Beitragvon Renée Lomris » 01.08.2011, 10:00
Liebe Gerda und lieber Max,
entschuldigt, wenn ich mich in diese Diskussion einmische. Wie immer geglückt oder missglückt man die Begriffe findet, die in einem Gedicht auftauchen, so ist doch die Dichtkunst immer damit beschäftigt gewesen, die Schichten der Sprache so auszuforschen, umzuschichten, dass aus trivialen Bausteinen Hohes wird. Das Hohe Lied selbst baut mit sehr trivialen Körperbeschreibungen, der Bauch findet auch Erwähnung (behaupte ich jetzt mal, bin mir gar nicht sicher) .... mit dieser Behauptung, die auf die nochmalige Lektüre des Hohen Lieds zurückgreifen müsste, könnte, etc. ...
kurzum, es geht mir um die Tatsache, dass Triviales absolut zu Dichtung und Prosa dazu gehören. Natürlich muss es "stimmen": Die Dosierung ist dann wichtig.
Mir schien, dass dein Gedicht missverstanden wurde, Gerda, und verstehe immer noch nicht warum.
Dazu noch eines: (Summertime) ich habe auch an Gershwin gsdacht. Das hat die Assoziationen in Richtung Erotik (im reiferen Alter) keineswegs gestört. Im Gegenteil.
The Cotton is high - drückt genau diese Fülle, das Reifseins .... aus, und wenn man sich die Baumwollfelder ansieht, dann ist das Bild der Erotik vollendet:
mit Augustgrüßen
Renée