meinen Gedanken gar nicht so sehr in Tiefe gegangen, wie du es tust (das LyrI betreffend), sondern habe eigentlich nur versucht, den Begriff Liebe eine gewisse definition zu verleihen (sie auch Kommentar an Flora).
Hallo Jelena,
das Herz auf den Fuß zu bringen - ja darum ging es mir unter anderem in dem Gedicht.
Dass du bei den blöden Vögeln gleich ans Vögeln denkst - nun ja, man kann nicht wirklich raus aus seiner umgangsprachlichen Haut und muss Dinge nur oft genug gehört oder gebraucht haben, um automatisch in irgendwelchen Assoziationsgittern festzuhängen. Geht mir oft genauso. Hier aber habe ich wirklich nicht ans Vögeln gedacht und glaube auch, der Kontext lässt eine solche Deutung nicht wirklich zu.
Kopfnummer - da hast du Recht, sind Gedichte bei mir allerdings meistens. Sollte ein Zeigefinger sichtbar sein, so ist dieser nicht absichtlich dort plaziert.
Hallo Franz,
schön, wieder von dir zu hören! Auch wenn du über das Gedicht nicht begeistert bist. Deine Einwände kann ich auch gar nicht wegdiskutieren, da ich, wenn ich versuche soetwas wie "Lyrik" zu produzieren, oftmals das Prosaische und Sperrige, das Verkopfte und Unästhetische mit einbeziehe, weil es mir so nur wirklich Rund erscheint. Anders aber könnte ich das Phatos der letzten Zeilen vor mir aber auch nicht verantworten.
Hallo Flora,
ja, diese "Liebe ist..." Figuren kenne ich. Gibt es die noch?
Interessant (in dem Sinne, wie unterschiedlich Begriffe auf jeden einzelnen wirken) deine Bezeichnug des Wortes Liebe als "Trommelwirbelauftakt." Für mich ist das reine Wort erst einmal leer (ähnlich wie Glauben, Erinnerung, Schmerz etc.), weil sie eigentlich hoffnungslos überfüllt sind. Es entsteht bei mir also keine Erwartungs- sondern eine Skepsishaltung. Und diese Skepsis versuche ich zu befriedigen (nicht zu widerlegen) indem ich das Wort mit einem Inhalt fülle, der dieses anfängliche Gefühl bestätigt. Dass dies dann eine unangenehme Lesart hervorrufen kann, wie du schreibst, ist nicht unbedingt intendiert, aber ich gebe zu, dass die mir liebste Reaktion auf solche Gedichte tatsächlich eine Art von Unbehagen ist. Wie ich zu Jelena schon schrieb, wollte ich hier das Herz auf den Fuß bringen, und somit den Begriff Liebe von einer sehr pragmatischen Seite aus beschreiben.
Euch danke euch allen fürs Lesen und eure Kommentare!
Gruß
Sam
interessante Interpretation. Und ja, wenn man es so liest, könnte man das Beinweh streichen. Ich bin in meinen Gedanken gar nicht so sehr in Tiefe gegangen, wie du es tust (das LyrI betreffend), sondern habe eigentlich nur versucht, den Begriff Liebe eine gewisse definition zu verleihen (sie auch Kommentar an Flora).
Hallo Jelena,
das Herz auf den Fuß zu bringen - ja darum ging es mir unter anderem in dem Gedicht.
Dass du bei den blöden Vögeln gleich ans Vögeln denkst - nun ja, man kann nicht wirklich raus aus seiner umgangsprachlichen Haut und muss Dinge nur oft genug gehört oder gebraucht haben, um automatisch in irgendwelchen Assoziationsgittern festzuhängen. Geht mir oft genauso. Hier aber habe ich wirklich nicht ans Vögeln gedacht und glaube auch, der Kontext lässt eine solche Deutung nicht wirklich zu.
Kopfnummer - da hast du Recht, sind Gedichte bei mir allerdings meistens. Sollte ein Zeigefinger sichtbar sein, so ist dieser nicht absichtlich dort plaziert.
Hallo Franz,
schön, wieder von dir zu hören! Auch wenn du über das Gedicht nicht begeistert bist. Deine Einwände kann ich auch gar nicht wegdiskutieren, da ich, wenn ich versuche soetwas wie "Lyrik" zu produzieren, oftmals das Prosaische und Sperrige, das Verkopfte und Unästhetische mit einbeziehe, weil es mir so nur wirklich Rund erscheint. Anders aber könnte ich das Phatos der letzten Zeilen vor mir aber auch nicht verantworten.
Hallo Flora,
ja, diese "Liebe ist..." Figuren kenne ich. Gibt es die noch?
Interessant (in dem Sinne, wie unterschiedlich Begriffe auf jeden einzelnen wirken) deine Bezeichnug des Wortes Liebe als "Trommelwirbelauftakt." Für mich ist das reine Wort erst einmal leer (ähnlich wie Glauben, Erinnerung, Schmerz etc.), weil sie eigentlich hoffnungslos überfüllt sind. Es entsteht bei mir also keine Erwartungs- sondern eine Skepsishaltung. Und diese Skepsis versuche ich zu befriedigen (nicht zu widerlegen) indem ich das Wort mit einem Inhalt fülle, der dieses anfängliche Gefühl bestätigt. Dass dies dann eine unangenehme Lesart hervorrufen kann, wie du schreibst, ist nicht unbedingt intendiert, aber ich gebe zu, dass die mir liebste Reaktion auf solche Gedichte tatsächlich eine Art von Unbehagen ist. Wie ich zu Jelena schon schrieb, wollte ich hier das Herz auf den Fuß bringen, und somit den Begriff Liebe von einer sehr pragmatischen Seite aus beschreiben.
Euch danke euch allen fürs Lesen und eure Kommentare!
Gruß
Sam
Hallo Sam,
Liebe Grüße
Flora
Der Trommelwirbel sind für mich die Punkte, nicht das Wort. :)deine Bezeichnug des Wortes Liebe als "Trommelwirbelauftakt."
Hm, für mich kehrt es sich schon wieder um, bestärkt darin eher die Skepsis über die Skepsis .-) und lässt somit das Wort völlig unberührt, erhöht es sogar eher noch. Auf seiner Seite sehe ich überhaupt keine "Liebe", es wird also wenn das Geliebtwerden pragmatisch betrachtet?Es entsteht bei mir also keine Erwartungs- sondern eine Skepsishaltung. Und diese Skepsis versuche ich zu befriedigen (nicht zu widerlegen) indem ich das Wort mit einem Inhalt fülle, der dieses anfängliche Gefühl bestätigt.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
-
poeta
hallo Sam,
ich finde dein werk auch ein wenig kopffuß-lastig. geht das denn überhaupt?
irgendwie gehen die beiden bei mir im bauch zusammen. und da hat es dann so herrlich gekitzelt beim lesen von floras zeilen, denn ich hatte irgendwie ganz ähnliche assoziationen wie sie, nur mit einem überaus komischen unterton, so als ob da jemand im selbstgespräch den ernst der lage mit humor zu bewältigen sucht
.
geschmunzelt habe ich auch bei Jelenas ab- oder ausschweifungen zu deinen vögeln, das wäre mir nie in den sinn gekommen. da kann man mal sehen, wie vorsichtig man als schreiberling doch sein muss!
"...aber um jeden nackten Zeh
wachsen nachts böse Geschichten
die am Tag zu blöden Vögeln werden..."
mir gefällt diese stelle aber gerade besonders gut und gerade wegen der "blöden vögel", die schon so klingen ...und indem sie tagsüber (da sind sie ja ausgeflogen) als "blöd" abgestempelt, nicht ernstgenommen werden müssen, hoffentlich auch ihren nächtlichen schrecken verlieren.
"dann lieber im Leder leben"
klingt tatsächlich nach dem kleineren übel, sehr pragmatisch und kein bisschen romantisch: lieber mal ausrutschen auf der schleimspur, lieber mal druckstellen vom leder, als immer diese bösen geschichten um die nackten zehen.
nach allem, was ich oben von dir gelesen habe, wars nicht ganz so intendiert, trotzdem finde ich, dass alles zusammenpasst, sollte da unbewusst.... ???
rückschlüsse auf den autor sind natürlich verboten, auch nicht beabsichtigt und ...
... wenn, dann hat er fein beobachtet.
nimm meine worte nicht zu ernst, ich hätte dein gedicht unter satire verbucht, da kannst du mal sehen, wie daneben...
liebe grüße, poeta
ich finde dein werk auch ein wenig kopffuß-lastig. geht das denn überhaupt?
irgendwie gehen die beiden bei mir im bauch zusammen. und da hat es dann so herrlich gekitzelt beim lesen von floras zeilen, denn ich hatte irgendwie ganz ähnliche assoziationen wie sie, nur mit einem überaus komischen unterton, so als ob da jemand im selbstgespräch den ernst der lage mit humor zu bewältigen sucht
.geschmunzelt habe ich auch bei Jelenas ab- oder ausschweifungen zu deinen vögeln, das wäre mir nie in den sinn gekommen. da kann man mal sehen, wie vorsichtig man als schreiberling doch sein muss!
"...aber um jeden nackten Zeh
wachsen nachts böse Geschichten
die am Tag zu blöden Vögeln werden..."
mir gefällt diese stelle aber gerade besonders gut und gerade wegen der "blöden vögel", die schon so klingen ...und indem sie tagsüber (da sind sie ja ausgeflogen) als "blöd" abgestempelt, nicht ernstgenommen werden müssen, hoffentlich auch ihren nächtlichen schrecken verlieren.
"dann lieber im Leder leben"
klingt tatsächlich nach dem kleineren übel, sehr pragmatisch und kein bisschen romantisch: lieber mal ausrutschen auf der schleimspur, lieber mal druckstellen vom leder, als immer diese bösen geschichten um die nackten zehen.
nach allem, was ich oben von dir gelesen habe, wars nicht ganz so intendiert, trotzdem finde ich, dass alles zusammenpasst, sollte da unbewusst.... ???
rückschlüsse auf den autor sind natürlich verboten, auch nicht beabsichtigt und ...
... wenn, dann hat er fein beobachtet.
nimm meine worte nicht zu ernst, ich hätte dein gedicht unter satire verbucht, da kannst du mal sehen, wie daneben...
liebe grüße, poeta
Hallo Sam,
den Titel hatte ich nicht übersehen, hatte ihn aber ironisch verstanden. Sie stattet ihn aus mit ihrer Liebe und er tritt sie mit Füßen und zieht am Ende in seine Schlacht.
Falls ich deinen Zwinkersmiley richtig verstehe, ging es dir nicht um die partnerschaftliche "romantische" Liebe? Die erste Strophe könnte ich auch noch auf die Liebe der Eltern bezogen lesen, die dem Kind diese als Rüstzeug mitgegeben haben, um ins Leben hinauszuziehen, um tatsächlich zu gehen und gut durchs Leben zu kommen. Aber ab Strophe zwei wird diese Leseweise für mich schwierig, da man bezüglich der Elternliebe keine Wahl hat, man kann sie nicht "ausziehen", egal, wie weit man sich distanziert. Auch die dritte Strophe und das entstehende Gefühl der Einseitigkeit der Liebe, kann ich mit ihrem negativen Beigeschmack eigentlich nur in Bezug zu einer Partnerschaft lesen, die man auch beenden könnte.
Liebe Grüße
Flora
den Titel hatte ich nicht übersehen, hatte ihn aber ironisch verstanden. Sie stattet ihn aus mit ihrer Liebe und er tritt sie mit Füßen und zieht am Ende in seine Schlacht.
Falls ich deinen Zwinkersmiley richtig verstehe, ging es dir nicht um die partnerschaftliche "romantische" Liebe? Die erste Strophe könnte ich auch noch auf die Liebe der Eltern bezogen lesen, die dem Kind diese als Rüstzeug mitgegeben haben, um ins Leben hinauszuziehen, um tatsächlich zu gehen und gut durchs Leben zu kommen. Aber ab Strophe zwei wird diese Leseweise für mich schwierig, da man bezüglich der Elternliebe keine Wahl hat, man kann sie nicht "ausziehen", egal, wie weit man sich distanziert. Auch die dritte Strophe und das entstehende Gefühl der Einseitigkeit der Liebe, kann ich mit ihrem negativen Beigeschmack eigentlich nur in Bezug zu einer Partnerschaft lesen, die man auch beenden könnte.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
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