Fleischstreusel

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 19.07.2011, 21:04

Fleischstreusel
Zuletzt geändert von AkustischeSchärfe am 16.09.2011, 01:25, insgesamt 1-mal geändert.

Niko

Beitragvon Niko » 22.08.2011, 21:05

mag sein, dass man eine gewisse voreingenommenheit bei den folgenden texten verspürt, aber jeder sollte auch die größe und toleranz aufbringen, dem autor eine zweite chance zu geben. und letztlich sei noch angemerkt: niemand ist ein credo!

liebe grüße: niko

ArthurMoloch

Beitragvon ArthurMoloch » 22.08.2011, 23:20

Niemand ist ein Credo? Was soll das heißen?

AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 23.08.2011, 02:21

Da bin ich auch überfragt, doch erstmal willkommen hier im salon!

ArthurMoloch

Beitragvon ArthurMoloch » 23.08.2011, 10:31

Danke Dir.

Max

Beitragvon Max » 24.08.2011, 12:42

Mir geht das da ähnlich wie dem Phönix. Ich verstünde gerne, wasich lese.
Was ich zu verstehen glaube, ist eher eine Begesiterung darüber, wie dicht gedrängt sich Wörter verweben lassen. Mir geht da allerdings der feine Strich und nicht zuletzt der Inhalt verloren und ich bleibe ratlos und recht unbegeistert zurück.

Liebe Grüße
Max

AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 25.08.2011, 20:55

Deinen Verdacht muss ich entschieden zurückweisen, ich habe bereits beschrieben, warum und wie es entstanden ist - der eindruck ist natürlich deiner ;)


Liebe Grüße.

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Lisa
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Beitragvon Lisa » 25.08.2011, 21:18

Hallo Tayfun,

Oldy: Wieso Kinder?

Zu deinen Erklärungen: ich wiederum empfinde ganz anders, nach deinen Erklärungen finde ich das Wort Fleischstreusel sehr treffend und kreativ gewählt. Was so ein Streusel ist, ist ja nicht so richtig definiert, etwas, das oben drauf hinzukommt, aber dann doch ab dann dazu gehört und dann auch mit der "Höhepunkt" ist - und ein Streusel aus Fleisch bindet das dann zurück ans "eigene Fleisch". Ich finde das ein sehr treffendes Schmerzwort.

Außerdem möchte ich sagen, dass ich einige deiner Erklärungsformulierungen sehr poetisch finde:

Es reicht nicht, in gedanken euch zu lieben, nur wenn ich bei euch bin, lohnt sich diese emotion, nur in ihrer auslebung beginne ich wahrlich zu blühen.

Mögen meine grüße ... zu euch dringen

Ich leide an eurer freud und erfüllung zerfetzenden abwesenheit , ungesehn von euch in der ferne, wo die schatten eurer rücken mich schmähen. Davon sollt ihr nichts erfahren, euch soll der himmel wolkenfrei bleiben.

Denn bin schon ich versunken, sollt ihr es nicht auch noch sein.



..vielleicht könnte man davon etwas leicht überarbeitet in den Text oben mit hineinnehmen.


Ich finde es nicht falsch, dass du den Text gezeigt hast. Ich würde zwar auch sagen, dass man spürt, dass das Material noch nicht voll beherrscht ist (schlägt sich in der Sprache wider, sie muss sehr verschlüsselt sein, driftet ins Verschlüsseln pur ab manchmal), aber dafür traut er sich was - die Sprache ist auf der Spur und nicht von vorneherein eingesperrt in feste Verhaltensmuster, Kästen in denen man lebt und über deren rand man kaum hinausdichtet. Hier aber wird das versucht. Und das spürt man/ich spüre das.

Da geht noch was .-)

(Ich möchte sowas auf solche Weise wissen)


liebe Grüße,
Lisa
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AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 25.08.2011, 22:06

Hallo Lisa,


danke für deine kritik!

Insgesamt habe ich das gefühl, ihr einiges entnehmen zu können, sie scheint recht differenziert und durchdacht.

Zu den Erklärungsformulierungen:

Ich hatte bei deren ausformulierung das gefühl, eine höhere auflösung zu erzielen, als beim eigentlichen dichtvorgang, wo ich zwar authentische, aber auch etwas unschärfere bilder verdichtete.

Die erklärung zwang mich sozusagen, mich sensibler auszudrücken und half mir besser als das eigentliche gedicht, die mich beschäftigenden gedanken und gefühle zu erfassen. mir ist aufgefallen, dass auch die eigentlich eher nüchtern gehaltene, oder beabsichtigte, erklärungsformulierung automatisch ins eher lyrische abdriftete.

Das finde ich sehr interessant und lässt mich über mein vorgehen beim dichten grübeln. Zum einen neige ich in der tat sehr zu abstrakten verdichtungen, weil ich keine gemälde mag, die nach dem dritten blick bereits alles offenbaren und somit, zumindest für mich, bereits zu anfang den reiz verlieren. Ich esse lieber lange kauend und mühsälig zähes und vielsträngiges fleisch, als einen leichten joghurt ohne widerstand hinunterflutschen zu lassen und noch nicht mal satt zu werden.

Zum anderen aber führt das wohl oft zu einer logik, die andere dann nicht mehr erfassen können. Ich weiß einfach nie, wie viel ich dem leser zutrauen, abverlangen kann. Beim nächsten mal werde ich wieder so schreiben, dass man erst mal nix versteht - das werde ich sicher nicht einfach ändern, ich zensiere mich doch nicht selbst! Jedoch werde ich auch versuchen, allgemeingültigere metaphern zu verwenden, die, nach einigen herumirren freilich, schließlich aufgehen sollen bzw. können. Aber reden kann jeder, also erstmal genug der ankündigungen ;)

Den begriff fleischstreusel hast du übrigens genauso beschrieben, wie ich ihn "konstruiert" hatte.


Liebe Grüße



Tayfun.

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Beitragvon Lisa » 25.08.2011, 22:22

Lieber Tayfun,

das hast du sehr fein und ehrlich beschrieben und mir geht es ziemlich ähnlich. Hat auch irgendwie damit zu tun, dass man sich beim Schreiben zugleich wegmacht und hervorholt und am ende verschwinden mann und text wieder im gebüsch und wissen nicht so ganz, was das eigentlich war da, an einer stelle, wo einer merken könnte.

liebe Grüße,
Lisa
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Oldy

Beitragvon Oldy » 27.08.2011, 13:40

Wenn dies aber zu voreingenommenheit führt, muss ich das aber als schwäche des lesers, nicht des autors werten.

Ach herjee.
Ich habe lediglich angemerkt, das mir deine Erklärungen im Hinterkopf bleiben. In wie weit diese sich auf meine Reaktionen auf deine Texte erweisen, wird sich zeigen.
Ich mag den von dir erklärten Bezug des Wortes "Fleischstreusel" nicht. Dazu stehe ich, das ist meine Einstellung, die wohl auch als Vater und ausgesprochener Familienmensch geprägt ist. Das muss und will ich nicht verteidigen (müssen).
Du sprichst von Voreingenommenheit und schreibt dann das hier?
Deine - zugegeben bereits erwartete - reaktion repektierend und grinsenden grußes,

Ach so. Nun ja, jedem das seine. Warum fällt mir hier eigentlich der Begriff"von oben herab " ein? Grübel.

Oldy: Wieso Kinder?

Lisa. Das eigene Fleisch "und Blut" setze ich gleich mit meinen Kindern. Das ist die eigentliche Definition dieser Metapher.

lg
Uwe

AkustischeSchärfe

Beitragvon AkustischeSchärfe » 27.08.2011, 13:49

Tut mir leid, aber ich habe keine lust mich mit deinen tollen vergleichen und erklärungen zu befassen, denn ich habe den verdacht, dass du weit weniger reflektierst als du denkst, und weit mehr von eindimensionalen moralvorstellungen geprägt bist, als dir dein individuelles bewusstsein glauben machen will...

Wie ich darauf komme? tja, sagen wir mal - der einfachheit halber - ich bin voreingenommen...

Aber ich respektiere deine meinung natürlich, schließlich ist es ja deine meinung...



Herzlichen Grußes,


AkustischeSchärfe.


Ps. Deine versuche ironisch zu sein scheiterten kläglich.

Oldy

Beitragvon Oldy » 27.08.2011, 14:06

Tut mir leid, aber ich habe keine lust mich mit deinen tollen vergleichen und erklärungen zu befassen, denn ich habe den verdacht, dass du weit weniger reflektierst als du denkst, und weit mehr von eindimensionalen moralvorstellungen geprägt bist, als dir dein individuelles bewusstsein glauben machen will...

Erstens: Dann lass es doch einfach.
Zweitens: Hobbypsychologie für Anfänger? Oder ein Gelehrter? Oder einfach nur überheblich?
Drittens. Tut mir leid, wenn ich deinem gefühlten Intellekt nicht entspreche. Ich werde dich mit meinen eindimensionalen, bürgerlichen Moralvorstellungen fortan nicht mehr belästigen.

lg
Uwe
Zuletzt geändert von Oldy am 27.08.2011, 21:16, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon Lisa » 27.08.2011, 20:11

Lieber Oldy,

Lisa. Das eigene Fleisch "und Blut" setze ich gleich mit meinen Kindern. Das ist die eigentliche Definition dieser Metapher.


Die eigentliche Definition der Metapher Fleischstreusel kann von dir nicht bestimmt werden. Dir gefällt sie nicht, weil du sie so liest. Aber nur weil sie dir nicht gefällt, ist deine nicht automatisch Definition gültig. Und ist auch keine eigentliche Rechtfertigung für dein Nichtgefallen. Diese Art Kritikzirkelabsicherung gefällt mir nicht.

Nicht falsch verstehen: Warum du das Bild nicht magst, hab ich verstanden und kann das auch "verstehen".

liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
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Oldy

Beitragvon Oldy » 27.08.2011, 21:25

Die eigentliche Definition der Metapher Fleischstreusel kann von dir nicht bestimmt werden. Dir gefällt sie nicht, weil du sie so liest. Aber nur weil sie dir nicht gefällt, ist deine nicht automatisch Definition gültig. Und ist auch keine eigentliche Rechtfertigung für dein Nichtgefallen. Diese Art Kritikzirkelabsicherung gefällt mir nicht..

Das sehe ich auch so (unterstrichen), aber AS hat das selbst so definiert, nicht ich!
Ihr verstreuten, die ihr meines Fleisches seid (Familie)

Ob unter Familie nun die Kinder, Geschwister, Eltern oder Großeltern gemeint sind, ist doch einerlei.
Mir gefällt der Bezug nicht, den AS hier selbst definiert hat. Das ist meine Sicht, die niemand teilen muss und die auch nur für mich gültig ist.

Manches mal verstehe ich die hiesige Welt nicht, in der man sich für Dinge verteidigen muss, die nicht gesagt wurden und andererseits sich als "beschränkt" hinstellen lassen muss und selbst du so etwas unwidersprochen lässt.
dass du weit weniger reflektierst als du denkst, und weit mehr von eindimensionalen moralvorstellungen geprägt bist, als dir dein individuelles bewusstsein glauben machen will...

Uwe
Zuletzt geändert von Oldy am 28.08.2011, 12:38, insgesamt 1-mal geändert.


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