skizzenbuch
im liniendickicht
mondlieder schreiben
die sandpapierwege entlang
zu den nachtgewässern
aus kohlestaub
2. Version:
skizzenbuch
durchs liniendickicht
scheint der Mond
die sandpapierwege entlang
zu den nachtgewässern
aus kohlestaub
3. Version:
im skizzenbuch
durchs liniendickicht
scheint der Mond
meine spuren entlang
über nachtgewässer
aus kohlestaub
skizzenbuch
-
Oldy
Ach, Oldy, das muss man auch gar nicht wissen.
Entschuldige Amanita, wenn ich widerspreche.
Für mich möchte ich das als Leser wissen, um zu verstehen. Die Entscheidung, ob man das wissen muss oder nicht, sollte dem Leser überlassen werden.
Du als Autorin kannst das natürlich ignorieren, läufst dabei aber Gefahr, nicht verstanden zu werden.
lg
Uwe
Ja, das sehe ich ein, aber bezüglich Skizzen könnte ich mir vorstellen, dass man als Leser nicht alles verstehen kann/ muss. Es sind ja oft auch Experimente. Man kann auch mit geschlossenen Augen zeichnen oder Kaffee drüber gießen, das Papier zerreißen, zerschneiden, eingraben ...
und "ich" habe das Blatt eben ziemlich schwarz gemalt (eine Stelle und ein paar kleinere andere hell gelassen wie Mondlicht), mit unterschiedlichen Strukturen, und wenn man sich eine Landschaft denkt, dann könnten die Wege eine Schmirgelstruktur haben. Parallele Kratzer vor allem.
und "ich" habe das Blatt eben ziemlich schwarz gemalt (eine Stelle und ein paar kleinere andere hell gelassen wie Mondlicht), mit unterschiedlichen Strukturen, und wenn man sich eine Landschaft denkt, dann könnten die Wege eine Schmirgelstruktur haben. Parallele Kratzer vor allem.
Hi Amanita,
ja, so kann man es gut miteinander vergleichen:
In der ersten und zweiten Version hast du die letzten beiden Zeilen gleich gelassen. Die finde ich sehr gelungen und würde sie auch nicht ändern (wie in Fassung 3, ergibt ja einen anderen Sinn).
Mein Favorit wäre eine Kombination aus Nr. 2 und 3, also so:
im skizzenbuch
im liniendickicht
beleuchtet der mond
meine sandpapierwege
zu den nachtgewässern
aus kohlestaub
Saludos
Gabriella
ja, so kann man es gut miteinander vergleichen:
In der ersten und zweiten Version hast du die letzten beiden Zeilen gleich gelassen. Die finde ich sehr gelungen und würde sie auch nicht ändern (wie in Fassung 3, ergibt ja einen anderen Sinn).
Mein Favorit wäre eine Kombination aus Nr. 2 und 3, also so:
im skizzenbuch
im liniendickicht
beleuchtet der mond
meine sandpapierwege
zu den nachtgewässern
aus kohlestaub
Saludos
Gabriella
Aber die Sandpapierwege schienen den meisten Rätsel aufzugeben ... und ferdi "beanstandete" die zusammengesetzten Substantive ...
(etwas ratlos)
Ich bastele gerade am beleuchten - da ist mir eine Silbe zuviel.
leuchtet der mond
... (nochmal ratlos!)
(etwas ratlos)
Ich bastele gerade am beleuchten - da ist mir eine Silbe zuviel.
leuchtet der mond
... (nochmal ratlos!)
Es kommt wohl auf den Betrachter an. Ich habe mit den Sandpapierwegen keine Probleme.
Übrigens, du schriebst:
Skizzenbücher benutze ich auch nicht oder besser gesagt: ich nenne sie "Projektbücher", da man das bei der abstrakten Malerei kaum Skizzen nennen kann. In diesen Projektbüchern, die auch ein absolutes Dickicht sind, Chaos pur *lach*, schreibe ich alles rein, manchmal sogar eine Art "Zeichnung", was sich auf das Bild bezieht. Man kann daran genau die Entwicklung eines Bildes verfolgen, vor allem die Farbentwicklung. Da stehen dann Dinge wie: nächste Fläche: kobaltblau mit weißen Schraffierungen oder: nächster Schritt: Schatten mit schwarz rein, Cutter-Technik etc. etc.
Das "beleuchtet" habe ich eingesetzt, da mir darin mehr Bewegung enthalten ist als im "scheint".
Übrigens, du schriebst:
Amanita hat geschrieben:Skizzen "dürfen" alles - allein das ist mir wichtig.
Denn ich selbst habe gar keine Skizzenbücher. Das "Ding an sich" finde ich aber toll - weil es die Fülle aller Möglichkeiten bedeutet.
Skizzenbücher benutze ich auch nicht oder besser gesagt: ich nenne sie "Projektbücher", da man das bei der abstrakten Malerei kaum Skizzen nennen kann. In diesen Projektbüchern, die auch ein absolutes Dickicht sind, Chaos pur *lach*, schreibe ich alles rein, manchmal sogar eine Art "Zeichnung", was sich auf das Bild bezieht. Man kann daran genau die Entwicklung eines Bildes verfolgen, vor allem die Farbentwicklung. Da stehen dann Dinge wie: nächste Fläche: kobaltblau mit weißen Schraffierungen oder: nächster Schritt: Schatten mit schwarz rein, Cutter-Technik etc. etc.
Das "beleuchtet" habe ich eingesetzt, da mir darin mehr Bewegung enthalten ist als im "scheint".
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