du machst geschenke
aus dem all
über staubmäntel
legst du wegwartenblau
tropfst dein lachen, du
regenkönigin
aschemutter
[o. T.]
Hi Amanita,
die ersten beiden Strophen gefallen mir gut.
In Strophe drei finde ich das "lachen" in Bezug zur "aschemutter" nicht so passend.
Auch frage ich mich, warum "regenkönigin" und dann noch "aschemutter"? Und ist der Regen, der sich über Staub/Asche legt, wirklich blau?
Vielleicht verstehe ich deine Intention aber auch nicht richtig. Ich würde nur einmal "du" setzen.
Nur mal als Idee:
machst geschenke
aus dem all
über staubmäntel
legst wegwartenblau
du regenkönigin
Saludos
Gabriella
die ersten beiden Strophen gefallen mir gut.
In Strophe drei finde ich das "lachen" in Bezug zur "aschemutter" nicht so passend.
Auch frage ich mich, warum "regenkönigin" und dann noch "aschemutter"? Und ist der Regen, der sich über Staub/Asche legt, wirklich blau?
Vielleicht verstehe ich deine Intention aber auch nicht richtig. Ich würde nur einmal "du" setzen.
Nur mal als Idee:
machst geschenke
aus dem all
über staubmäntel
legst wegwartenblau
du regenkönigin
Saludos
Gabriella
-
Niko
hallo amanita,
grundsätzlich lese ich deine lyrik extrem gerne. und machen manche deiner gedichte einen (unnötig) beschwerten eindruck. du bremst dich hie und da mit einer für mein empfinden unnötigen schwere selbst aus.
dies gedicht hier ist für mich ein gutes beispiel. diese wortkreationen (was ich im grunde je nach komposition und kombination und häufigkeit wirklich gut finde) sind es, die hier mich als leser bremsen, drücken: wegwartenblau, regenkönigin und aschemutter.
ich fände es für mich bereichernder, wenn die begriffe zum einen nicht aus zwei zusammengesetzten worten bestehen würden oder aber, wenn sie den kern ihrer aussage umschreibend darstellen. nicht immer ist weniger mehr. meiner meinung nach.
mag sein, dass du celan magst, den text vielleicht unter seinem einfluss verfasst hast, aber diese schwere empfinde ich bei celan nie...
liebe grüße: niko
grundsätzlich lese ich deine lyrik extrem gerne. und machen manche deiner gedichte einen (unnötig) beschwerten eindruck. du bremst dich hie und da mit einer für mein empfinden unnötigen schwere selbst aus.
dies gedicht hier ist für mich ein gutes beispiel. diese wortkreationen (was ich im grunde je nach komposition und kombination und häufigkeit wirklich gut finde) sind es, die hier mich als leser bremsen, drücken: wegwartenblau, regenkönigin und aschemutter.
ich fände es für mich bereichernder, wenn die begriffe zum einen nicht aus zwei zusammengesetzten worten bestehen würden oder aber, wenn sie den kern ihrer aussage umschreibend darstellen. nicht immer ist weniger mehr. meiner meinung nach.
mag sein, dass du celan magst, den text vielleicht unter seinem einfluss verfasst hast, aber diese schwere empfinde ich bei celan nie...
liebe grüße: niko
Es mag einerseits Unfähigkeit sein, lieber Niko, aber die Schwere klebt andererseits auch an mir selbst - "nimm nicht alles so schwer", diese Worte begleiteten meine Kindheit, ich bin immer "so" gewesen; ich mache Holzschnitte, male mit dicken Pinseln aus'm Baumarkt, bin ein westfälischer Ackergaul, der sich durch Verlässlichkeit + Beständigkeit auszeichnet, aber nie tanzen lernen wird. Hömma, sagtense bei uns, keine (kulturellen) Fisimatenten, hier spielti Musik. Drücktichdomma klar aus, ja oder nein.
Ich danke für die Anregung, vielleicht entwickle ich auch mal Texte, in denen ich bewusst beherzige, was ich hier erfahre. Ob mir das jemals gelingt, kann ich aber noch nicht sagen.
Ich danke für die Anregung, vielleicht entwickle ich auch mal Texte, in denen ich bewusst beherzige, was ich hier erfahre. Ob mir das jemals gelingt, kann ich aber noch nicht sagen.
Hallo Amanita,
das hat mich gerade sehr berührt. Du beschreibst dich selbst auf eine sehr ehrliche und auch poetische Weise.
Weißt du, Amanita, ich finde, dass du sehr wohl "tanzen" kannst und das sehr gut. Du tanzt virtuos auf dem Parkett der Kunst zum Beispiel. Und mit dicken Pinseln aus dem Baumarkt und Hobeln Holz so filigran zu bearbeiten, das soll dir erst mal jemand nachmachen.
Und noch eins: du musst wirklich nicht "nach unserer Pfeife tanzen", sprich deine Texte tanzen lassen, wie es uns gefällt. Wichtig ist, dass du dich wohlfühlst und deine Texte für dich stimmig sind.
Was wir hier tun, sind Anregungen geben, wiedergeben, wie deine Zeilen auf uns wirken. Das muss aber noch lange nicht heißen, dass du den Hobel bei dir selbst anlegen sollst, denn das kann es auf keinen Fall sein!
Saludos
Gabriella
Amanita hat geschrieben:ich mache Holzschnitte, male mit dicken Pinseln aus'm Baumarkt, bin ein westfälischer Ackergaul, der sich durch Verlässlichkeit + Beständigkeit auszeichnet, aber nie tanzen lernen wird.
das hat mich gerade sehr berührt. Du beschreibst dich selbst auf eine sehr ehrliche und auch poetische Weise.
Weißt du, Amanita, ich finde, dass du sehr wohl "tanzen" kannst und das sehr gut. Du tanzt virtuos auf dem Parkett der Kunst zum Beispiel. Und mit dicken Pinseln aus dem Baumarkt und Hobeln Holz so filigran zu bearbeiten, das soll dir erst mal jemand nachmachen.
Und noch eins: du musst wirklich nicht "nach unserer Pfeife tanzen", sprich deine Texte tanzen lassen, wie es uns gefällt. Wichtig ist, dass du dich wohlfühlst und deine Texte für dich stimmig sind.
Was wir hier tun, sind Anregungen geben, wiedergeben, wie deine Zeilen auf uns wirken. Das muss aber noch lange nicht heißen, dass du den Hobel bei dir selbst anlegen sollst, denn das kann es auf keinen Fall sein!
Saludos
Gabriella
Danke, liebe Gabriella, das tut gut.
Für mich sind "leicht" und "schwer" eigentlich ganz neutrale Begriffe. Klar, wenn eine Feder wie Blei wiegt oder was massiv Aussehendes hohl ist und fast ohne Gewicht, wundert man sich oder fühlt sich betrogen. Ansonsten: neutral. Oder meintest Du, Niko, dass meine Sprache zu "grob" ist (das kann ich mir aber nicht vorstellen).
Für mich sind "leicht" und "schwer" eigentlich ganz neutrale Begriffe. Klar, wenn eine Feder wie Blei wiegt oder was massiv Aussehendes hohl ist und fast ohne Gewicht, wundert man sich oder fühlt sich betrogen. Ansonsten: neutral. Oder meintest Du, Niko, dass meine Sprache zu "grob" ist (das kann ich mir aber nicht vorstellen).
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