minima melancholia
ein tag wie gemacht um sich totzutrinken
sich nicht länger hinterherzuhinken
sondern endgültig auszuklinken
gegen nichts mehr anzustinken
nicht mehr nach rechts oder links zu blinken
gemütlich sich abzuschminken
und leise ein „tschüss“ zu winken
minima melancholia
Hi Max,
ich finde, dass auch die letzten Zeilen gut passen. Der ganze Text ist ja theatralisch, überzogen und spielt dadurch mit dem Kontrast im Titel.
Man könnte das Ganze sicher noch viel mehr übertreiben, so richtig knackig, wie die erste Zeile und immer mehr steigern, bis einem sozusagen die Luft wegbleibt. Eine Hürde ist hier natürlich der Reim am Ende jeder Zeile.
Saludos
Gabriella
ich finde, dass auch die letzten Zeilen gut passen. Der ganze Text ist ja theatralisch, überzogen und spielt dadurch mit dem Kontrast im Titel.
Man könnte das Ganze sicher noch viel mehr übertreiben, so richtig knackig, wie die erste Zeile und immer mehr steigern, bis einem sozusagen die Luft wegbleibt. Eine Hürde ist hier natürlich der Reim am Ende jeder Zeile.
Saludos
Gabriella
-
Sam
Hallo Zusammen,
vielen Dank für eure Kommentare!
Natürlich ist das Gedicht eine Schrulle, die ich vorzeiten eher für die Schublade geschrieben habe, als damit die Leser zu belästigen. Aber als das Ding mir gestern wieder in die Hände fiel und es ja wirklich ein elend grauer und kalter Herbsttag war, dachte ich mir, dass es doch irgendwie passt. Das Augenzwinkern ist ja hoffentlich nicht zu übersehen.
Eine Steigerung am Ende wäre bestimmt schön gewesen, aber mir sind tatsächlich die Reime ausgegangen. So blieb mir fast nichts anderes übrig, als das Gedicht langsam ausklingen zu lassen.
Nochmals vielen Dank!
Gruß
Sam
vielen Dank für eure Kommentare!
Natürlich ist das Gedicht eine Schrulle, die ich vorzeiten eher für die Schublade geschrieben habe, als damit die Leser zu belästigen. Aber als das Ding mir gestern wieder in die Hände fiel und es ja wirklich ein elend grauer und kalter Herbsttag war, dachte ich mir, dass es doch irgendwie passt. Das Augenzwinkern ist ja hoffentlich nicht zu übersehen.
Eine Steigerung am Ende wäre bestimmt schön gewesen, aber mir sind tatsächlich die Reime ausgegangen. So blieb mir fast nichts anderes übrig, als das Gedicht langsam ausklingen zu lassen.
Nochmals vielen Dank!
Gruß
Sam
Lieber Sam,
mir gefällt der Titel des Gedichtes, der Text selber sagt mir sprachlich überhaupt nicht zu, man merkt, dass vieles den Reimen geschuldet ist und die Wortwiederholungen auf kleinem Raum machen es mir zusätzlich schwer (sich/nicht/ nicht(s) mehr).
Bitte nächstes Mal wieder Ungereimtes
von Dir
wünscht sich leonie
mir gefällt der Titel des Gedichtes, der Text selber sagt mir sprachlich überhaupt nicht zu, man merkt, dass vieles den Reimen geschuldet ist und die Wortwiederholungen auf kleinem Raum machen es mir zusätzlich schwer (sich/nicht/ nicht(s) mehr).
Bitte nächstes Mal wieder Ungereimtes
von Dirwünscht sich leonie
Hallo Sam,
der Text funktioniert für mich nicht.
Der Titel wirkt etwas protzig, obwohl er ja "verkleint", die Traurigkeit minimalisiert.
Dann nimmt der Text sich nicht ernst, find ich, durch die Reim-Fress-Maschine. Und dadurch kann aber auch die Melancholie nicht komisch wirken, was sie ja müsste, zumindest wollen müsste, wegen der "lustigen" Reime.
Und schließlich bekommt man, also zumindest bekomme ich, fast ein wenig Angst, wenn ich das lese: als eine Ankündigung der Selbsttötung.
Klingt das wirr? Ich lese ein Sichnichtersnstnehmen (des Textes) so bierernst, dass mir angst und bange wird. gemütlich empfinde ich da leider gar nichts...
herzlich
klara
der Text funktioniert für mich nicht.
Der Titel wirkt etwas protzig, obwohl er ja "verkleint", die Traurigkeit minimalisiert.
Dann nimmt der Text sich nicht ernst, find ich, durch die Reim-Fress-Maschine. Und dadurch kann aber auch die Melancholie nicht komisch wirken, was sie ja müsste, zumindest wollen müsste, wegen der "lustigen" Reime.
Und schließlich bekommt man, also zumindest bekomme ich, fast ein wenig Angst, wenn ich das lese: als eine Ankündigung der Selbsttötung.
Klingt das wirr? Ich lese ein Sichnichtersnstnehmen (des Textes) so bierernst, dass mir angst und bange wird. gemütlich empfinde ich da leider gar nichts...
herzlich
klara
Hallo Sam,
mir geht es ein wenig wie Leonie. Durch die vielen Reime hat das Gedicht kein Gleichgewicht?! Ich könnte es mir aber gut als Dreizeiler vorstellen, etwa so:
Ein Tag, wie gemacht, sich totzutrinken,
Sich auszuklinken, sich abzuschminken,
Im Gehen ein letztes Tschüss zu winken.
Die letzte Zeile habe ich zum Vierheber "aufgefüllt", da kann sicher auch anderes stehen... Aber das ist natürlich die Art von gänzlichem Umbau, der nur denen eine Möglichkeit zu sein scheint, die das Gedicht nicht verfasst haben und von außen draufschauen. Von daher nimm ihn einfach als Verdeutlichung dessen, was ich so als "im Gleichgewicht" empfinde.
Ferdigruß!
mir geht es ein wenig wie Leonie. Durch die vielen Reime hat das Gedicht kein Gleichgewicht?! Ich könnte es mir aber gut als Dreizeiler vorstellen, etwa so:
Ein Tag, wie gemacht, sich totzutrinken,
Sich auszuklinken, sich abzuschminken,
Im Gehen ein letztes Tschüss zu winken.
Die letzte Zeile habe ich zum Vierheber "aufgefüllt", da kann sicher auch anderes stehen... Aber das ist natürlich die Art von gänzlichem Umbau, der nur denen eine Möglichkeit zu sein scheint, die das Gedicht nicht verfasst haben und von außen draufschauen. Von daher nimm ihn einfach als Verdeutlichung dessen, was ich so als "im Gleichgewicht" empfinde.
Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)
-
Sam
Hallo Zusammen und vielen Dank!
mmh... vielleicht hätte ich das Teil doch besser in die Humorecke gestellt...
Nun denn:
Leonie,
der Titel verspricht natürlich viel zu viel und nichts davon halten die Zeilen, die darunter stehen. Vielleicht könnte man noch die eine oder andere WW eleminieren. Aber ohne Reime wäre das Ganze doch gänzlich für die Tonne, oder? Dann müsste man es doch wirklich ernst nehmen.
Klara,
nein, du klingst nicht wirr. Wie ich schon zu Leonie sagte, ohne Reim-Fress Maschine würde der Text für mich keinen Sinn ergeben. Eine Melancholie, die sich in "inken"-Reimen verliert (und dabei sogar das Wort "blinken" mit einbaut), kann wohl so eine düstere nicht sein, auch wenn sie mit Selbsttötungsfantasien daherkommt. Dass du es trotz des offensichtlichen Nicht-Ernst-Nehmens dennoch bierernst liest mag vielleicht daran liegen, dass du das Gefühlt hast, die Ironie hier ist selbst auch nur ironisch gemeint.
Ferdi,
ich verstehe, was du mit Gleichgewicht meinst (deine Version des Gedichtes zeigt das sehr deutlich). Leider ist das etwas, das mir bei Lyrik nur in Glücksfällen gelingt. Dass bei diesem Gedicht allen Reim- und Rhytmusexperten die Haare zu Berge stehen würden, habe ich mir schon gedacht. Aber ein Gedicht wie dieses (also eines, das sich auf keine Fälle ernst nehmen darf) muss geradezu unvollkommen sein - eine Einstellung, mit der ich es mir zugegebenermaßen sehr einfach mache. Aber ich hatte einfach Spaß an den "Inken"-Reimen und wie man nach "totzutrinken" die Kurve kriegt und möglichst alle gängigen Wörter mit dieser Endung einbaut.
Eine Schrulle eben, wie oben schon gesagt.
Euch allen nochmals herzlichen Dank!
Gruß
Sam
mmh... vielleicht hätte ich das Teil doch besser in die Humorecke gestellt...
Nun denn:
Leonie,
der Titel verspricht natürlich viel zu viel und nichts davon halten die Zeilen, die darunter stehen. Vielleicht könnte man noch die eine oder andere WW eleminieren. Aber ohne Reime wäre das Ganze doch gänzlich für die Tonne, oder? Dann müsste man es doch wirklich ernst nehmen.
Klara,
nein, du klingst nicht wirr. Wie ich schon zu Leonie sagte, ohne Reim-Fress Maschine würde der Text für mich keinen Sinn ergeben. Eine Melancholie, die sich in "inken"-Reimen verliert (und dabei sogar das Wort "blinken" mit einbaut), kann wohl so eine düstere nicht sein, auch wenn sie mit Selbsttötungsfantasien daherkommt. Dass du es trotz des offensichtlichen Nicht-Ernst-Nehmens dennoch bierernst liest mag vielleicht daran liegen, dass du das Gefühlt hast, die Ironie hier ist selbst auch nur ironisch gemeint.
Ferdi,
ich verstehe, was du mit Gleichgewicht meinst (deine Version des Gedichtes zeigt das sehr deutlich). Leider ist das etwas, das mir bei Lyrik nur in Glücksfällen gelingt. Dass bei diesem Gedicht allen Reim- und Rhytmusexperten die Haare zu Berge stehen würden, habe ich mir schon gedacht. Aber ein Gedicht wie dieses (also eines, das sich auf keine Fälle ernst nehmen darf) muss geradezu unvollkommen sein - eine Einstellung, mit der ich es mir zugegebenermaßen sehr einfach mache. Aber ich hatte einfach Spaß an den "Inken"-Reimen und wie man nach "totzutrinken" die Kurve kriegt und möglichst alle gängigen Wörter mit dieser Endung einbaut.
Eine Schrulle eben, wie oben schon gesagt.
Euch allen nochmals herzlichen Dank!
Gruß
Sam
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Louisa
...erinnert mich ja ein ganz klein wenig daran:
viewtopic.php?f=64&t=2797
Vielleicht können wir mal einen "Dreier" daraus machen
?
viewtopic.php?f=64&t=2797
Vielleicht können wir mal einen "Dreier" daraus machen
?Lieber Sam,
hm, die Texte in der Humorecke werden ja nicht anders gelesen oder sollten es zumindest nicht .-) hinsichtlich dessen, ob sie funktionieren oder nicht - ich muss sagen, dass dieser Text mich auch nicht fängt. Als ich Klaras Empfindungen zum Titel las (verkleinernd aber etwas dicke) musste ich leise zustimmen, ich finde Titel und restlicher Stil passen auch überhaupt nicht zusammen - Ich meine, was möchte der Text? Ich versteh schon, dass man sich der Traurigkeit auch über den Witz, das Leichtnehmen des Schweren, eine Art Bereitwilligkeit nähern kann und dass es durchaus sinnvoll ist, sich der Schwere und Dicke der etablierten Melancholie mit Schlichtkeit entgegenzusetzen, aber der Text zeigt für mich an keiner Stelle die dafür benötigte Empfindsamkeit, sondern hängt nur einige Reimwörter aneinander, die selbst inhaltlich/bildlich nur krude zusammenzuhängen und - entschuldige - auch nicht einfallsreich erscheinen. Ich finde am Ende hat der Text einfach keine Aussage, er greift nirgendwohin.
liebe Grüße,
Lisa
hm, die Texte in der Humorecke werden ja nicht anders gelesen oder sollten es zumindest nicht .-) hinsichtlich dessen, ob sie funktionieren oder nicht - ich muss sagen, dass dieser Text mich auch nicht fängt. Als ich Klaras Empfindungen zum Titel las (verkleinernd aber etwas dicke) musste ich leise zustimmen, ich finde Titel und restlicher Stil passen auch überhaupt nicht zusammen - Ich meine, was möchte der Text? Ich versteh schon, dass man sich der Traurigkeit auch über den Witz, das Leichtnehmen des Schweren, eine Art Bereitwilligkeit nähern kann und dass es durchaus sinnvoll ist, sich der Schwere und Dicke der etablierten Melancholie mit Schlichtkeit entgegenzusetzen, aber der Text zeigt für mich an keiner Stelle die dafür benötigte Empfindsamkeit, sondern hängt nur einige Reimwörter aneinander, die selbst inhaltlich/bildlich nur krude zusammenzuhängen und - entschuldige - auch nicht einfallsreich erscheinen. Ich finde am Ende hat der Text einfach keine Aussage, er greift nirgendwohin.
liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
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