maligne
wir
reiten
die wellen
außerhalb
eurer
definierten
ultraschallbereiche
unsere beutezüge
ermöglichen
es
eure
eingeschlafenen
gehirnhälften
zu manipulieren
längst
ist
der schaden
eurer
kognitiven
wahrnehmung
dauerhaft
die
embryonal
gestreiften
wucherungen
widerstehen
jeder
einschränkung
wenn ihr unser
spielverhalten
und das
ausschwärmen
der zellen
verhindern wollt
dann wacht auf
© Moonlight 2010
maligne
Hallo moonlight,
aber hast du dich denn jetzt auf Delphine bezogen oder nicht?
liebe Grüße,
Lisa
aber hast du dich denn jetzt auf Delphine bezogen oder nicht?
liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
-
Gerda
Liebe Moonlight,
ich lese deinen Text als eine Art Drohung der Delphine, die an die menschlichen Erdbewohner gerichtet ist, die rücksichtslos die Ausbeutung der Ozeane betreiben.
(Ein wenig musste ich an den "Schwarm" von Frank Schätzing denken, obgleich dort die Gefahr von einer anderen Spezies droht und die Menschen sich (noch) zur Wehr setzen können).
Im weitesten Sinne also ein Text der die Apokalypse heraufbeschwört.
Der Titel ist m. E. unglücklich, er lenkt unversehens auf "Malingenes Melanom" also auf eine Krebsgeschwulst. Dass der Vergleich gewollt ist kann ich nachvollziehen, andererseits engt er, so glaube ich, die Leseart von Anbeginn an ein.
Dann noch etwas.
Ich finde deine Ideen frisch und gut, so auch diesmal. Sie sind meist gesellschaftskritisch angelegt und deine Bilder, gerade auch in diesem Text sind ideenreich und außergewöhnlich.
Die Setzung deiner Texte indes, bereitet mir fast jedes Mal Bauchweh
.
Ich finde die Zeilenumbrüche, die kurzen Zeilen, manchmal mit nur einem Wort, eher hinderlich die tiefen Gedanken über die von dir gewählten Metaphern zu transportieren.
Ich fühle mich absichtvoll auf etwas gestoßen (manche vllt. dann gerade auch nicht) was ich im Zusammenhang lesen und verstehen möchte.
Deine Texte wirken oft, als sei die Prosa lediglich gebrochen worden.
Bekanntlich macht das noch keine Lyrik.
Leider habe ich kaum Zeit, da ich beim Kisten packen für den Umzug bin.
Liebe Grüße
Gerda
ich lese deinen Text als eine Art Drohung der Delphine, die an die menschlichen Erdbewohner gerichtet ist, die rücksichtslos die Ausbeutung der Ozeane betreiben.
(Ein wenig musste ich an den "Schwarm" von Frank Schätzing denken, obgleich dort die Gefahr von einer anderen Spezies droht und die Menschen sich (noch) zur Wehr setzen können).
Im weitesten Sinne also ein Text der die Apokalypse heraufbeschwört.
Der Titel ist m. E. unglücklich, er lenkt unversehens auf "Malingenes Melanom" also auf eine Krebsgeschwulst. Dass der Vergleich gewollt ist kann ich nachvollziehen, andererseits engt er, so glaube ich, die Leseart von Anbeginn an ein.
Dann noch etwas.
Ich finde deine Ideen frisch und gut, so auch diesmal. Sie sind meist gesellschaftskritisch angelegt und deine Bilder, gerade auch in diesem Text sind ideenreich und außergewöhnlich.
Die Setzung deiner Texte indes, bereitet mir fast jedes Mal Bauchweh
.Ich finde die Zeilenumbrüche, die kurzen Zeilen, manchmal mit nur einem Wort, eher hinderlich die tiefen Gedanken über die von dir gewählten Metaphern zu transportieren.
Ich fühle mich absichtvoll auf etwas gestoßen (manche vllt. dann gerade auch nicht) was ich im Zusammenhang lesen und verstehen möchte.
Deine Texte wirken oft, als sei die Prosa lediglich gebrochen worden.
Bekanntlich macht das noch keine Lyrik.
Leider habe ich kaum Zeit, da ich beim Kisten packen für den Umzug bin.
Liebe Grüße
Gerda
-
Oldy
Interessante und bemerkenswerte Intention.
Ein wenig zu lang bzw. zu prosaisch vielleicht.
Zwei Dinge möchte ich ansprechen:
Den "erhobenen Zeigenfinger" sehe ich hier auch und obwohl ich damit meine Probleme habe, so ist er hier doch eher aufrüttelnd als belehrend.
Wirkliche Probleme habe ich mit dem "Ihr" und "Uns". Einserseits sind das zwei höchst diffuse Begriffe, die sich nicht konkret an einer Person oder Gruppe festmachen lassen, andererseits suggeriert das "Uns" ein selbsternanntes Sprachrohr (ist nocht böse gemeint), andererseits sehe ich mich selbst vor diesem "Uns" erfasst.
Ich weiss nicht, ob ich das will.
Ich bin der Meinung, dass dieses Werk in der "Ich-Form" eine sehr viel stärkere Wirkung hätte.
mfg
Uwe
Ein wenig zu lang bzw. zu prosaisch vielleicht.
Zwei Dinge möchte ich ansprechen:
Den "erhobenen Zeigenfinger" sehe ich hier auch und obwohl ich damit meine Probleme habe, so ist er hier doch eher aufrüttelnd als belehrend.
Wirkliche Probleme habe ich mit dem "Ihr" und "Uns". Einserseits sind das zwei höchst diffuse Begriffe, die sich nicht konkret an einer Person oder Gruppe festmachen lassen, andererseits suggeriert das "Uns" ein selbsternanntes Sprachrohr (ist nocht böse gemeint), andererseits sehe ich mich selbst vor diesem "Uns" erfasst.
Ich weiss nicht, ob ich das will.
Ich bin der Meinung, dass dieses Werk in der "Ich-Form" eine sehr viel stärkere Wirkung hätte.
mfg
Uwe
-
Gerda
moonlight hat geschrieben:Liebe Gerda,
herzlichen Dank das du dir Zeit genommen hast für mein Gedicht.
Du hast recht der Titel ist unglücklich gewählt.
Vielleicht fällt dir oder den anderen ein besserer ein?
Die Setzung meines Textes.....hilf mir.
Liebe Grüße
Moonlight
... aber das kann eine Weile dauern ... ich setze mir ein Lesezeichen, damit ich es nicht vergesse.
LGG
-
Renée Lomris
Liebe Moonlight,
ich hatte schon beim Titel große Probleme. Meine eigenen Probleme, die sich mit den deinen kreuzen, treffen, begegnen oder eben nicht. "Un malin" ist im frz. ein Schlaukopf und "une maligne" eine Schlaue, ein gerissenes Luder - nun haben bestimmt nur ganz wenige diese Assoziation - aber ich hatte sie .... Das kann man nur vermeiden, wenn man sich der Fremdsprache, die man einfließen läßt, sehr, sehr sicher ist.
Maligne heißt auch bösartig. Man sagt im frz "une tumeur maligne ...." das Feminine schwirrt also von vorne herein mit ins Gedicht hinein.
das zu:
maligne
weiter zu deinem Gedicht:
wir
reiten
die wellen
außerhalb
eurer
definierten
ultraschallbereiche
diese abgehackte Sprache finde ich zu Delphinen nicht passend, diese sollen singen, hoher Ultraschallaute vernehmen und entsenden --- und bin gar nicht so sicher, dass die Menschen - mit Maschinen versteht sich jene Bereiche nicht doch "hören" können
Als Form nicht uninteressant, aber auch, IN DIESEM KONTEXT zu monoton ---
- Aber gerade das Delphinbild finde ich interessant, deshalb verstünde ich gern den nächsten Abschnitt mit seinen Beutezügen ...
unsere beutezüge
ermöglichen
es
eure
eingeschlafenen
gehirnhälften
zu manipulieren
Auch hier finde ich deine Sprache interessant, finde aber die Form nicht prägnant, sondern "convenu" konventionell - dh an einer Moderne anknüpfend, die nach Sprachrevolution verlangt (involution, wenn du willst, ich meine keine Ausbrüche, eher Einbrüche im weitesten Sinne ...
längst
ist
der schaden
eurer
kognitiven
wahrnehmung
dauerhaft
ich versuche einmal dein Korsett zu lösen:
------------------wir reiten die wellen außerhalb eurer definierten ultraschallbereiche
-------------------------unsere beutezüge ermöglichen es eure eingeschlafenen gehirnhälften zu manipulieren
-----------------------------------------------------------längst ist der schaden eurer kognitiven wahrnehmung dauerhaft
-------------------------die-embryonal-gestreiften-wucherungen-widerstehen-jeder-einschränkung
-----------------wenn ihr unser spielverhalten und das ausschwärmen der zellen verhindern wollt dann wacht auf
mit scheint, dass eine solche lineaere Anordnung eindringlicher wäre- den Rest meiner Spielerei kannst du ja vergessen.
Dein Gedicht hat Potential, aber es erreicht mich als Leserin nur begrenzt ---
Liebe Grüße
Renée
die
embryonal
gestreiften
wucherungen
widerstehen
jeder
einschränkung
wenn ihr unser
spielverhalten
und das
ausschwärmen
der zellen
verhindern wollt
dann wacht auf
© Moonlight 2010[/quote]
ich hatte schon beim Titel große Probleme. Meine eigenen Probleme, die sich mit den deinen kreuzen, treffen, begegnen oder eben nicht. "Un malin" ist im frz. ein Schlaukopf und "une maligne" eine Schlaue, ein gerissenes Luder - nun haben bestimmt nur ganz wenige diese Assoziation - aber ich hatte sie .... Das kann man nur vermeiden, wenn man sich der Fremdsprache, die man einfließen läßt, sehr, sehr sicher ist.
Maligne heißt auch bösartig. Man sagt im frz "une tumeur maligne ...." das Feminine schwirrt also von vorne herein mit ins Gedicht hinein.
das zu:
maligne
weiter zu deinem Gedicht:
wir
reiten
die wellen
außerhalb
eurer
definierten
ultraschallbereiche
diese abgehackte Sprache finde ich zu Delphinen nicht passend, diese sollen singen, hoher Ultraschallaute vernehmen und entsenden --- und bin gar nicht so sicher, dass die Menschen - mit Maschinen versteht sich jene Bereiche nicht doch "hören" können
Als Form nicht uninteressant, aber auch, IN DIESEM KONTEXT zu monoton ---
- Aber gerade das Delphinbild finde ich interessant, deshalb verstünde ich gern den nächsten Abschnitt mit seinen Beutezügen ...
unsere beutezüge
ermöglichen
es
eure
eingeschlafenen
gehirnhälften
zu manipulieren
Auch hier finde ich deine Sprache interessant, finde aber die Form nicht prägnant, sondern "convenu" konventionell - dh an einer Moderne anknüpfend, die nach Sprachrevolution verlangt (involution, wenn du willst, ich meine keine Ausbrüche, eher Einbrüche im weitesten Sinne ...
längst
ist
der schaden
eurer
kognitiven
wahrnehmung
dauerhaft
ich versuche einmal dein Korsett zu lösen:
------------------wir reiten die wellen außerhalb eurer definierten ultraschallbereiche
-------------------------unsere beutezüge ermöglichen es eure eingeschlafenen gehirnhälften zu manipulieren
-----------------------------------------------------------längst ist der schaden eurer kognitiven wahrnehmung dauerhaft
-------------------------die-embryonal-gestreiften-wucherungen-widerstehen-jeder-einschränkung
-----------------wenn ihr unser spielverhalten und das ausschwärmen der zellen verhindern wollt dann wacht auf
mit scheint, dass eine solche lineaere Anordnung eindringlicher wäre- den Rest meiner Spielerei kannst du ja vergessen.
Dein Gedicht hat Potential, aber es erreicht mich als Leserin nur begrenzt ---
Liebe Grüße
Renée
die
embryonal
gestreiften
wucherungen
widerstehen
jeder
einschränkung
wenn ihr unser
spielverhalten
und das
ausschwärmen
der zellen
verhindern wollt
dann wacht auf
© Moonlight 2010[/quote]
-
moonlight
Liebe Renée,
vielen herzlichen Dank für die Mühe die du dir gemacht hast.
Der Titel ist wirklich ein Problem das ich zu lösen versuche........ein gerissenes Luder ....da wäre ich nie drauf gekommen....ist mir auch ein bisschen peinlich.
Deine lineaere Anordnung ist eine Überlegung wert.
Liebe Grüße
Moonlight
vielen herzlichen Dank für die Mühe die du dir gemacht hast.
Der Titel ist wirklich ein Problem das ich zu lösen versuche........ein gerissenes Luder ....da wäre ich nie drauf gekommen....ist mir auch ein bisschen peinlich.
Deine lineaere Anordnung ist eine Überlegung wert.
Liebe Grüße
Moonlight
-
Gerda
Guten Morgen Moonlight,
zur Setzung, so finde ich, kannst du Renées Vorschläge gut heranziehen. so ähnlich wäre mein Vorschlag auch ausgefallen.
Vorausgesetzt, ich habe den Text überhaupt richtig verstanden, wäre mein Vorschlag für den Titel: Drohung. Im weiteren ergeben sich für mich dann aber doch noch einige Fragen.
Im ersten Vers, ist „wellen reiten“ insofern leicht missverständlich, weil Delfine, ja bekanntlich Meerswellen durchpflügen und reiten. Gemeint sind aber die Schallwellen, wenn das Ganze einen Sinn ergeben soll. Der Unterschied des Gehörs, denn Delfine hören im Ultraschallbereich, Menschen nicht, sie aber bestimmen die Grenzwerte. Delfine reagieren empfindlich auf Veränderungen von Resonanzen, die Menschen durch Technik in den Ozeanen produzieren. Hierdurch wird der Lebensraum der Meeressäuger eingeengt. Ich glaube gelesen zu haben, dass dieses Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hat.
Hier würde ich genauer formulieren, im Hinblick auf die Schallwellen.
Vers 2
Hier bin ich unschlüssig und verwirrt, denn gemeint sind doch die Gehirnhälften der Spezies Mensch, oder? Wenn man aber weiß, dass Delfine, wenn sie schlafen, immer nur eine Gehirnhälfte einschlafen lassen, ist der Vers unklar.
Es kann sein, dass es an der Verwendung der Pronomina liegt. Wenn also mit dem „wir“ im ersten Vers, das „Wir – Delfine“ gemeint ist, es sich um die Ansprache an den Menschen handelt, müsste es sich in V 2 zwangsläufig um die Beutezüge der Delfine handeln. Wie aber soll dann das Manipulieren der eingeschlafenen Gehirnhälften (der Menschen?) zu verstehen sein? Aus der Perspektive der Meeressäuger, so verstehe ich es, schlafen die Menschen auf der gesamten Linie, aber wie ist das Manipulieren zu verstehen?
Kommen jetzt „Zauberkräfte“ ins Spiel, werden die Delfine die Menschen in die Irre führen?
Vers 3 ist für mich schlüssig und verständlich, aus der Perspektive der Delfine betrachtet, als dem Menschen überlegene Wesen.
Vers 4 und 5 nehme ich zusammen. Hier ist offensichtlich von genetischen Veränderungen beim Delfinnachwuchs die Rede, und davon, dass sich diese Veränderungen negativ auf das Verhältnis (Spielverhalten) Delfin/Mensch auswirken könnten. (Sieh meine Anmerkungen zum Gehör in V1 ).
Welcherart Zellen allerdings ausschwärmen ist mir nicht klar. Genetisch mögliche Zellveränderungen werden u. a. auch durch Nahrungsaufnahme verursacht: Verseuchung der Ozeane,… Veränderung der Überlebensbedingungen für alles Leben im Wasser, … Delfine stehe am Ende der Nahrungskette … und wiederum durch die Veränderung des Geräuschpegels unter Wasser … Vielleicht geht die Fruchtbarkeit zurück und es werden auch äußerlich missgebildete Delfinbabys geboren, deren Wesen nicht mehr von Freundlichkeit gegenüber den Menschen geprägt ist.
Der Aufruf zum Schluss kann wohl nur den Menschen gelten.
Ich nehme an, dass dein Text bildhaft, am Beispiel der Meeressäuger, aufzeigen soll, was passiert wenn der Mensch sein Zerstörungswerk auf der Erde fortsetzt.
Abgesehen von den aufgezeigten Unstimmigkeiten, glaube ich, dass die Idee trägt, vorausgesetzt deine Intention deckt sich mit meiner Interpretation.
Es wäre für mich interessant zu lesen, wie du deinen Text aufschlüsselst.
Liebe Grüße
Gerda
zur Setzung, so finde ich, kannst du Renées Vorschläge gut heranziehen. so ähnlich wäre mein Vorschlag auch ausgefallen.
Vorausgesetzt, ich habe den Text überhaupt richtig verstanden, wäre mein Vorschlag für den Titel: Drohung. Im weiteren ergeben sich für mich dann aber doch noch einige Fragen.
Im ersten Vers, ist „wellen reiten“ insofern leicht missverständlich, weil Delfine, ja bekanntlich Meerswellen durchpflügen und reiten. Gemeint sind aber die Schallwellen, wenn das Ganze einen Sinn ergeben soll. Der Unterschied des Gehörs, denn Delfine hören im Ultraschallbereich, Menschen nicht, sie aber bestimmen die Grenzwerte. Delfine reagieren empfindlich auf Veränderungen von Resonanzen, die Menschen durch Technik in den Ozeanen produzieren. Hierdurch wird der Lebensraum der Meeressäuger eingeengt. Ich glaube gelesen zu haben, dass dieses Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hat.
Hier würde ich genauer formulieren, im Hinblick auf die Schallwellen.
Vers 2
Hier bin ich unschlüssig und verwirrt, denn gemeint sind doch die Gehirnhälften der Spezies Mensch, oder? Wenn man aber weiß, dass Delfine, wenn sie schlafen, immer nur eine Gehirnhälfte einschlafen lassen, ist der Vers unklar.
Es kann sein, dass es an der Verwendung der Pronomina liegt. Wenn also mit dem „wir“ im ersten Vers, das „Wir – Delfine“ gemeint ist, es sich um die Ansprache an den Menschen handelt, müsste es sich in V 2 zwangsläufig um die Beutezüge der Delfine handeln. Wie aber soll dann das Manipulieren der eingeschlafenen Gehirnhälften (der Menschen?) zu verstehen sein? Aus der Perspektive der Meeressäuger, so verstehe ich es, schlafen die Menschen auf der gesamten Linie, aber wie ist das Manipulieren zu verstehen?
Kommen jetzt „Zauberkräfte“ ins Spiel, werden die Delfine die Menschen in die Irre führen?
Vers 3 ist für mich schlüssig und verständlich, aus der Perspektive der Delfine betrachtet, als dem Menschen überlegene Wesen.
Vers 4 und 5 nehme ich zusammen. Hier ist offensichtlich von genetischen Veränderungen beim Delfinnachwuchs die Rede, und davon, dass sich diese Veränderungen negativ auf das Verhältnis (Spielverhalten) Delfin/Mensch auswirken könnten. (Sieh meine Anmerkungen zum Gehör in V1 ).
Welcherart Zellen allerdings ausschwärmen ist mir nicht klar. Genetisch mögliche Zellveränderungen werden u. a. auch durch Nahrungsaufnahme verursacht: Verseuchung der Ozeane,… Veränderung der Überlebensbedingungen für alles Leben im Wasser, … Delfine stehe am Ende der Nahrungskette … und wiederum durch die Veränderung des Geräuschpegels unter Wasser … Vielleicht geht die Fruchtbarkeit zurück und es werden auch äußerlich missgebildete Delfinbabys geboren, deren Wesen nicht mehr von Freundlichkeit gegenüber den Menschen geprägt ist.
Der Aufruf zum Schluss kann wohl nur den Menschen gelten.
Ich nehme an, dass dein Text bildhaft, am Beispiel der Meeressäuger, aufzeigen soll, was passiert wenn der Mensch sein Zerstörungswerk auf der Erde fortsetzt.
Abgesehen von den aufgezeigten Unstimmigkeiten, glaube ich, dass die Idee trägt, vorausgesetzt deine Intention deckt sich mit meiner Interpretation.
Es wäre für mich interessant zu lesen, wie du deinen Text aufschlüsselst.
Liebe Grüße
Gerda
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